Parkett versiegeln – Schaffung von dauerhaftem Schutz

Parkett versiegeln – Schaffung von dauerhaftem Schutz

Parkett ist, genauso wie viele andere Holzböden auch, sehr empfindlich gegenüber Flüssigkeiten. Um den hochwertigen Fußboden nicht bei jedem kleinen Tropfen Wasser zu gefährden gibt es daher die Möglichkeit diesen zu Versiegeln. Dafür wird in den meisten kein Handwerker benötigt und auch spezielle Werkzeuge müsse nicht noch für viel Geld eingekauft werden. Werkzeuge die nicht vorhanden sind können dabei auch oft einfach nur geliehen werden.

Welche Schritte für eine gelungene Versiegelung durchgeführt werden müssen, wird nun erklärt.

Vorbereitung des Bodens

Wie bei den meisten Arbeiten im und am Haus, ist eine gute Vorbereitung eine der entscheidenden Schritte, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das Versiegeln ist ein Schritt, der direkt nach dem Schleifen des Parketts durchgeführt wird. Das Schleifen wird meistens bei neu verlegten Böden durchgeführt. Das Schleifen wird meist in drei oder vier Schleifvorgängen durchgeführt, bis das Parkett bis auf das rohe Holz herunter geschliffen wurde. Im Anschluss ist es enorm wichtig, dass der frisch geschliffene Boden ausreichend gereinigt wird. Wenn das nicht eingehalten wird, könnte das Ergebnis später nicht optimal sein und zu einer undichten Versiegelung führen.

Vorhandene Fugen sollten darüber hinaus auch unbedingt gefüllt werden.

Grundieren

Der nächste Schritt könnte auch durchaus zur Vorbereitung gezählt werden, ist aber in jedem Fall sehr wichtig. Beim Grundieren ist es auf jeden Fall wichtig in einer sinnvollen Reihenfolge vorzugehen, damit bereits grundierte Flächen, nicht erneut betreten werden müssen. Daher sollte auf jeden Fall gegenüber der Tür und in einer Ecke begonnen werden. Dabei ist es sinnvoll zunächst einmal den Rand mit einem Pinsel zu grundieren. Es macht viel Sinn in Abschnitten von etwa zwei Metern vorzugehen. Nachdem der Rand aufgetragen wurde, kann dann etwas weniger Vorsichtig mit einer Rolle der Bereich innerhalb aufgefüllt werden. Es ist darauf zu achten, die Rolle senkrecht zur Verlegrichtung der einzelnen Dielen, abzurollen.

Dieser Vorgang wird dann in weiteren Abschnitten so oft wiederholt, bis die gesamte Fläche grundiert ist. Im Bereich der Tür ist erneut Vorsicht geboten, da diese als aller letztes grundiert werden sollte.

Anschleifen der aufgetragenen Grundierung

Im nächsten Schritt kann das zuvor verwendete Schleifgerät erneut geschliffen werden. Nach maximal vier Stunden Zeit zum Trocknen der Grundierung, sollte damit in der gleichen Ecke begonnen werden, wie zuvor. Es wird zu einer Körnung des Schleifpapiers zwischen 120 und 150 geraten. Es ist enorm wichtig, das Parkett wirklich nur sehr kurz anzuschleifen, da der Eingriff sonst zu sehr die Grundierung und das darunter liegende Parkett beschädigt.

Auftragen der Versiegelung

Erst in diesem Schritt kommt es zu der eigentlichen Versiegelung. Es ist darauf zu achten, dass der verwendete Lack für die entsprechende Holzart und für die Grundierung geeignet ist. Bei einigen Lacken muss dieser nach dem Öffnen des Eimers noch kurz umgerührt und in Kontakt mit der Luft gebracht werden. Für beides sollten auf jeden Fall die Anweisungen auf der Verpackung beachtet werden. Das Vorgehen beim Auftragen ist im Prinzip genauso, wie bei der Grundierung. Auch hierbei sollte in einer Ecke angefangen werden. Ebenso sinnvoll ist es, Abschnittweise vorzugehen. Allerdings sollte auch nicht zu langsam vorgegangen werden, damit der Lack nicht bereits antrocknet, bevor er überall aufgetragen ist. Es ist insgesamt auf ein sehr gleichmäßiges Auftragen zu achten, was aber meist durch die Schaumstoffrollen gewährleistet wird. Im Anschluss muss der Lack dann noch trocknen.

Es macht eigentlich immer Sinn noch mindestens eine weitere Schicht Lack aufzutragen. Vor jeder Schicht sollte der Boden allerdings kurz angeschliffen werden. Wie viele Schichten am Ende sind, hängt von der späteren Belastung ab.

Unterschiede von Lack, Öl und Wachs

Lack gilt prinzipiell als sehr solide und dauerhaft. Er bietet guten Schutz gegenüber verschiedensten Schmutz. Das Aussehen ist dabei eher Schlicht und unauffällig. Der einzige wirkliche Nachteil liegt darin, dass bei kleinen Beschädigungen des Lacks, direkt der ganze Lack erneut ausgebessert werden muss, was auch mit einem erneuten Abschleifen zusammenhängt. Wachse gelten als natürliche Versiegelungen, die sich insgesamt sehr neutral und atmungsaktiv verhalten. Diese sollten allerdings jährlich ausgebessert werden, wodurch ein hoher Pflegebedarf entsteht. Eine weitere Möglichkeit Parkett zu versiegeln bieten Öle. Diese sorgen für eine sehr matte Optik. Auch Öle sind Wasserabweisend und dennoch Porenöffnend, wodurch das Raumklima oftmals verbessert wird. Allerdings müssen Öle noch öfter als Wachse gepflegt werden, bis zu drei Mal im Jahr. Prinzipiell lässt sich die Versieglung gut mit diesen drei Materialarten durchführen.

Das optische Ergebnis ist immer das Zusammenspiel aus Holzart und Versiegelungsmaterial und sollte daher immer beachtet werden.

Fazit

Das Versiegeln von Parkett ist besonders Arbeitsintensiv und die gesamte Dauer hängt natürlich von der Größe des Raums ab. Allerdings sind die verschiedenen Schritte, bis au f das mehrfache Abschleifen, relativ problemlos auch vom Heimwerker durchzuführen. Es ist insgesamt wichtig darauf zu achten, die richtigen Materialien zu verwenden und sorgfältig vorzugehen, um ein gutes Gesamtergebnis zu erhalten.

Zusammenfassung

Um den Parkettboden zu Versiegeln, muss dieser zunächst einmal abgeschliffen werden. Im Anschluss kann er dann nach dem Auftragen einer Grundierung mit Lack versiegelt werden. Neben Lack eignen sich aber auch Öle und Wachse zur Behandlung der Oberfläche.

Artikelbild: © Black_Kira / Shutterstock

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