Mietwohnung: Alte Küche mit einer Küchenrückwand aufpeppen

Mietwohnung: Alte Küche mit einer Küchenrückwand aufpeppen

Laut GfK Living ist die Küche für rund 35 Prozent aller Deutschen eine reine Koch- oder Arbeitsstätte. 31,5 Prozent der Befragten geben an, dass dieser Raum der Mittelpunkt ihrer Wohnung ist. Nur zehn Prozent halten die Küche für einen Ort, in dem die Gäste nichts verloren haben. Insbesondere die Generation der älteren Menschen (60 plus) ist dieser Ansicht.

Die Umfrage von GfK Living, für die über 20.000 Haushalte befragt wurden, zeigt deutlich, dass die Küche ein wichtiger Bestandteil jedes Hauses ist. Ob als reine Koch- und Arbeitsstätte oder Wohnraum – sowohl die Bewohner des Hauses als auch Gäste sollten sich hier wohlfühlen. Immobilienbesitzern steht die Gestaltung und Renovierung der Küche frei, schließlich ist es ihr Eigentum. Bei Mietern sieht es hingegen anders aus.

Alte Küche: Ein Problem für viele Mieter

Mietwohnungen entsprechen nur selten den Vorstellungen der Bewohner. Deshalb investieren sie laut einer Umfrage von TNS Infratest beim Umzug im Schnitt über 5.000 Euro. Auf der Suche nach der idealen Wohnung muss jeder Mieter den einen oder anderen Kompromiss machen. Küchen gehören inzwischen in vielen Mietwohnungen des Landes zum Standard. Zwar sollten sich Vermieter darüber freuen, diesen Raum nicht ausstatten zu müssen. Die Küche ist aber nicht immer auf dem neusten Stand der Dinge. Ob technische oder optische Probleme – in einer Küche müssen Mieter Essen kochen und zum Teil ihre Freizeit verbringen. Es ist verständlich, dass sie sich hier wohlfühlen möchten.

Die alles entscheidende Frage für den Mieter lautet: Darf ich die Küche verändern, wenn ja, was genau?

Wenn die Küche zum Streitpunkt wird

Vermieter sind grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, die Küche ihrer Mietwohnung zu möblieren. Was vorhanden sein muss, sind ein Zu- und Abfluss für den Einbau der Küche. Sollte der Vermieter aber eine vollständige Küche oder einige Teile zur Verfügung stellen, die Teil des Mietvertrages sind, ist er verpflichtet, diese bei Defekt auszutauschen. Laut Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbundes in Berlin, gelten für die Küche dieselben Regeln wie für alle anderen Teile der Wohnung: Verschlissene Einrichtungsgegenstände gehören ausgetauscht.

Mieter, die gewisse Umbauten in der Küche vornehmen möchten, benötigen dafür das Okay von ihrem Vermieter. Nach Ende des Mietverhältnisses kann der Vermieter von ihnen verlangen, sie wieder zu entfernen und die Küche in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Umfrage: Vermieter renovieren gerne auf eigene Kosten

Wenn es zur Renovierung der Mietwohnung kommt, scheint ein Großteil der Vermieter selbst die Kosten zu tragen. Das belegt eine Umfrage von TNS Infratest, welche von Februar bis Oktober 2012 durchgeführt wurde. Insgesamt 1.791 Personen ab 16 Jahren wurden befragt, wer die Kosten einer Modernisierung trägt. Das Ergebnis:

  • Vermieter: 25,57 %
  • Mieter: 71,13 %
  • Beide: 3,29 %

Die Umfrage belegt, dass mehr als zwei Drittel der Mieter Renovierungskosten in die eigene Hand nehmen. Wir gehen davon aus, dass es sich dabei um leicht auszuführende und kostengünstige Maßnahmen handelt. Eine dieser Maßnahmen ist die Installation einer Küchenrückwand.

Küchenrückwände: Eine simple Möglichkeit, die Küche aufzupeppen

Damit die Küche nicht zum Streitfall zwischen Mieter und Vermietern wird, können Erstere auf simple Maßnahmen zurückgreifen, die die alte Küche verschönern, ohne dass sie später Schadenersatz oder Desgleichen zahlen müssen.

Eine dieser Möglichkeiten sind die Küchenrückwände von Style Your Castle: Sie ersetzen und schützen kahle Standard-Kacheln, die in vielen alten Küchen zu finden sind. Meist befinden sie sich nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form, weil Soßen, Öl und andere Substanzen sie verunreinigt haben. Mit Küchenrückwänden können Mieter die alten Kacheln überkleben und ihnen einen neuen, individuellen Look verpassen.

Küchenrückwände sind im Grunde hitzebeständige, gegen Kratzer unempfindliche Systeme, die in ihrer Funktion mit Wandtattoos vergleichbar sind. Sie werden auf den gewünschten Untergrund aufgeklebt oder mit einem speziellen System befestigt und können von diesem beim Auszug rückstandslos entfernt werden. Küchenrückwände gibt es in verschiedenen Größen und Designs, sodass jeder Mieter seinen individuellen Geschmack zum Ausdruck bringen kann.

Zur Befestigung der Küchenrückwand benötigen Mieter wenig Zubehör. Zunächst müssen sie mithilfe eines Maßbandes die Höhe und Breite der Küchenrückwand ermitteln. Wenn Fließen bereits vorhanden sind, dann können sie diese einfach abmessen. Ansonsten ermitteln Mieter die Länge und Breite an der Küchenwand und markieren die Abmessungen mit dem Bleistift, damit sie später wissen, wo sie die Küchenrückwand anbringen müssen.

Die Küchenwand selbst lässt sich mit einem speziellen Aufhängesystem befestigen oder direkt mit der Wand verkleben. Eine Stichsäge ist nur dann notwendig, wenn Teile der Küchenwand bearbeitet werden müssen, um sie unkonventionellen Formen der Wand anzupassen. Mit einer Stichsäge können Mieter auch Formen in die Küchenrückwand schneiden, die für Steckdosen und andere Anschlüsse benötigt werden.

Die Küchenrückwand pflegen und erhalten

Küchenwände werden aus unterschiedlichen Materialien wie Sicherheitsglas oder Aluverbundplatten hergestellt. Alle Materialien haben eines gemeinsam: Sie sind kratz- und hitzeresistent, lassen sich aber auch leicht pflegen. Soßen, Öl und andere Substanzen, die beim Kochen auf die Küchenrückwand kommen, können mit herkömmlichen Haushaltsreinigern entfernt werden. Damit das Motiv, welches mittels Digitaldruck auf die Rückwand kommt, nicht beschädigt wird, sollten Mieter umgehend mit der Reinigung beginnen. Ein feuchtes Tuch und ein handelsüblicher Glasreiniger sind in der Regel ausreichend, um die Fläche einer Küchenwand zu reinigen.

Zusammenfassung

In vielen Mietwohnungen sind inzwischen möblierte Küchen vorzufinden. Diese entsprechen aber häufig nicht den Vorstellungen des Mieters. Veränderungen darf dieser ohne die Zustimmung des Vermieters nicht ausführen. Eine alte Küche in einer Mietwohnung lässt sich aber mithilfe einer Küchenrückwand aufpeppen, ohne dass es zu Konflikten zwischen Mieter und Vermieter kommt.

Artikelbild: © David Papazian / Shutterstock

 

2 Kommentare

  1. Ferdinand 05.10.2018 10:24 Uhr

    Die Einbauküche in unserer Mietwohnung ist doch schon etwas altbacken und wir würden gerne durch eine kleine Veränderung ein moderneres Aussehen geben. Küchenrückwände erscheinen uns hier ideal, da sie beim Auszug einfach wieder entfernt werden können. Wie könnte man eine Platte aus Sicherheitsglas am besten anbringen? Vielen Dank im Voraus.

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  2. Luise 05.11.2018 16:02 Uhr

    Wir sind in eine tolle Wohnung eingezogen, in der selbst die Küche schon eingebaut war. Die Fliesen sind jedoch gar nicht nach meinem Geschmack. Deshalb finde ich die Idee, mit einer Küchenrückwand den Raum meinem Geschmack anzupassen, super! Welcher Kleber lässt sich beim Auszug besonders einfach entfernen?

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