Parkett verlegen – neuer Boden ohne professionelle Hilfe

Parkett verlegen – neuer Boden ohne professionelle Hilfe

Es gibt viele Gründe Parkett zu verlegen. Parkett bietet eine moderne und schicke Holzoptik und ist dabei meist nicht sehr teuer. Es lässt sich gut mit anderen Einrichtungsstücken kombinieren. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Parkett relativ einfach zu verlegen ist. Dadurch stellt es insgesamt eine gute Möglichkeit dar, wie jeder Heimwerker seine Böden gestalten kann.

Welche Vorbereitungen wichtig sind und wie der Parkettboden effizient verlegt werden kann, wird in der folgenden Anleitung erklärt.

Vorbereitung des Bodens

Bevor das eigentliche Verlegen beginnen kann, muss der Untergrund vorbereitet werden. Zunächst einmal sollte überprüft werden, ob der Boden frei von Unebenheiten ist. Diese können notfalls dann noch ausgebessert werden, um einen waagerechten und glatten Untergrund zu erhalten. Der Untergrund sollte außerdem sauber und trocken sein, damit es nicht zu Ansammlungen unter dem Parkett kommt. Dann kann bereits die erste Folie ausgelegt werden. Dabei handelt es sich um PE-Folie. Diese PE-Folie soll in erster Linie als Schutz vor Feuchtigkeit dienen. Sie sollte ausgerollt werden und an den Wänden mindestens zehn Zentimeter hoch stehen.

Wie hoch genau die Folie stehen sollte, hängt von der späteren Höhe der Randleisten ab. An den Stellen, wo sich zwei Bahnen treffen, sollten diese sich auch großzügig überlappen, damit auch hier ausreichender Schutz vorhanden ist. Im Anschluss muss dann noch eine Trittdämmung verlegt werden. Diese ist besonders wichtig, wenn sich der Raum in einem höheren Stockwerk befindet. In Kellerräumen, kann eine etwas dünnere Ausführung gewählt werden.

Als weitere Vorbereitungsmaßnahme ist ein genaues Ausmessen des Raums sinnvoll, um die spätere Materialmenge für das Parkett und für die darunter liegenden Schichten, genauer berechnen zu können.

Beginn des Verlegens

Der Anfang und die erste Reihe des Verlegens von Parkettdielen sind enorm wichtig, denn darauf basieren alle späteren Reihen und Dielen. Daher wird das Verlegen in einer Ecke begonnen. Es ist darauf zu achten, dass das Parkett mit der langen Seite, entlang der Lichtquelle verlegt wird, um ein angenehmeres Gesamtbild zu erhalten. Es ist ebenfalls auf einen gewissen Abstand zur Wand zu achten. Dieser sollte ungefähr 15 Millimeter breit und regelmäßig sein. Er kann mit kleinen Keilen geschaffen werden und dient als Raum, in den sich das Parkett später ausdehnen kann.

Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die richtigen Seiten nun offen in den Raum zeigen. Bei diesen Seiten handelt es sich um jeweils eine Hälfte der Klickmechanik des Parketts. Über diese können die einzelnen Dielen problemlos verbunden werden. In der ersten Reihe ist es noch einfach, da jeweils nur eine Seite der Dielen mit einer anderen Diele verbunden wird. Das kann dann so lange gemacht werden, bis das Ende des Raums erreicht ist. Dort muss dann in der Regel die letzte Diele zugeschnitten werden. Dafür eignen sich Stich- oder Kreissägen besonders gut.

Verlegen der Dielen im Raum

Für ein gutes Gesamtbild, sollte darauf geachtet werden, dass die einzelnen Dielen versetzt zueinander verlegt werden. Daher ist es hilfreich die Dielen entsprechend zuzuschneiden und vor Beginn der nächsten Reihe genau darauf zu achten. Meistens kann einfach der Rest des Zuschnitts aus der vorherigen Reihe als Anfangsstück genutzt werden. Das Verlegen von einer neuen Reihe entlang einer bereits verlegten ist etwas schwieriger, als die erste Reihe zu verlegen. Die erste Diele wird dabei ganz normal entlang der Längsseite verlegt. Im Anschluss gibt es dann aber zwei Seiten die verbunden werden müssen. Dabei ist es einfacher erst die kurze Seite einzurasten, bevor dann mit leichten und vorsichtigen Schlagbewegungen, die lange Seite eingeklickt wird. Dieser Vorgang wird dann wiederholt, bis alle Reihen, bis auf die Letzte verlegt sind.

Zum Anklopfen der Dielen eignen sich ein Schlagholz und ein Hammer, um den Druck möglichst gut zu verteilen und die Diele nicht zu beschädigen.

Verlegen der letzten Reihe

Es wird nur sehr selten vorkommen, dass die Breite des Raums genau zu der Breite des verlegten Parketts passt. Daher muss die letzte Reihe in der Regel auch entlang der Längsseite zugeschnitten werden. Dafür kann der Abstand vermessen werden, sobald die vorletzte Reihe verlegt wurde. Auch hierbei ist wieder auf den Dehnungsabstand von ca. 15 Millimetern zu achten. Das Verlegen geht dann nach demselben Prinzip wie zuvor, allerdings ist das Klopfen nicht mehr möglich. Es ist daher hilfreich auf ein Zugeisen zurückzugreifen, um die Fliesen einrasten zu können.

Verlegen an Türrahmen

Es gibt Stellen wie beispielsweise Türrahmen, die das Verlegen von Parkett schwierig machen. Dabei ist es in diesen Fällen einfacher, eine kleine Kante an der Unterseite des Rahmens abzusägen, anstatt das Parkett extra anzupassen. Die Diele kann dann einfach passend darunter geschoben und mit leichten Schlägen eingerastet werden. In anderen Fällen wie Heizungsrohren ist das Vorgehen ein bisschen schwieriger, weil dort das Parkett zugeschnitten werden muss. Zunächst sollten Löcher in der Größe des Rohrs an den richtigen Stellen eingebohrt werden. Danach muss noch zum Rand des Parketts eine Öffnung hergestellt werden, um das Parkett in die richtige Position zu bringen und abschließend wieder zu vervollständigen. Hierbei kann es hilfreich sein, später mit Leim zu arbeiten, um das Parkett wieder zu verbinden.

Am Ende des Verlegens müssen noch Sockelleisten angebracht werden. Diese sollten an der Wand nicht so hoch sein, wie die PE-Folie. Diese kann nach dem Verlegen der Leisten dann abgeschnitten werden.

Fazit

Parkett verlegen ist nicht weiter schwierig und kann von Heimwerkern durchgeführt werden. Es werden allerdings einige Werkzeuge benötigt, um das Parkett in die richtige Größe zu bringen und dann richtig einzurasten. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Eigenschaften des Parketts, wie die spätere Dehnung nach dem Verlegen beachtet werden.

Zusammenfassung

Vor dem Verlegen des eigentlichen Parketts muss zunächst für eine gute Dämmung gesorgt werden. Beim Verlegen selber kann dann auf die Klick-Technik des Parketts zurückgegriffen werden, wodurch das Verlegen sehr einfach ist. Dabei ist beim Verlegen auf einige kleinere Feinheiten zu achten, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.

Artikelbild: © Stanisic Vladimir / Shutterstock

2 Kommentare

  1. Mia 13.06.2018 04:41 Uhr

    Danke für die guten Tipps zur Parkettverlegung. Dass hier gezeigte dicke Stäbchenparket hat prima Eigenschaften. Nachdem es bei der Freundin verlegt wurde, hat das Wohnzimmer eine angenehm warme Atmosphäre.

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    1. Karl 03.12.2018 06:24 Uhr

      Auch danke für die guten Informationen zum Parkett verlegen. Stäbchenpakett sieht etwas Altbacken aus. Bekannte haben sich Fertigparkett entschieden, dass gefällt ihnen optisch viel besser.

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