Pfingstrosen – Pflanzen und Pflegen

Pfingstrosen – Pflanzen und Pflegen

Die Pfingstrosen zählen zur Familie der Paeoniaceae und stellen deren einzige Pflanzengattung dar. Die als Stauden, Sträucher oder Halbsträucher vorkommenden Gewächse gehören zur Klasse der Bedecktsamer und werden auch Päonien genannt. Die Gattung der Pfingstrosen umfasst 33 Arten. Kulturformen dieser Pflanzen entstehen fast immer durch verschiedene Züchtungen der bekannten Bauernpfingstrose.

Beschreibung von Pfingstrosen

Alle Arten der verschiedenen Pfingstrosen sind sommergrün und keimen hypogäisch, also bleiben die Keimblätter während des Vorganges unter der Erde. Die ausgebildeten Primärblätter stellen die ersten photosynthetisch aktiven Teile der Pflanze dar. Die Laubblätter von Pfingstrosen sind in der Regel wechselständig und gestielt. Päonien bilden keine Nebenblätter.

Die Pflanzengattung der Pfingstrosen bildet bis zu sechs Hochblätter (Brakteen), über welchen die eigentlichen Blüten stehen. Die Blüten der Pfingstrose blühen in strahlendem Weiß, hellem Rosa und Rottönen. Strauch- und Baumpäonien besitzen meistens gefüllte Blüten, welche eine Größe von über 20 Zentimetern erreichen können. Pfingstrosen sind bekannt für ihren intensiven Duft.

Strauchpfingstrosen können bei adäquater Pflege das Durchschnittsalter eines Menschen erreichen.

Der passende Standort und die geeignete Bodenbeschaffenheit für Pfingstrosen
Päonien bevorzugen einen Standort mit voller Sonne. Aufgrund ihrer Speicherwurzeln vertragen sie längere Trockenheit gut. Strauchpfingstrosen können auch an halbschattigen Plätzen stehen. Päonien stellen keine besonderen Ansprüche an die Beschaffenheit des Bodens, er sollte jedoch eine gut durchlässige Struktur aufweisen. Staunässe sollte möglichst immer vermieden werden.

Ein Großteil der im Handel angebotenen Pfingstrosen ist absolut winterhart. Die Gewächse benötigen lediglich im ersten Winter nach der Pflanzung einen Kälteschutz aus Fichtenreisig.

Päonien vertragen einen Standortwechsel nach mehreren Jahren sowie eine Teilung nicht besonders gut. Staudenpfingstrosen gedeihen hervorragend, wenn sie ihren angestammten Platz nicht verlassen müssen. Ist eine Umpflanzung aus diversen Gründen jedoch nicht zu vermeiden, müssen die Pflanzen geteilt werden. Die Blüte könnte andernfalls im folgenden Jahr sehr spärlich ausfallen.

Die richtige Pflege von Pfingstrosen

Während längerer Trockenperioden sollten Päonien besonders vor und nach der Blütezeit ausreichend gewässert werden. Strauchpfingstrosen benötigen meistens keinen Rückschnitt. Im späten Herbst sollte allerdings ein Reinigungsschnitt erfolgen. Hierzu werden die Triebe bis zur ersten Knospe zurückgeschnitten. Außerdem kann das Laub von den Sträuchern entfernt werden.

Staudenpfingstrosen werden in der Zeit von Oktober bis November bis dicht über den Boden zurückgeschnitten. In der Zeit nach der Blüte sollten Päonien gedüngt werden. Es empfiehlt sich eine Düngung mit Komposterde. Wird ein künstliches Düngemittel verwendet, bietet sich ein stickstoffarmer Volldünger mit hohem Anteil an Kalium an.
Um Pilzkrankheiten von Päonien vorzubeugen, sollten verwelkte Blüten regelmäßig und sorgfältig entfernt werden. Um einen Befall von Pfingstrosengrauschimmel (Päonienbotrytis) zu vermeiden, müssen die Gewächse an luftigen und sonnigen Plätzen stehen.

Bei einem akuten Befall werden die welken Zweige bis in das noch gesunde Holz
zurückgeschnitten. Bei Staudenpfingstrosen empfiehlt es sich, die welken Triebe direkt an der Basis der Wurzel zu entfernen.

Die verschiedenen Sorten von Pfingstrosen

Im Handel sind verschiedene Kreuzungen aus wilden Arten der Staudenpfingstrose erhältlich. Hierbei handelt es sich in der Regel um Hybriden oder Lactiflora-Hybriden mit einfachen oder gefüllten Blüten. Cultivare aus der Art „Paeonia officinalis“ blühen häufig früher als andere Sorten.
Strauchpfingstrosen sind unter anderem als Suffruticosa-Hybriden und Rockii-Hybriden erhältlich. Letztere zeichnen sich durch eine besondere Robustheit aus. Lutea-Hybriden fallen aufgrund ihrer für Päonien relativ untypischen Blütenfarben auf. Sie blühen in kräftigem Gelb und Orange. Zudem bilden Lutea-Hybriden ihre Blüten später als andere Sorten. Intersektionelle Hybriden sind Kreuzungen zwischen Staudenpäonien und Strauchpfingstrosen. Die neuen Sorten besitzen Eigenschaften von beiden Arten.

Artikelbild / Pfingstrosen-Informationen: © natalia bulatova / Shutterstock

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