Rigipsplatten kaufen – verschiedenste Formen und Ausführungen

Rigipsplatten kaufen – verschiedenste Formen und Ausführungen

Rigipsplatten sind ein Baustoff, der verwendet wird um Wänden eine neue Schicht bzw. Verkleidung zu geben. Dabei kann es sich um Neubauten aber auch um Sanierungen handeln. Rigips ist dabei allerdings nur ein Markenname, im Grunde handelt es sich dabei um Gipskarton. Die Begriffe werden oftmals aber synonym verwendet. Beim Kauf sind verschiedenste Faktoren zu beachten, um später das gewünschte Ergebnis erzielen zu können.

In den folgenden Absätzen wird daher nun erklärt, worauf beim Kauf geachtet werden sollte.

Eigenschaften von Rigips bzw. Gipskarton

Rigips bzw. Gipskarton besteht, wie der Name bereits andeutet, hauptsächlich aus Gips. Darüber hinaus sind auch Kartonage und manchmal spezielle Fasern vorhanden. Gipskarton gibt es in verschiedenen Ausführungen. Entweder in dünnen Platten, mit verschiedenen Dicken, oder als große Blöcke. Sie lassen sich in die passende Größe und Form zuschneiden, wodurch der Gebrauch sehr flexibel ist. Besonders die dünnen Platten überzeugen durch ein geringes Gewicht. Dieses geringe Gewicht erlaubt es die Platten an instabilen Wänden anzubringen. Andere Baustoffe wie Putz besitzen oftmals ein deutlich höheres Gewicht und sind daher nicht für jede Wand geeignet. Preislich bewegen sich die Platten oftmals bei nur wenigen Euro pro Quadratmeter. Ein großer Vorteil ist dabei auch, dass sich die später benötigte Menge sehr gut abschätzen lässt. Das ist bei flüssigen Baustoffen nicht immer so einfach. Auch das Anbringen selbst ist recht einfach und wie es genau funktioniert wird im nächsten Absatz erläutert.

Anbringen von Gipskartonplatten

Zunächst einmal ist die Vorbereitung der Wand wichtig. Die Wand sollte dazu weitestgehend glatt sein und keine lockeren Rückstände von Putz oder anderen Baustoffen enthalten. Zusätzlich ist das Ausmessen und Zuschneiden der Platten wichtig. Danach kann der Kleber angerührt werden. Das sollte entsprechend der Anweisung auf der Verpackung erfolgen. Der Kleber besteht meist auch aus Gips und kann, wenn er die richtige Konsistenz erreicht hat, dann auf die Wand und die Platten aufgetragen werden. Wenn das Auftragen in großen und vereinzelten Kleksen durchgeführt wird, lassen sich dadurch kleine Unebenheiten auf der Wand ausgleichen. Mit der Hilfe von einer Wasserwaage können die Platten dann sorgfältig ausgerichtet werden. Im Anschluss kann die Wand dann noch verfugt und dann gestrichen oder tapeziert werden.

Gehen Sie beim Auftragen der Platten immer in einzelnen Abschnitten vor, damit der Kleber nicht zu stark antrocknet. Daher sind die Vorbereitungsmaßnahmen auch sehr wichtig.

Nachteile von Rigipsplatten

Rigipsplatten haben nicht nur Vorteile. Daher sind vor eine Kaufempfehlung auch die Nachteile zu erwähnen. Die Platten werden meistens bei sehr leichten Bauten verwendet und sind daher auch nicht immer so stabil wie andere Baustoffe. Das kann aber mit einer bewussten und sorgsamen Verwendung umgangen werden. Ein weiterer Nachteil ist die Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit. Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit oder direkten Wassereinflüssen können daher nicht mit den herkömmlichen Gipsplatten behandelt werden.

Verwendung von Unterkonstruktionen

Die Plattenform erlaubt es, Unterkonstruktionen zu verwenden. Dabei handelt es sich heutzutage meist um Metallkonstruktionen. Früher wurden öfter auch Holzkonstruktionen verwendet, diese sind aber durch äußere Einflüsse etwas empfindlicher und können sich verbiegen oder brechen. Die Unterkonstruktionen haben den Sinn, verschiedene Rohre und Leitungen zu verlegen. Die Platten müssen nicht an jeder Stelle an die Wand angeklebt werden, sondern können einfach auf den Rahmen der Unterkonstruktion angebracht werden. Dadurch wird der Zweck erfüllt und die Rohre verschwinden in einer ganz normal aussehenden Wand. Die Konstruktionen können auch zum Abhängen von Decken genutzt werden.

Die Verwendung dieser Konstruktionen sollten oftmals eher Fachleuten überlassen werden. Die Leitungen die versteckt werden sollen sind teilweise auch mit Wasser gefüllt, wodurch falsches Verlegen zu starken Wasserschäden führen kann.

Spezielle Formen von Gipskarton

Die Wasserempfindlichkeit wird von einigen Formen der Platten genommen. Diese sind speziell für den Gebrauch in Feuchträumen gedacht und fangen nicht so einfach an zu schimmeln, wie die normalen Platten. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere spezialisierte Formen. Eine Form stellt ein gewisser Brandschutz dar. Die Platten haben generell schon eine verzögernde Wirkung auf Erhitzung und können mit speziell entwickelten Formen sogar noch stärkeren Brandschutz erreichen. Darüber hinaus kann auch ein gewisses Maß an Schallschutz erreicht werden, wenn entsprechende Dämmungen eingearbeitet werden.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Prinzipiell lassen sich die Platten im Internet aber auch im Baumarkt kaufen. Vor dem Kaufen ist der Raum auszumessen. Danach sollte berechnet werden, wie die verschiedenen Plattengrößen am sinnvollsten zugeschnitten werden können, um den geringsten Materialverlust zu haben. Es sollte bei der Art des Gipskartons darauf geachtet werden, dass er den späteren Ansprüchen des Raums standhält. Auch der Verwendete Kleber sollte dabei auf Kompatibilität mit den Platten überprüft werden. Beim Kauf sollten auf jeden Fall nicht die Kosten für die zusätzlichen Materialien unterschätzt werden. Da oftmals das spätere Verfugen und Anstrichen oder Tapezieren auch noch weitere Kosten verursachen.

Zusammenfassung

Rigips bzw. Gipskarton bietet eine Vielzahl an Vorteile zu einem sehr geringen Preis und einem relativ geringem Aufwand. Die wenigen Nachteile lassen sich durch spezielle Ausführungen des Materials ausgleichen. Beim Kauf sollte immer auf den spezifischen Verwendungszweck geachtet werden.

Artikelbild: © BestPhotoPlus / Shutterstock

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