Pferdemist-Dünger – der ideale Biodünger

Pferdemist-Dünger – der ideale Biodünger

Schon seit Jahrzehnten wissen die Bauern um die hervorragende Wirkung von Kuhdung. Je größer der Misthaufen eines Bauern war, desto angesehener war der Bauer in seiner Nachbarschaft. Heute jedoch setzen viele Landwirte vor allem auf die Gülle. Doch nicht nur Kuhdung ist ein hervorragender Dünger, auch Pferdeäpfel sind bestens als Pferdemist-Dünger geeignet, um seine Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Biologischer Nährstofflieferant für Ihre Pflanzen: Pferdemist-Dünger

Immer mehr Menschen bauen inzwischen ihr eigenes Obst und Gemüse an – sei es nun im Garten, auf dem Balkon oder etwa auf der Fensterbank. Damit die Pflanzen aber auch schön und gut wachsen können und dabei gesund bleiben, einen großen Ertrag liefern und nicht eingehen, bedarf es jedoch der entsprechenden Pflege. Dazu gehört unter anderem eine optimale Versorgung mit wichtigen Nährstoffen. Genau hier kommt Ihnen das natürliche Ökosystem zu Gute.

Jedes Tier hat bekanntlich Ausscheidungen, wie wir Menschen auch. Bei reinen Pflanzenfressern, wie zum Beispiel Rind, Regenwurm oder Pferd, sind diese Ausscheidungen bester Dünger. Das System dahinter ist recht einfach, denn der lebende Organismus, also etwa das Pferd, nimmt Nahrung auf und zersetzt dieses in zu organischem Abfall. Die Ausscheidungen werden schließlich erneut von weiteren lebenden Organismen verarbeitet und zersetzt, sodass schlussendlich aus dem Mist reinste Humuserde wird, die fruchtbarer kaum sein kann. Nun hat es natürlich nicht sonderlich lange gedauert, bis der Mensch gelernt hat, dass er den Pferdemist für sich nutzen kann.

Pferdemist ist hervorragend als Dünger geeignet. Dieser ist problemlos im Gartencenter erhältlich, kann aber auch direkt von einer Pferdekoppel geholt werden.

Pferdemist-Dünger nutzen für einen reichen Ertrag

Wenn Sie einen eigenen Garten bewirtschaften, in dem Sie Ihr eigenes Gemüse anbauen, dann sollten Sie sich in Ihrer Nachbarschaft umhören, ob nicht ein Pferdehof oder eine Koppel in der Nähe ist. Denn der Mist von Pferden ist ein hervorragender Lieferant organischer Nährstoffe, welche für Ihre Pflanzen sehr von Vorteil sind – um nicht zu sagen lebensnotwendig. Dies sind zum Beispiel:

  • Magnesium
  • Phosphat
  • Kalium
  • Stickstoff

Sollten Sie frischen Pferdemist von der Koppel geholt haben, dann sollten Sie sehr vorsichtig damit sein, da vor allem junge Pflanzen den hohen Ammoniakgehalt nicht sonderlich gut vertragen. Lassen Sie die Pferdeäpfel daher erst einige Zeit verrotten, um so einen schondenden Pferdemist-Dünger zu erhalten.

Alle diese Nährstoffe sind besonders wichtig, wenn Sie eine reiche Ernte einfahren möchten. Nicht nur für Gemüse, sondern auch für Blumen wie etwa Rosen ist Pferdemist sehr gut. Doch bevor Sie Ihr Gemüse oder sogar Ihre Blumen mit Pferdemist düngen, sollten Sie die Pferdeäpfel zunächst kompostieren. Insbesondere bei jungen Pflanzen kann es sonst schnell passieren, dass die Wurzeln regelrecht verbrennen. Deshalb sollte frischer Mist immer erst eine Weile auf den Kompost kommen, bevor Sie den Boden damit düngen. Idealerweise mischen Sie den Mist im Herbst unter die Erde, nachdem Sie die letzte Ernte eingeholt haben. Auf diese Weise kann der Pferdemist in aller Ruhe verrotten und seine Nährstoffe in den Boden abgeben, ohne dass dabei Ihre Tomaten, Zucchini oder Gurken zu Schaden kommen. Im Frühjahr haben Sie dann schließlich hervorragend gedüngte Erde.

Darum sollten Sie Pferdemist immer kompostieren

Pferdemist hat für viele „Schädlinge“ etwas Magisches, weshalb er das Ungeziefer schnell anzieht. Für die Umwandlung von Mist zu hochwertigem, reifem Humus sind die kleinen Tierchen sehr willkommen. Im Gemüsebeet, wo gerade frische Früchte wachsen, sind diese hingegen in der Regel nicht erwünscht. Pferdemist sollte nicht zuletzt auch deshalb normalerweise immer erst auf den Kompost, bevor er ausgebracht wird. Nun gibt es aber auch Ausnahmen, in denen Sie den Mist auch direkt in das Beet ausbringen können.

Wärmespender im Frühbeet

Ein wesentlicher Vorteil von frischem Pferdemist ist, dass sich dieser während seiner Zersetzung enorm aufheizt. Dies ist ein Umstand, den Sie sich bereits Ende Februar, wenn die erste Aussaat in den Garten kann, zu Nutze machen können. Dafür sollten Sie allerdings bereits im Herbst die erste Vorarbeit leisten und schon nach der letzten Ernte beziehungsweise vor dem ersten Bodenfrost das Mistbeet etwa 60 Zentimeter tief ausheben. Sollten Sie dies erst im Januar machen wollen, dann werden Sie aufgrund des Bodenfrostes sicherlich schnell an Ihre Grenzen kommen.

Im Februar des Folgejahres können Sie dann eine Schicht frischen Pferdemist-Dünger in dem zuvor ausgehobenen Loch ausbringen, worauf anschließend etwa 20 Zentimeter reifer Humus aus dem Komposter oder hochwertige Gartenerde kommt. Der Mist kann nun in aller Ruhe in der Tiefe verrotten und dabei seine Wärme an den Boden abgeben. Vom Ausbringen des Pferdemistes bis zur ersten Hitzeentwicklung können aber gut und gerne zwei bis drei Wochen vergehen, daher sollten Sie dies bei der Aussaat entsprechend mit einplanen.

Eine unterirdische Verrottung von Pferdemist ist nicht ganz unproblematisch, da es schnell zu einer Fäulnis kommen kann. Bei einer erhöhten Fäulnisgefahr in Ihrem Garten sollten Sie von dieser Art der Nährstoff- und Wärmeversorgung im Frühbeet besser Abstand nehmen.

Pferdemist richtig kompostieren

Die Kompostierung von Pferdemist erfolgt am besten in einem sogenannten Stapelkomposter, den Sie bereits im Herbst anlegen und anschließend bis zum Frühjahr liegen lassen können. Um Pferdemist richtig zu kompostieren sollte dieser im Volumen reduziert werden. Dies gelingt am besten mit Wasser und Luft.

Bei der Kompostierung von Pferdemist werden insgesamt vier Phasen durchlaufen:

  1. Heißphase
  2. Abbauphase
  3. Umbauphase
  4. Aufbauphase

Während der Heißphase, die bereits auf der Dunglege beginnt, sollte auch genau dort zum Abschluss kommen. Hier werden für gewöhnlich Temperaturen von rund 70 bis 80 Grad Celsius erreicht. Während dieser Phase sollte die Temperatur stets überwacht werden, indem immer wieder Wasser hinzugegeben wird, damit der Kompost nicht austrocknet. Außerdem sollten sogenannte Zuschlagstoffe wie Bentonit oder Algomin zugeführt werden. Insgesamt sollte diese Phase so lange wie möglich andauern. Je nach Menge können dies bis zu sechs Monate sein. Es ist jedoch darauf zu achten, dass nicht zu viel Wasser zugeführt wird, da dies den Misthaufen zu stark abkühlen und damit den Verrottungsprozess beenden würde.

Sind erst einmal alle Phasen abgeschlossen und der Pferdemist optimal verrottet, kann der reife Kompost insbesondere für Starkzehrer verwendet werden, wie etwa für Tomaten, Gurken, Kürbis oder Zucchini. Hierfür geben Sie etwa fünf bis sechs Liter Kompost auf einen Quadratmeter Erde und arbeiten diesen anschließend leicht mit einer Harke in die obere Erdschicht ein, ohne ihn vollständig unterzugraben. Generell ist Pferdemist auch für Kartoffeln sehr gut geeignet. Allerdings werden von frischem Stallmist nicht nur Fliegen, wie etwa die Möhrenfliege, angezogen, sondern auch der Kartoffelkäfer.

Zusammenfassung

Pferdemist ist ein hervorragender Bio-Dünger, der Obst, Gemüse und Blumen optimal mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Nach seiner Kompostierung können Sie ihn problemlos für insbesondere die Versorgung von Starkzehrern verwenden. Bei der Anwendung gibt es jedoch ein paar Dinge zu beachten.

Artikelbild: © Pro2 / Bigstock.com

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