Praktischer Stauraum – einen Geräteschuppen im Garten aufbauen

Praktischer Stauraum – einen Geräteschuppen im Garten aufbauen

Für Eigenheimbesitzer und Hobby-Gärtner gibt es nichts Wichtigeres als Ordnung im Garten. Im Laufe der Jahre kaufen sich Immobilienbesitzer zahlreiche Gartengeräte, die immer mehr Platz in der Garage oder im Keller einnehmen oder im Garten herumliegen. Gartengeräte wie die Harke, Heckenschere oder Schaufel sollten dagegen nicht wahrlos im Garten herumliegen, da sie eine echte Gefahr darstellen können. Aber auch im Keller wird der Raum schnell knapp und die Geräte können kaum noch praktisch untergebracht werden. Es wird Zeit, einen Geräteschuppen anzuschaffen oder selbst zu bauen.

Geräteschuppen kaufen oder selbst bauen?

Ein Geräteschuppen lässt sich relativ einfach selbst bauen. Wer handwerklich sehr begabt ist und alles komplett aus Holz selbst machen möchte, findet hier eine Bauanleitung. Für alle anderen besteht die Möglichkeit, Bausätze im Internet zu erwerben, mit denen man den Geräteschuppen im Eigenbau aufbaut.

Folgende Vorteile hat der Eigenbau:

  • das Material kann frei gewählt werden
  • Projekt kann dem eigenen Budget individuell angepasst werden
  • der Geräteschuppen erhält die gewünschten Maße

Auf der anderen Seite ist der Eigenbau mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Zudem können kleine Fehler das Endresultat beeinträchtigen. Falsch bemessene Seitenwände sorgen für Mehrkosten und Nerven beim Bau.

Folgende Vorteile hat der Kauf:

  • weniger Zeitaufwand für Aufbau statt Eigenbau
  • hohe Qualität durch Profi-Herstellung

Als Nachteil ist natürlich die fehlende Individualität bei der Größe zu bemerken. Die Bausätze sind zwar in vielen verschiedenen Größen und Formen erhältlich, jedoch ist dies keine Garantie, dass man genau das Passende für sich findet.

Die Qual der Wahl: Welches Material?

Holz, Metall oder Kunststoff? Beim Geräteschuppen müssen sich Heimwerker für eines dieser Materialien entscheiden. Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile.

  • Holz: Als Naturmaterial hat Holz immer den Vorteil, dass es sich wunderbar im Garten integriert. Es wirkt nicht fehl am Platz und integriert sich gut mit anderen Objekten im Garten. Gleichzeitig lässt sich Holz besonders einfach verarbeiten: Sägen, bohren, lackieren – alles kein Problem für Heimwerker. Holz benötigt aber auch eine regelmäßige Pflege. Damit es gegen Wind, Wetter und vor Pilzen und anderen Krankheiten bestehen kann, muss es regelmäßig lackiert oder lasiert werden. Dadurch entsteht ein erhöhter Zeit- und Kostenaufwand.
  • Metall/Stahl: Geräteschuppen aus Metall oder Stahl sind in der Regel günstiger als die Modelle aus Holz und besonders robust. Sie halten jedem Wind und Wetter stand und benötigen keine besonders aufwendige Pflege. Die gelegentliche Pflege mit Wasser ist mehr als ausreichend. Diese Geräteschuppen wirken dagegen etwas kühl und integrieren sich nicht in jedem Garten gut.
  • Kunststoff: Im Vergleich zu den Alternativen aus Holz und Metall beziehungsweise Stahl sind Geräteschuppen aus Kunststoff besonders günstig. Dieses Material ist in vielen Farben erhältlich, ist aber auch weniger stabil als Metall. In puncto Pflege bietet es dagegen genau dieselben Vorteile. Kunststoff hat zudem den Vorteil, dass es in vielen Farben erhältlich ist und so jeden Geschmack treffen kann.

Die Anforderungen eines Geräteschuppens

Im Grunde sind sie Bauten, die überwiegend oder ausschließlich zur Unterbringung von Gartenwerkzeugen, Maschinen und anderen Gerätschaften dienen. Der Raumzuschnitt orientiert sich in der Regel stark an dem Verwendungszweck. Aus diesem Grund werden viele Geräteschuppen individuell angefertigt. Im Handel sind aber auch Fertigmodelle erhältlich, die sich in Eigenmontage zusammenbauen lassen.

Bei der Wahl eines Geräteschuppens ist in erster Linie auf die Türen zu achten. Müssen in dem Häuschen große Geräte wie Anhänger oder Rasentraktoren untergebracht werden, sind zweiflügelige Türen (Doppeltüren) mit ausreichender Breite empfehlenswert. Wird das Gerätehaus dagegen überwiegend für kleine Gartengeräte verwendet, reicht eine Einzeltür.

Bei der Dachform denken viele Menschen automatisch an das Pultdach. Wenn es um die Einhaltung einer maximal erlaubten Bauhöhe unter Anbetracht der vorgegebenen Dachneigung geht, ist das Satteldach eine weitaus bessere Wahl. Die Dachschräge verläuft beim Pultdach in eine Richtung über die gesamte Breite des Gebäudes, während der höchste Punkt des Satteldachs auf „halber Strecke“ erreicht. Die Bauhöhe eines Geräteschuppens mit Satteldach ist somit geringer wie die einer Variante mit gleicher Wandhöhe und Pultdach.

Aufstellung und Genehmigung

Wer eine bequeme Unterkunft für seine Gartengeräte bauen möchte, der sollte wissen, dass er dieses nicht nach Belieben auf sein Grundstück stellen darf. Viele Gartenschuppen (und Gartenhäuser) benötigen eine Baugenehmigung. Grundsätzlich muss jeder das bundesweit geregelte Planungsrecht sowie die individuelle Länderbauordnung berücksichtigen. Ist ein Bebauungsplan vorhanden, muss dieser zunächst sorgfältig studiert werden. Sogenannte Nebenanlagen, zu denen auch der Schuppen gehört, dürfen häufig nur innerhalb der Baugrenzen aufgebaut werden. Als Baugrenze ist die Linie im Bebauungsplan zu bezeichnen, sie darf nicht von Gebäudeteilen überbaut werden.

Eine allgemeine Regelung gibt es in diesem Fall nicht. Die Bauordnung unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. In Nordrhein-Westfalen benötigen Bauten bis zu einem Volumen von 30 Kubikmetern umbauten Raumes keine Baugenehmigung, wenn sie am Bebauungszusammenhang teilnehmen, also nicht im Außenbereich stehen. In Niedersachsen liegt die Grenze bei 40, in Bayern und Brandenburg bei 75 Kubikmetern.

Artikelbild: © Chrislofotos / Shutterstock

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