Maschinenhalle bauen: So kommt alles professionell unter Dach und Fach

Maschinenhalle bauen: So kommt alles professionell unter Dach und Fach

„Im Märzen der Bauer die Rösser anspannt…“ – das war einmal, diese agrarische Romantik vom mit Pferden gezogenen Pflug wie im alten Kinderlied. Die moderne Landwirtschaft ist maschinengetrieben und wird es zukünftig auch immer mehr sein, die „Pferdestärken“ kommen von Motoren, die nötigen Leistungen werden von Fahrzeugen und technologischen Geräten erbracht. Es bleibt also nicht aus, dass der Landwirt von heute auch eine Halle zur Unterbringung seiner Maschinen bauen muss, damit sie sicher und geschützt sind und mehr als eine Saison überdauern.

Mit „sicher und geschützt“ ist gemeint, dass die Aufbewahrung von Fahrzeugen und Geräten wie früher auf freiem Feld oder in halboffenen Scheunen Probleme mit sich bringt, die eine sachgerechte Benutzung auf Dauer verhindern, denn Wind und Wetter können gerade empfindlicher Technologie etwas anhaben. Besser ist es daher, seine hochwertigen Gerätschaften in einer sauberen, witterungsbeständigen und gegebenenfalls abschließbaren Halle (zum Schutz gegen Diebstahl) aufzubewahren, um ihre effektive Lebensdauer und Verwendungszeit zu verlängern und dadurch Kosten zu sparen.

Wir stellen im Folgenden die gängigen Typen von Maschinenhallen vor, die Bauweise und die Kosten, sowie einige hilfreiche Tipps und Tricks in Ratgeber-Form zum einfachen Selbstaufbau.

Eine Maschinenhalle bauen: Kosten, Bauweise, Holz und anderes Material

Von den Vorteilen einer Maschinenhalle überzeugt, wollen sich viele Bauherren sofort an die Umsetzung machen. Zuerst gilt es jedoch, zu bedenken, welche Größe und Ausstattung man wirklich benötigt, um die Fahrzeuge und Gerätschaften sicher unterzustellen, denn von diesen Faktoren hängt schlussendlich der Preis ab. Die Kosten für den Bau einer Maschinenhalle variieren nämlich erheblich je nach der Größe der überbauten Fläche, der Qualität der Ausstattung und auch den verwendeten Materialien.

Ein zusätzlicher Kostenfaktor, den viele Bauherren nicht früh genug bedenken, sind die Kosten für das Fundament der Maschinenhalle sowie für die Zufahrt. Denn es ist unabdinglich, dass von der Maschinenhalle aus eine gute, entweder gepflasterte oder mit Kies oder anderem Material fahrsicher gemachte Zufahrt und Einfahrt besteht, damit mobile Gerätschaften und landwirtschaftliche Maschinen von der Halle aus sicher ins Feld und wieder zurückgebracht werden können.

Hallen sind im Preis generell sehr unterschiedlich, aber für die Landwirtschaft unverzichtbar. Wer auf Nummer sichergehen will, klärt Kosten für Holz und anderes Material vorher ab: viele Baustoffhändler antworten per Mail mit Kostenvoranschlägen.

Die Qual der Wahl beim bedarfsgerechten Bauen: Keine Halle gleicht der anderen

Bei der Bauweise von Hallen für landwirtschaftliche Maschinen gibt es mehrere Varianten: die klassische (aber etwas wuchtige) Stahlkonstruktion, Stahl und Leimholz, sowie eine Konstruktion aus sogenannten Nagelplatten. Wir stellen im Folgenden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Bauweisen kurz vor, damit Sie einen Ratgeber für den eigenen Bau erhalten.

Maschinenhalle aus Stahl

Eine Maschinenhalle aus Stahl ist die dauerhafteste Halle, die man sich denken kann, und garantiert über Jahre, ja zuweilen wirklich über Jahrzehnte hinweg eine sichere und witterungsbeständige Unterbringung der Maschinen, die man in der Landwirtschaft braucht. Man kann sagen, eine Stahlkonstruktion baut der Vater für den Sohn, denn sie ist so lange nutzbar, dass sie über Generationen hinweg im Familien-Besitz bleiben kann. Auch die äußerst stabile Konstruktion an sich hat architektonische Vorteile, denn eine Stahl-Halle lässt verschiedene Dach-Varianten zu, so dass man hier bedarfsgerecht bauen kann, zum Beispiel mit einem Vordach über der Zufahrt zum Schutz vor Regen.

Durch die Härte und Stärke des Materials Stahls ist die Statik für das Dach in fast allen Fällen gegeben und es handelt sich hier in jeder Hinsicht um eine wertbeständige Halle. Die Kosten für eine Stahl-Konstruktion liegen etwas über dem Preis für sonstige Bauweisen, was aber wiederum durch die hohe Qualität wettgemacht wird.

Maschinenhalle aus Stahl und Leimholz

Maschinenhallen aus Stahl und Leimholz sind fast so beliebt wie der erstgenannte Typ der Halle und gehören ebenfalls zu den dauerhaften und stabilen Hallen, in denen Geräte und Fahrzeuge der Landwirtschaft lange Zeit witterungsbeständig untergebracht werden können. Hierbei besteht die Maschinenhalle aus einem Stahl-Gerüst, das aber an der Außenseite mit Leimholz verkleidet wird. Die Hallen-Konstruktion aus Stahl und Leimholz ist eine durchaus interessante Alternative für Landwirte, die Kosten sparen wollen, denn ihr Preis liegt unterhalb einer Halle ganz aus Stahl.

Dadurch kann auch preiswert eine größere Maschinenhalle gebaut werden und man erhält viel Platz für die Unterbringung aller Notwendigkeiten für den technischen Alltag in der Landwirtschaft. Gerade Bauherren, die auf einer größeren Grundfläche großzügig bauen möchten, lieben die Stahl-Leimholz-Variante der Maschinenhallen, da sie kostengünstig ist und die optimale Flächenausnutzung ermöglicht.

Maschinenhalle aus Nagelplatten

Die dritte Variante von Maschinenhallen ist die Bauweise mit sogenannten Nagelplatten. Hierbei wird der ganze Hallenbau aus Holz-Elementen gestaltet, von den Pfeilern bis hin zur Außenverkleidung der Wände, was für Liebhaber des Naturmaterials Holz gleich mehrere Vorteile hat: ein naturnahes Material und eine optisch angenehme Einbindung der Gebäude ins gesamte Gelände.

Beim modernen Hallenbau mit Nagelplatten sind durch die große Spannweite der tragenden Holz-Elemente ausgedehnte Hallen-Größen von 30 Metern und mehr durchaus machbar, was ihn auch für Lagerhallen interessant macht. Das Bauen von Maschinenhallen aus Holz ist mit Abstand die teuerste Variante der Bauweisen, rentiert sich aber in der landwirtschaftlichen Praxis durch Langlebigkeit, Flexibilität und viele andere Vorzüge in der Nutzung.

Hier ein kleiner Tipp für kluge Investoren: manche Lagerhalle beherbergt mit den landwirtschaftlichen Gerätschaften heute einen materiellen Wert, der die Kaufpreise von vielen Immobilien übersteigt. Wer hier denkt „my home is my castle“ wird sicherlich auch den Einbruch vermeiden wollen, in der Maschinenhalle wie im Wohngebäude, denn das ist nur folgerichtig und konsequent. Deshalb sind heute abschließbare Maschinenhallen mit Sicherheitsschlössern und/oder Alarmanlage der neueste Clou im Hallenbau und auch in Zukunft sicher nicht mehr wegzudenken.

Landwirtschaftliche Maschinenhallen kommen nicht nur in unterschiedlichen Preis-Klassen und Größen, sondern vor allem in unterschiedlichen Bauweisen. Sehr beliebt in der heutigen Landwirtschaft sind. Neben dem herkömmlichen Hallenbau aus Stahl oder Stahl und Leimholz, gibt es hochwertige Gebäude aus sogenannten Nagelplatten, die ein nachhaltiges Bauen nur mit dem Naturmaterial Holz ermöglichen.

Zusammenfassung

Maschinenhallen gehören zum modernen Alltag in der Landwirtschaft ebenso wie die Maschinen selbst, ohne die eine produktive und effektive Bewirtschaftung der Agrarfläche nicht mehr denkbar wäre. Insofern ist es nur folgerichtig, dass eine Maschinenhalle zur sicheren Unterbringung von Fahrzeugen und Geräten vom vorausschauenden Landwirt avisiert werden muss.

Beim sachgerechten Bau einer Maschinenhalle oder Lagerhalle für Geräte sind einige Faktoren im Voraus zu bedenken, die aber leicht umgesetzt werden können und bei richtiger Anleitung ein gutes Ergebnis erzielen: eine durchweg sichere, stabile und diebstahlgeschützte Aufbewahrung von Fahrzeugen und Gerätschaften und somit langfristig eine deutliche Einsparung von Kosten.

Artikelbild: Colour59 / Bigstock.com

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