Schafgarbe – Wildkraut mit Pfiff

Schafgarbe – Wildkraut mit Pfiff

Die gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) gehört zur Familie der Korbblütler und ist ein in ganz Europa verbreitetes Wildkraut, das auf naturbelassenen Wiesen und an Wegesrändern zu finden ist. Doch die Schafgarbe ist auch in unseren Gärten ein gern gesehener Gast. Vor allen Dingen in naturnahen Bauerngärten ist die keineswegs unscheinbare Staude, die zwischen 40 und 80 cm hoch wird, beliebt. Schafgarbe ist nicht nur hübsch anzusehen, sie wird auch seit jeher in der Naturheilkunde hochgeschätzt.

Bezaubernde Dolden und grazile Blättchen

Die Schafgarbe besticht mit winzigen, eng sitzenden Blütenköpfchen, die sich zu einer tellerförmigen Dolde zusammenfinden. Ihre Artbezeichnung millefolium (tausendblättrig) verdankt sie den unzähligen fein gefiederten, leicht flaumigen Blättchen, die wechselständig an den Stängeln sitzen. Den Namen Schafgarbe trägt sie nicht von ungefähr, denn tierische Rasenmäher haben eine Vorliebe für die aromatisch duftende Pflanze.

Attraktiver Hingucker in Garten und Vase

Die Schafgarbe ist in ihrer natürlich vorkommenden Art cremeweiß. In ihrer gezüchteten Form ist sie allerdings in allen Farbschattierungen erhältlich. Ob rosa, pink oder violett, ob sonnengelb, orange oder rot, die Schafgarbe ist in jeder Farbe ein Hingucker im Garten. Auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden von ihrem Duft magisch angezogen. Besonders in Gesellschaft von Mohn oder Rittersporn kommt der Dauerblüher bestens zur Geltung. Doch auch als einzelne Blüteninseln zwischen Gräsern ist die kleine Staude ein bezaubernder Blickfang und verleiht dem Garten attraktive Farbtupfer. Die Schafgarbe macht auch als Schnittblume eine gute Figur und ist bestens für Trockensträuße oder Kränze im Landhausstil geeignet.

Anspruchsloser Dauerblüher

Wer sich Schafgarbe in den Garten holt, hat lange Freude an ihr. Der robuste Dauerblüher ist winterhart und damit mehrjährig. Wer sich gerne im Garten erholt, darf sich über mehr Zeit freuen, denn Schafgarbe kommt mit wenig Pflege aus. Die Staude ist überaus genügsam, kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge und stellt kaum Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Sie liebt sonnige Standorte und fühlt sich in durchlässigen, nährstoffreichen Böden am wohlsten. Mit Ausnahme der Sumpfschafgarbe ist die Pflanze eher ein Trockengartengewächs und kommt schlecht mit Staunässe zurecht. Sie fühlt sich sogar im Steingarten heimisch, freut sich aber über gelegentliche Kompostgaben. Das Entfernen verblühter Dolden dankt die Pflanze von Juni bis September mit stetig neuer Blütenpracht.
Schafgarbe bildet rasch Ausläufer und ist ein echter Gartenpionier. Die Pflanze eignet sich durch ihre schnelle Bewurzelung bestens zum Bepflanzen von Hängen, die bei Regen gerne abrutschen. Schafgarbe kann ganzjährig gepflanzt werden. Sie wird vor oder nach dem Winter fast in Bodenhöhe zurückgeschnitten und sollte alle 3-4 Jahre geteilt werden.

Wohltuende Heilpflanze

Schafgarbe zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen – sie wirkt entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Das Wildkraut ist bewährtes Hausmittel bei Menstruationsschmerzen und Verdauungsproblemen und fördert die Wundheilung. Sparsam verwendet sind die jungen Blättchen der Schafgarbe eine gesunde Beigabe in frischen Salaten.

Artikelbild: © kukuruxa / Shutterstock

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