Raclette: Der neuste Grill-Trend für jede Jahreszeit

Raclette: Der neuste Grill-Trend für jede Jahreszeit

Sommer, Sonne, Grillen: So oder so ähnlich stellen sich die meisten Menschen die wärmste Saison des Jahres vor. Wer jedoch beim Grillen nur an Würstchen und Fleisch denkt, der verpasst einiges. Für eine willkommene Abwechslung unter freiem Himmel sorgt das sogenannte Raclette. Der neuste Trend von den Nachbarn aus der Schweiz ist auch in Deutschland angekommen. Wer also demnächst seine Freunde zu einer Sommer-Party einlädt, sollte sie diesem neuen Trend vorstellen – sie werden es Ihnen garantiert danken.

Beschreibung

Obwohl die Bezeichnung „Raclette“ von dem französischen Verb „racler“ (kratzen, schaben“ abgeleitet ist, handelt es sich nicht um eine französische Erfindung. Raclette ist zusammen mit dem Käsefondue ein Schweizer Nationalgericht, welches traditionell aus geschmolzenem Käse zubereitet wird. Der Ursprung des Raclette reicht bis ins Mittelalter zurück, wo von in Klosterhandschriften von einem Bratkäse berichtet wird.

Die Funktion des Raclette ist simpel: Ein Mini-Ofen wird in der Mitte des Tisches platziert. Kleine Pfännchen werden von den Teilnehmern der Party nach Belieben präpariert und in den Ofen hineingeschoben. Traditionell werden die Pfännchen mit Raclettekäse dekoriert, der das Gericht überbackt. Alle Zutaten, die nicht in die Mini-Pfannen passen, werden auf dem Grill zubereitet: Die Oberseite von dem Raclette-Grill lässt sich separat beheizen und bietet genug Platz zum Grillen von Steaks, Hähnchenschenkeln oder Schweineschnitzeln. Auch Maiskolben, Garnelen und andere Spezialitäten sind auf der Grillfläche besser aufgehoben.

Die moderne Variante des Raclette wird elektrisch beheizt und als „heißer Stein“ bezeichnet. Dieser ist absolut geschmacksneutral und leicht zu reinigen. Das Grillgut kann dementsprechend ohne Öl gebraten werden und brennt somit nicht an. Neben Käse werden heute viele weitere Zutaten auf dem Raclette zubereitet.

Zutaten

Der Trend bei den Zutaten geht zur leichten Kost. Während der Käse weiterhin die Hauptrolle spielt, wird er mit viel Gemüse, aber auch Obst, Fisch und Fleisch und passenden Gewürzen kombiniert.

  • Käse: Der Käse spielt beim Raclette die Hauptrolle und sollte zu etwa 200 – 300 g pro Person portioniert werden.
  • Gemüse: Weiches Gemüse kann roh verwendet werden, sollte aber fein geschnitten sein. Festes Gemüse vorher blanchieren und kalt abschrecken.
  • Obst: Eine klassische Kombination ist feinsäuerliches Obst (Äpfel, Birnen, Feigen, Manga, Aprikosen, Papaya, Zwetschgen), welches sich perfekt zur Kombination mit Käse eignet.
  • Fleisch: Das Fleisch sollte vorgegart oder fein geschnitten sein, da es ansonsten nicht durchgart.
  • Fisch: Fischfilets garen sehr schnell und eignen sich sehr gut für Raclette.
  • Kartoffeln: Die klassische Beilage zum Raclette sind rund 250 g Pellkartoffeln pro Person.

Käsearten

Neben dem traditionellen Raclettekäse gibt es viele weitere Käsearten, die sich zur Zubereitung von Gerichten im Raclette-Grill eignen:

Käse Beschreibung Fettanteil in % Geschmack
Butterkäse halbfester Schnittkäse aus Kuhm. 45 mildes und feinsäuerliches Aroma, eignet sich gut zur Kombination mit pikanten und süßen Zutaten
Camembert Weichkäse aus Kuhmilch 45 Aroma von frischen Pilzen, würzig
Cheddar Hartkäse aus Kuhmilch 45 – 50 schmeckt säuerlich, nussig
Emmentaler Hartkäse aus (Kuh-)Rohmilch 45 aromatisch mild, nussartig
Feta Weich- oder Frischkäse, Schafmilch 45 – 55 aromatisch bis pikant
Fontina halbfester Schnittkäse aus (Kuh-)Rohmilch 45 fein-delikat bis aromatisch-würzig
Gorgonzola Weichkäse aus Kuhmilch 48 aromatisch bis pikant-kräftig
Gouda klassisch aus Kuhm. unterschiedlich mild bis sehr würzig, gut schmelzend
Mozarella Frischkäse aus Kuhmilch 40 – 45 neutral-mild, universal kombinierbar
Parmesan Hartkäse aus (Kuh-)Rohmilch 32 aromatisch-würzig
Raclettekäse Schnittkäse aus Kuhm. 50 mildfruchtig bis aromatisch

Artikelbild: © mrsnstudio / Shutterstock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.