Pflanzen überwintern, aber richtig!

Pflanzen überwintern, aber richtig!

Mehr Pflanzen, als so manch einem bekannt ist, lassen sich überwintern und bereichern auch im folgenden Jahr wieder den Garten. Insbesondere dann, wenn ausreichend Platz in Haus, Keller oder Gewächshaus vorhanden ist, sollte dieser genutzt werden, um zu überwinternden Pflanzen eine Chance zu geben. Um welche Pflanzenarten handelt es sich vorzugsweise, die mehrjährig sind und eines Winterquartiers bedürfen? Zu den bekanntesten Balkonpflanzen hierzulande zählen Fuchsien und Geranien. In zunehmendem Maße handelt es sich aber auch um exotische Pflanzen, wie etwa Oleander, Bougainvillea und Zitrusfrüchte. Gerade diese „Südländer“ werden gern als Kübelpflanzen gehalten. In jedem Fall sollten Kübelpflanzen so lange, wie es die Witterung zulässt, im Garten beziehungsweise auf dem Balkon belassen werden.

Die Düngung dieser Pflanzen ist tunlichst Anfang September einzustellen, um die vorhandenen Triebe allmählich ausreifen zu lassen und eine Vorbereitung auf die Ruhephase zu bieten. Sollte es im Herbst beizeiten zu Kälteeinbrüchen kommen, gilt es, die Exoten beispielsweise mit einem Vlies oder einer Noppenfolie zu schützen. Grundsätzlich sollte ein Winterquartier gewählt werden, das nicht zu dunkel ist. Bezüglich der Temperatur ist darauf zu achten, dass diese bei ungefähr 6 – 8 Grad Celsius liegt. Zwar darf der Ballen nicht völlig austrocknen, aber zu viel Wasser schadet der Pflanze: Gegossen werden darf stets nur in kleinen Mengen – und zwar vorsichtig.

Die Rückkehr in den Garten

Etwa ab Anfang März sollten die in einem Raum überwinterten Pflanzen allmählich an mehr Licht und wärmere Temperaturen gewöhnt werden, Dies geschieht am besten, indem sie an ein Fenster gestellt werden, ohne jedoch direkter Heizungsluft ausgesetzt zu sein. In normalem Umfang gießen und düngen kann man, sobald die Pflanze erste neue Blätter ansetzt. Bevor sie wieder in den Garten gebracht werden, sollten die Pflanzen, die bereits zwei bis drei Jahre in derselben Topferde sind, umgetopft werden. Nach Entnahme der Pflanze gilt es, die obere Ballenschicht (etwa fünf Zentimeter stark) zu entfernen. Zudem können Pflanzen, die dies vertragen, zurückgeschnitten werden. Mit gegebenenfalls frischer Blumenerde versorgt, können die Kübelpflanzen an einem vorzugsweise bedecktem Tag nach draußen gebracht werden. Da gerade Oleander, Zitrusfrüchte und Olivenbäume anfangs noch empfindlich auf Sonnenlicht reagieren, sollte für diese südländischen Pflanzen anfangs ein halbschattiger Standort gewählt werden. Für die endgültige Verbringung im Garten von sehr frostempfindlichen exotischen Pflanzen sind die Eisheiligen (Mitte Mai) abzuwarten. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte ein Platz auf der geschützten Terrasse der sicherere sein.

Die Überwinterung im Garten

All diejenigen Gärtner, die nicht ausreichend überdachten Platz zur Verfügung haben, müssen die Pflanzen durch geeignete Schutzmaßnahmen im Garten überwintern. Handelt es sich um Kübelpflanzen, die zum Beispiel auf der Terrasse stehen, müssen diese möglichst dick mit Vlies oder Jute ummantelt werden. Ferner sind sämtliche Kübel etwas erhöht aufzustellen, damit zwischen dem Boden und dem Abzugsloch die Luft zirkuliert. Wie sind in den Beeten verbleibende Pflanzen zu behandeln, die ebenfalls frostempfindlich sind? Zu diesen Pflanzen zählen vor allem Rosen. Während für niedrige Rosensorten ein großzügiges Anhäufeln von Erde oder Kompost zu empfehlen ist (etwa 20 Zentimeter hoch), empfiehlt sich für Hochstammrosen wiederum die Umkleidung mit Vlies. Da Stauden auch in den Wintermonaten ausreichend Wasser benötigen, ist es sinnvoll, sie vor Einsetzen von Bodenfrösten nochmals gut zu gießen und anschließend vor Kälte und Sonnenlicht zu schützen.

Artikelbild: © PerseoMedusa / Shutterstock

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