Nelken

Nelken

Nelken haben einen ganz eigenen ländlichen und romantischen Charme. Das macht sie zu beliebten Zierpflanzen und Schnittblumen. Ihr botanischer Name lautet Dianthus. Sie sind eine Gattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse und untergliedern sich wiederum in circa 300 Arten. Die bekanntesten sind die Gartennelke oder Landnelke, die Bartnelke und die Federnelke. Aber auch die Karthäusernelke, die Heidenelke und die Kaisernelke sind in vielen Gärten zu Hause. Hängenelken gedeihen gut in Balkonkästen und Kübeln.

Standort und Pflege

Nelken sind sonnenhungrige Pflanzen, im Schatten verkümmern sie schnell. Die mehrjährigen Arten lieben einen sandig-lehmigen und durchlässigen Boden. Sie vertragen keine Staunässe, Trockenperioden schaden ihnen weniger als zu ausgiebiges Gießen. Eine regelmäßige Düngergabe im Abstand von vier Wochen danken die Nelken mit einem prächtigen Blütenflor. Verwelkte Blüten werden ausgeknipst, um Blühpausen zu verhindern. Auch ein rechtzeitiges Zurückschneiden sorgt für dichtes Wachstum.

Ein-, zwei- und mehrjährige Arten

Je nach Sorte sind Nelken einjährig oder zweijährig, es gibt aber auch mehrjährige Arten.
Diese ausdauernden und winterharten Stauden werden zwischen 20 und 40 Zentimeter hoch und bilden meist dichte Polster. Mit ihren grau-grünen, spitzen Blättern und den weißen oder rosafarbenen Blüten sind sie ein Blickfang in jedem Steingarten. Zu den ausdauernden Arten gehören die Heidenelke und die Federnelke. Federnelken begeistern den Gärtner nicht nur mit ihren fedrigen Blütenblättern, sondern auch mit ihrem intensiven Duft. Sie können durch Stecklinge vermehrt werden, breiten sich aber auch selbst aus.

Die Bartnelke gehört zu den zweijährigen Nelken, doch einige Sorten blühen bereits im ersten Jahr. Bartnelken sind beliebte Schnittblumen und bereichern den Bauerngarten mit ihren farbenfreudigen Blütendolden. Man sät sie im Frühjahr aus oder kauft in in der Gärtnerei Pflanzen im Topf. Die Farbe der Blüten richtet sich nach der Sorte, sie reicht vom tiefen Dunkelrot bis zum reinen Weiß. Auch zweifarbige oder gefüllte Sorten sind im Handel zu finden. Mit ihrem Duft locken Bartnelken Schmetterlinge und Bienen an. Lässt man einige Blüten ausreifen, säen sich die Pflanzen selbst aus und müssen im nächsten Jahr nur vereinzelt werden.

Nelken mit Symbolcharakter

Weiße Nelken waren bereits im Mittelalter ein Symbol der Liebe und der Ehe und wurden auf vielen Brautbildern dargestellt. Die rote Nelke galt während der Zeit der Französischen Revolution zunächst als Widerstandssymbol des Adels, wurde aber nach dem internationalen Sozialistenkongress 1889 zum Erkennungszeichen der Arbeiterbewegung.

Heute wird die Nelke nicht wegen des Symbolcharakters, sondern wegen ihrer Schönheit geschätzt. Floristen bieten Edelnelken in vielen verschiedenen Farben an, selbst lachsrote und zartgrüne Nelken sind keine Seltenheit. Die Blume ist Bestandteil vieler dekorativer Blütenarrangements und auch als Brautbukett sind die duftenden Blüten gegenwärtig wieder häufig zu sehen.

Artikelbild: © Morgenstjerne / Shutterstock

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