Modern und umweltfreundlich: Wärme aus erneuerbaren Energien Teil 3

Modern und umweltfreundlich: Wärme aus erneuerbaren Energien Teil 3

Im dritten und letzten Teil der Ratgeber-Reihe „Modern und umweltfreundlich: Wärme aus erneuerbaren Energien“ befassen wir uns mit möglichen Fördermaßnahmen, von denen Bauherren profitieren können.

Zu den ersten beiden Teilen der Ratgeber-Reihe:

Jede Modernisierung kostet Geld: Sei es der Einbau einer Solaranlage oder die Dämmung des Dachs. Wer modernisiert, der kann allerdings doppelt profitieren: Zum einen sinken die Heizkosten, zum anderen gibt es Geld vom Staat für den Einsatz erneuerbarer Energien und Modernisierungsmaßnahmen.

Marktanreizprogramme

Das Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien ist ein Förderprogramm, bei dem Immobilienbesitzer zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse vom Staat erhalten können. Voraussetzung ist, dass sie bei der Modernisierung ihrer alten Heizung auf Wärmepumpen, Solarthermie oder Biomasse umsteigen. Für einzelne Maßnahmen gibt es jeweils eine Basisförderung. Zusätzlich zu jeder Basisförderung gibt es ein oder mehrere Boni. Innovative Anlagen erhalten zusätzlich eine Innovationsförderung. Die Vergabe der Förderung erfolgt seitens des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Anträge für kleine, einfache Anlagen müssen Interessierte je nach Maßnahme stellen. Die aktuellen Bedingungen und Fördersätze sind beim BAFA einzusehen. Zusätzlich können Verbraucher den Förderrechner der dena nutzen. Dort können sie errechnen, mit wie viel Fördermitteln sie rechnen können.

KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“

Bei diesem Kfw-Förderprogramm erhalten Hausbesitzer Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite, um energetische Sanierungsmaßnahmen zu finanzieren. Je besser Immobilienbesitzer sanieren, desto höher fällt die Förderung aus. Gefördert werden Sanierungsvorhaben, mit denen Hausbesitzer das energetische Niveau eines Kfw-Effizienzhauses erreichen, aber auch Einzelmaßnahmen, etwa die Dämmung der Wände, die Erneuerung der Fenster und so weiter. Für einen Großteil der Förderungen müssen Interessierte einen Antrag stellen. Die Fördermittel sind nicht unbegrenzt verfügbar, jedes Jahr wird ein bestimmtes Budget festgelegt. Verbraucher sollten den Antrag somit frühstmöglich stellen.

Darauf sollten Sie achten:

  • Können Sie Anträge für das gewünschte Förderprogramm stellen?
  • Was wird genau gefördert?
  • Kann die gewünschte Förderung um andere Zuschüsse ergänzt werden?
  • Wie sieht es mit den Konditionen aus?
  • Was für Auszahlungsbedingungen gibt es?

Die Zukunft

Mit einem Anteil von rund neun Prozent tragen die erneuerbaren Energien heute einen vergleichsweise kleinen Anteil zur Wärmeversorgung bei. Dementsprechend schlummert hier aber auch ein großes Potenzial für die Industrie und Verbraucher. Im Bezug auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 hat die Branche den Wärmesektor untersucht. Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen kann die Modernisierung der veralteten Heizungsanlagen in Deutschland beschleunigt und so die Energieeffizienz erhöht werden. Im Jahr 2020 könnte so der Anteil der Erneuerbaren auf 25 Prozent ansteigen. Damit würden sie insgesamt 221 TWh Wärme liefern.

Zu diesem Wachstum tragen unterschiedliche Sparten der regenerativen Wärmeerzeugung beitragen. Die Bioenergie soll Prognosen zufolge auch 2020 den größten Teil der Wärme bereitstellen. In den kommenden zehn Jahren soll allerdings der Beitrag von Wärmepumpen, Geothermie und Solarenergie spürbar anwachsen.

Zu diesem Thema weiterlesen: Wege in die moderne Energiewirtschaft – Teil 2: Wärmeversorgung 2020 (PDF: 2 MB)

Artikelbild: © CarpathianPrince / Shutterstock

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