Poroton Lochziegel: Moderner Baustoff für das Eigenheim

Poroton Lochziegel: Moderner Baustoff für das Eigenheim

Ziegel werden seit Jahrhunderten als Baustoff für Häuser genutzt. Der älteste Ziegelstein wird auf das Jahr 7.500 v.Chr. datiert. Bereits damals wurde dieser Baustein genau wie heute aus den vier Elementen Luft, Erde, Wasser und Feuer geformt. Seit Beginn der Industrialisierung wurde lediglich der Herstellungsprozess aus vielerlei Hinsicht perfektioniert, sodass heute der Aufwand, die Kosten sowie die Umweltbelastung minimal sind. Neben dem Produktionsverfahren hat sich auch die äußerliche Erscheinung geändert: Dank dem Einsatz von Porosierungsmitteln verwandelte sich der simple Backstein zu einem Hochlochziegel. Heute unterscheidet man zwischen dem Hochlochziegel mit senkrecht zur Auflagefläche verlaufender Lochung, der tragend eingesetzt wird, sowie dem Langlochziegel mit waagerecht zur Auflagefläche verlaufender Lochung, der dementsprechend eine schlechtere Tragfähigkeit besitzt.

Herstellung

Porenziegel, im Handel als Poroton bekannt, besteht wie andere Klinker und Ziegel aus Lehm, Ton und Sand. Dieser Rohmasse werden organische Stoffe wie Sägespäne und Styroporschaum beigemischt. Diese Porosierungsstoffen sorgen beim Brennvorgang bei rund 1.000 Grad Celsius, dass kleine Poren entstehen. Die großen, sichtbaren Löcher haben die Aufgabe, das Gewicht des Porotons zu reduzieren und gleichzeitig für eine gute Wärmedämmung zu sorgen.

Eigenschaften

Basierend auf den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft entsteht seit Jahrtausend das Baumaterial Poroton, welches unvergleichbare Eigenschaften besitzt:

Wärmeschutz

In Europa ist Ziegel der bewährteste Braustoff. Poroton ist eine Weiterentwicklung, die moderne Wärmeschutzanforderungen nicht nur erfüllt, sondern sie auch übertrifft. Bei der Verwendung dieses Baustoffs ist die Dämmung der Außenwände nicht mehr notwendig. Durch den niedrigen Energieverbrauch sind langfristig Kosteneinsparungen möglich und Verbraucher schützen so die Umwelt.

Hitzeschutz

Laut der EnEV müssen Häuslebauer nachweisen, dass ihre Räume im Sommer nicht überhitzen. Poroton besitzt die Eigenschaft, Wärme lange zu speichern und langsam abzugeben. Im Winter bleiben Häuser dementsprechend lange warm, während sie im Sommer kühl sind. Durch die schweren Bauteile können Hauswände aus Poroton die Wärmeenergie im Sommer aufnehmen und den Raum kühlen.

Schallschutz

Durch die Entwicklung hochwärmedämmender, moderner Ziegel ist der heutige Schallschutz auf einem neuen Niveau. In Verbindung mit ausführungssicheren Anschlussdetails lässt sich ein erhöhter Schallschutz erreichen. Belästigungen durch laute Nachbarn oder sonstiger Lärm werden so vermieden.

Brandschutz

Ziegel werden gebrannt, sind aber nicht brennbar. Poroton übertrifft die geforderten brandschutztechnischen Anforderungen in vielerlei Hinsicht. Selbst dünne Wände halten einem Feuer mindestens einanderthalb Stunden stand. Massive Ziegelhäuser erhöhen diese Zeit um ein Vielfaches. Genug Zeit also, damit sich alle Bewohner des Hauses unverletzt ins Freie retten können.

Strahlenschutz

Die Belastung der Umwelt mit Elektrosmog, also elektromagnetischer Strahlung, nimmt seit Jahren zu. In vielen europäischen Ländern gibt es mittlerweile mehr Mobiltelefone als Einwohner. Hinzu kommen zahlreiche WLAN-Router und Mikrowellen, die ebenfalls Elektrosmog abgeben. Ein Haus aus Poroton-Ziegeln reduziert die Gefahr vor elektromagnetischer Strahlung. Eine Untersuchung des Fachbereichs Elektrotechnik der Universität der Bundeswehr (München) zeigt, dass die Ziegel diese Strahlung zu mehr als 90 Prozent absorbieren.

Feuchteschutz

Poroton-Ziegel bieten hervorragende Voraussetzungen, um Schimmelschäden effektiv vorzubeugen. Die diffusionsoffenen Qualitätsziegel haben grundsätzlich eine niedrigere Wandfeuchte. Sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben diese beim nächsten Regen wieder ab. Somit bleiben die Wandoberflächen jederzeit trocken und liefern ein optimales Raumklima.

Umweltverträglichkeit

Poroton-Ziegel sind Naturprodukte, die aus den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft bestehen. Sie helfen nicht nur, Energie zu sparen, sie reduzieren auch die Umweltbelastung unter anderem durch die Nutzung heimischer Rohstoffe. Zudem lassen sich Ziegel, die ein mineralischer Baustoff sind, jederzeit wiederverwenden.

Statik

Poroton ist in unterschiedlichen Druckfestigkeitsklassen erhältlich, um sowohl Bauherren als auch Architekten Sicherheit zu gewährleisten. Ausdehnungen und Schrumpfungen bei Kälte, Feuchte oder Hitze und somit die Gefahr vor Rissbildungen sind bei Ziegeln kein Thema. Ziegelkonstruktionen besitzen statische Vorteile, die sich bei wichtigen Eigenschaften wie Feuchteschutz, Schallschutz und Winddichtigkeit bezahlt machen.

Sicherheit

Häuser aus Ziegelstein besitzen Standzeiten von mehr als 100 Jahren. Durch die langfristige Lebenszeit erhalten Bauherren auch in vielen Jahren noch einen guten Wiederverkaufswert. Alternativ nutzen die Kinder und Enkelkinder das Haus, ohne dass große Renovierungen, lediglich kleine Instandhaltungsmaßnahmen, nötig werden.

Artikelbild: © LianeM / Shutterstock

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