Parkett geölt – so wird dem Parkett ein neuer Glanz verliehen

Parkett geölt – so wird dem Parkett ein neuer Glanz verliehen

Das Ölen von Parkettböden kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein. In erster Linie eignet es sich dazu, die abgenutzten Böden zu renovieren. Dabei können alte und abgenutzte Böden einen neuen Glanz erlangen, ohne ausgetauscht werden zu müssen. Darüber hinaus ist es aber auch möglich, frisch verlegte Böden bereits von Beginn an aufzuwerten. Das hat zwei Vorteile. Zum einen bekommen die Böden von Anfang an einen gewissen Glanz und zum anderen lässt sich die Optik der Böden somit dauerhaft aufrechterhalten, wenn das Öl bei Bedarf erneuert wird. Zusätzlich wird der Boden dadurch auch versiegelt.

Tipps dazu wie das Parkett richtig verlegt wird und wie die Parkettböden geölt werden, werden im folgenden Text beschrieben.

Verlegen von Parkettböden

Da das Ölen der Parkettböden auch unmittelbar nach dem Verlegen sinnvoll ist, wird auch dargestellt wie die Parkettböden verlegt werden. Dazu sollte zunächst einmal eine Schicht Dämmstoff verlegt werden. Dieser dämmt in der Regel die Schritte. Im Anschluss kann dann bereits das Parkett verlegt werden. Dazu wird mit kleinen Keilen ein Abstand zwischen Wand und Parkett hergestellt. Das Parkett wird dann in Reihen verlegt, indem das Parkett zusammengeklickt wird. Das ist in der ersten Reihe meist relativ einfach und wird erst in den nachfolgenden Reihen etwas komplizierter. Allerdings muss auch dort das Parkett lediglich nacheinander an den Seiten eingeklickt werden. Dieser Prozess wird dann so lange wiederholt, bis der gesamte Boden belegt ist. Im Anschluss müssen die Ränder dann noch mit Sockelleisten ausgestattet werden.

Vorbereitungen zum Ölen des Parkettbodens

Egal ob der Parkettboden frisch verlegt wurde oder renoviert wird, der erste Vorbereitungsschritt sollte immer darin bestehen, die gesamte Fläche zugänglich zu machen. Im Anschluss muss der Boden dann mit speziellen Schleifgeräten abgeschliffen werden. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, die richtigen Maschinen für die jeweiligen Holzarten zu verwenden. Dieser Vorgang sollte möglichst gründlich durchgeführt werden, da sonst das spätere Ergebnis nicht optimal ausfällt. Beim Schleifen können auch gleichzeitig die Fugen mit entsprechenden Materialien gefüllt werden. Nach dem Schleifen sollte der Boden dann gesaugt werden, um entsprechende Reste und den Staub zu entfernen.

Da direkt eingestrahltes Sonnenlicht das Öl beeinflusst, sollten die Fenster abgedunkelt werden. Daher ist es sinnvoll mögliche elektrische Installationen vor dem Ölen des Parketts durchzuführen, damit Lichtquellen genutzt werden können.

Das Auftragen des Öls

Wenn der Raum dann entsprechend vorbereitet ist, kann das Auftragen des Öls beginnen. Dazu muss das Öl zunächst durchgemischt werden, damit es eine gleichmäßige Masse ist. Danach kann das Öl gleichmäßig aufgetragen werden. Wenn die Flächen groß sind, ist es sinnvoll diese in Abschnitte zu teilen. Das Auftragen sollte ohne Unterbrechungen durchgeführt werden, allerdings ist das gleichmäßige Auftragen ebenso wichtig.

Nachdem die richtige Menge aufgetragen wurde, sollte das Öl relativ schnell geglättet werden, damit Pfützen verhindert werden können. Die Pfützen verschwenden auf der einen Seite Material und sind darüber hinaus auch nicht gut für das Holz. Das Glätten kann mit einer Glättkelle durchgeführt werden. In den Ecken kann dann ein Pinsel genutzt werden.

Die richtige Menge an Öl für die jeweilige Fläche ist in der Regel auf der Verpackung angegeben. Wenn die Fläche kleiner ist, als die mögliche Fläche des Öls, kann die Menge einfach umgerechnet werden.

Nachbearbeitung des Parkettbodens

Nachdem das Öl aufgetragen und geglättet wurde, sollte überprüft werden, ob das Holz bereits gesättigt ist und ob die Sättigung regelmäßig ist. Wenn das nicht der Fall ist, kann auf die einzelnen Stellen erneut Öl aufgetragen werden. Nach dem Auftragen kann das Öl für eine knappe viertel Stunde einziehen. Dann sollte überschüssiges Öl abgewischt werden. Dazu sollte unbedingt ein Lappen ohne Fussel genutzt werden, da sich diese sonst in das Öl einarbeiten. Der Vorgang kann auch ein zweites Mal durchgeführt werden, da somit in einigen Fällen das Erneuern nicht so häufig durchgeführt werden muss.

Nachdem der letzte Vorgang wiederholt wurde, dauert es 24 Stunden bis der Boden begehbar ist und 48 Stunden bis Möbel aufgestellt werden können. Allerdings sind dabei unbedingt Herstellerangaben zu beachten. Bis dahin sollte der Raum aber gelüftet werden.

Richtige Wahl des Öls

Bei der Wahl des richtigen Öls, kommt es in erster Linie auf die Art des Holzes und auf die Größe des Raumes an. Die Größe des Raumes bestimmt dabei allerdings in der Regel nur die Packungsgröße des Öls. Dabei ist auch wichtig, wie viele Schichten aufgetragen werden sollen. Die Art des Öls hängt vom gewünschten Effekt, aber besonders von der Holzart ab. Auch hierbei gibt es dann Öle, die auf der Verpackung angeben, wofür das Öl geeignet ist. Darüber hinaus bestimmt das jeweilige Öl in der Folge auch, wie oft das Öl erneuert werden muss, wenn der Effekt dauerhaft bestehen soll.

Fazit

Das Ölen des Bodens ist in erster Linie aus optischen Gründen sinnvoll und lässt sich daher bereits von Anfang an bei frisch verlegten Böden durchführen. Allerdings ist diese Technik auch dann sinnvoll, wenn der Boden den alten Glanz verloren hat. Das bezieht sich sowohl auf bereits zuvor geölte Böden, als auch auf solche, die so eine Behandlung bis dahin noch nicht erhalten haben.

Zusammenfassung

Bevor der Parkettboden geölt werden kann, muss er abgeschliffen werden. Das Öl muss dann regelmäßig aufgetragen werden, damit es einziehen kann. Das Ölen des Bodens pflegt ihn und verleiht ihm über einen langen Zeitraum Glanz.

Artikelbild: © mr. Smith / Bigstock.com

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