Schalungssteine-Preise: So viel kosten die Mauersteine

Schalungssteine-Preise: So viel kosten die Mauersteine

An ihnen kommt der Heimwerker nicht vorbei, wenn er eine Mauer bauen will. Ob für den Sichtschutz im Garten, die Mauer für das neue Schwimmbecken oder beim soliden Bauwerk im Keller – Schalungssteine sind jedem Handwerker bekannt. Das Aussehen der Schalsteine ist fast immer gleich, der Preis ist es jedoch lange noch nicht. Hier können die Kosten beim Einkauf erheblich variieren. Warum und wie? Das verraten die folgenden Zeilen.

Unterschiedliche Faktoren bestimmen die Kosten

Wie bei allen Baustoffen kosten Schalungssteine nicht überall das Gleiche. Ihre Preise sind von verschiedenen Faktoren abhängig. So werden sie beeinflusst von:

  • Hersteller
  • Qualität
  • Größe
  • Material

Von Hersteller zu Hersteller kann es Qualitätsschwankungen geben. Hier gilt nicht immer das Prinzip: Wer teuer kauft, kauft auch gut. Daher sollte bei jedem Preis – ob noch so tief oder hoch – die Qualität der Steine beachtet werden. Soll es der klassische Betonschalstein sein, muss der Käufer zudem auch noch auf die unterschiedlichen Qualitätsklassen achten. Hier gibt es drei Stufen: B15-Qualität für Keller und Fundamente, B25-Qualität für den hoch verdichteten Bau und B35-Qualität für besonders schwere Belastungen.

Auch die Maße der Schalungssteine sind ausschlaggebend für den letztendlichen Preis. Es gibt Standardmaße und Sonderanfertigungen. Als Standardmaß gelten Schalsteine mit einer Tiefe von 17,5 Zentimetern, einer Höhe von 25 Zentimetern und einer Breite von 50 Zentimetern. Zu diesem Standardmaß kommen in der Angebotspalette extra hohe Schalungssteine, besonders breite oder auch besonders dünne Exemplare. In der Länge gibt es auch unterschiedliche Exemplare. Aber auch Sonderformen sind möglich: runde und gebogene Schalsteine, Endstücke und Co.

Der Werkstoff beeinflusst den Preis ebenfalls: Schalungssteine bestanden lange Zeit nur aus Beton. Die schweren Steine sind aus Leicht- oder Normalbeton gefertigt. Doch inzwischen haben sich auch Schalsteine aus anderen Materialien etabliert. Exemplare aus Polystyrol und Styropor sind besonders leicht und eignen sich vor allem für den Bau von Schwimmbecken und Co. Schalsteine aus Holzspänen werden oft in Niedrigenergiehäusern verwendet, da sie hervorragende Dämmwerte erreichen. Diese alternativen Materialien sind meist teurer als der Standardstein aus Beton.

Die Preise für Schalungssteine aus Beton

Diese Variante von Schalungssteinen ist nicht nur die älteste und am längsten verwendete, sondern nach wie vor auch die günstigste. Ein Standardbetonschalstein kann der Handwerker schon ab rund 1,50 Euro pro Stück erstehen.

So mancher Hersteller ist beim Einzelpreis auch weit darunter, doch dabei muss der Käufer die Frachtkosten noch hinzurechnen. Werden die Steine länger, breiter oder höher gewünscht, erhöht sich auch der Stückpreis. So gibt es zahlreiche Angebote auch im Bereich von zwei bis drei Euro pro Stück. Grundsätzlich kann der Handwerker von einem Quadratmeterpreis zwischen zwölf und 24 Euro ausgehen.

Je nach Verwendung und Bau muss bei Schalungssteinen aus Beton eine nachträgliche Wärmeisolierung in die Kosten einkalkuliert werden, da dieses Material keine guten Wärmeeigenschaften gegenüber den Alternativen hat.

Die Preise für Schalungssteine aus Styropor

Dieses Material ist das teuerste unter den verschiedenen Exemplaren. Ein Styroporschalstein mit den Maßen 25 x 25 x 100 Zentimeter kostet im Einzelpreis rund 15 Euro pro Stück. Soll das Exemplar 25 x 25 x 100 Zentimeter groß sein, können schon 29 Euro anfallen.

Der Vorteil dieser teuren Schalsteine liegt auf der Waage. Styropor und Polystyrol sind deutlich leichter und somit besser zu transportieren. Auch kann der Heimwerker mit den längeren Maßen deutlich mehr Strecke (auf den Quadratmeter gerechnet) machen. Der Quadratmeterpreis liegt hier durchschnittliche bei etwa 45 Euro.

Zudem haben diese Materialien hervorragende Wärmedämmeigenschaften, die sich zu einem späteren Zeitpunkt im Geldbeutel wiederum bemerkbar machen.

Gerade Schwimmbecken sind oft aus Styroporschalungssteinen hergestellt. Hier bietet so mancher Hersteller auch Komplettsets an. Der Taschenrechner verrät, ob das Pauschalangebot günstiger gegenüber dem Einzelkauf ist.

Die Preise für Schalungssteine aus Holzspänen

In der preislichen Mitte liegen die Schalungssteine aus Holzspänen. Hier kann der Heimwerker für ein Exemplar mit den Maßen 25 x 20 x 50 Zentimeter mit rund 4,50 Euro pro Stück rechnen. Das würde einen Quadratmeterpreis von etwa 36 Euro bedeuten. Teurer wird es bei diesem Material, wünscht der Handwerker sich andere Maße. So kann ein Exemplar mit 25 x 30 x 50 Zentimeter schon bei sieben Euro pro Stück liegen – das wäre ein Quadratmeterpreis von 56 Euro.

Aber auch bei diesem Material gilt: Holzspäne haben hervorragende Wärmedämmeigenschaften. Hier muss der Käufer keine nachträgliche Wärmedämmung einplanen und auch die gesparten Energiekosten können noch weit nach dem Bau den teuren Anschaffungspreis amortisieren.

Für eine Mauer braucht es nicht nur den Standardschalstein. Auch Endsteine sollten hier eingeplant werden, die im Einzelpreis deutlich höher liegen. Farbliche Wünsche sind bei Schalsteinen ebenso möglich – kosten jedoch ebenfalls ihren Preis!

Tipps und Tricks für Schnäppchen

Wer beim Kauf von Schalungssteinen sparen will, sollte den Preisvergleich unterschiedlicher Anbieter nicht scheuen. Schon zwischen Werk und Baustoffhandel variieren die Anschaffungskosten – online ist der Preisvergleich mit nur wenigen Klicks machbar. Der Hersteller ist oft variabler als der Baumarkt und bietet eine größere Auswahl an unterschiedlichen Maßen. Kleinstmengen werden im Stückpreis zudem immer teurer sein als große Mengen. Wer Schalungssteine kaufen will, sollte daher genau darauf achten, wie viele Exemplare er braucht.

Aber nicht nur der Einkaufspreis der Steine ist wichtig. Auch die Transportkosten dürfen nicht vernachlässigt werden. Gerade die schweren Exemplare aus Beton können nicht immer einfach im Kofferraum des Kleinwagens transportiert werden. Hier gibt es ebenso unterschiedliche Angebote von verschiedenen Herstellern.

So kann es durchaus sein, dass das Sonderangebot für die Steine in gemeinsamer Betrachtung mit den Transportkosten gar nicht mehr so lohnenswert ist. Pauschalangebote haben nicht selten einen freien Transport inklusive und wirken nur auf den ersten Blick teurer – hier lohnt sich das genaue Rechnen unbedingt.

Braucht es nur wenige Steine, lohnt sich auch ein Blick in Anzeigenportale und Co. Hier bieten Handwerker übrig gebliebenes Material an, das oft billiger ist als im Handel. Aber aufgepasst: Der Transport ist hier oft im Prinzip „Selbstabholer“ organisiert. Bei mehreren Steinen kommt die Miete für Anhänger oder Transportwagen oft hinzu!

Zusammenfassung

Schalungssteine sind ein Muss, wenn es um den Mauerbau geht. Der Heimwerker sollte bei deren Anschaffungskosten den Preisvergleich jedoch nicht scheuen. Die Kosten für Schalsteine variieren von Hersteller zu Hersteller, je nach Größe des Steines, nach Qualität und nach Material. Aber auch die Transportkosten dürfen bei diesem schweren Baumaterial nicht vernachlässigt werden.

Artikelbild: Langstrup Photography / Bigstock.com

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