Schattenpflanzen – diese Pflanzen gedeihen auch bei wenig Sonne

Schattenpflanzen – diese Pflanzen gedeihen auch bei wenig Sonne

Vielen Hobbygärtnern sind sie ein Graus: die schattigen Beete und Ecken im Garten, die ohne Bepflanzung noch dunkler wirken, als es ohnehin schon der Fall ist. Denn schattenliebende Pflanzen zu finden ist gar nicht so einfach – mancher Gartenbesitzer hat längst resigniert und die lauschigen Plätzchen dem Rasen überlassen. Überraschenderweise aber ist die Vielfalt der Blumen und Kräuter, die einen schattigen oder halbschattigen Standort bevorzugen größer als erwartet. Wir stellen Ihnen hier einige Arten vor, mit denen Sie die düsteren Ecken ganz schnell zum fröhlichen Erblühen bringen.

Schattenliebende Stauden

Ein Klassiker für schattige Standorte ist unter den Stauden sicher die Christrose. Mit ihren 30 bis 40 cm Höhe blüht die mehrjährige Pflanze im Frühjahr wunderbar gelbgrün. Auch schon davor, im Winter, bereichert sie dunkle Ecken mit ihren grünen Blüten, die sie jährlich abwirft, um im nächsten Jahr wieder in voller Pracht zu erstrahlen. Sie eignet sich für halbschattige bis schattige Standorte und kann auch in einem Steingarten gut ihren Platz finden.
Eine weitere Staudenpflanze, die sich an halbschattigen Orten wohlfühlt, ist die Schlüsselblume. Wie ihr lateinischer Name primula veris verrät, ist sie eine der Blumen, die den Frühling ankündigt (primus = der erste, ver = Frühling). Das 8 bis 30 cm hohe Gewächs wird seit jeher als Heilpflanze genutzt und steht unter Naturschutz. Wer sie im heimischen Garten anpflanzt, darf sie aber selbstverständlich ernten und sich ihres honigartigen Duftes erfreuen. Die mehrjährige Pflanze bildet goldgelbe Blüten, die in kleinen Dolden leicht herabhängen, wodurch sie einem Schlüsselbund ähneln.

Zierliche Blümchen

Auch das allseits als Frühlingsbringer bekannte Schneeglöckchen ist hart im Nehmen. Schattige Lagen und Kälte verkraftet es gut – immerhin wird es im Volksmund auch Schnee-Durchstecher genannt. Das bei uns vor allem vorkommende Kleine Schneeglöckchen erreicht eine Größe von 8 bis 15 cm und zählt zu den krautigen Pflanzen. Mit seiner strahlend weißen, nickenden Blüte wirkt es sehr grazil und verschönert jede noch so dunkle Ecke.
Wem das Schneeglöckchen zu profan erscheint, der lässt sich sicher für die auffälligen Waldlilien begeistern. Vor allem Trillium erectum, das Wald-Dreiblatt, betört mit seinen dunkelpurpurnen Blüten. Die mehrjährige Pflanze erreicht eine Höhe von etwa 30 bis 40 cm und freut sich über humosen, fruchtbaren Boden. Mit ihren relativ großen, dreiblättrigen und flächigen Blüten ist sie ein nicht nur ein gesuchtes Liebhaberobjekt, sondern lädt auch als Blickfang in jedem schattigen Garten zum Verweilen und Betrachten ein.

Leckeres aus schattigen Gefilden

Auch einige beliebte Kräuter haben ihr Zuhause in schattigen Gefilden. So zum Beispiel der Heimische Bärlauch. Als Bodendecker angepflanzt hält er nicht nur Unkraut fern, sondern sorgt auch für helle Lichtblicke in dunklen Gartenecken. Das aufrecht wachsende Kraut bildet im Frühjahr weiße Blüten und wird bis zu 30 cm hoch. Der Verwandte von Knoblauch, Schnittlauch, Zwiebel und Co. zählt zu den beliebtesten Wildgemüsesorten und peppt die Kräuterküche auf, ob als Salat, Pesto oder im selbst gemischten Kräutersalz.
Zu guter Letzt noch ein weiterer bekannter Vertreter der Gartenkräuter: denn auch das Wohlriechende Labkraut, besser bekannt als Heimischer Waldmeister, ist ein ausgesprochen gut gedeihendes Schattenkraut. Ebenso wie der Bärlauch ist der Waldmeister ein hervorragender Bodendecker, da er nur etwa 15 cm hoch wird. Bis zu seiner Blüte in Mai und Juni lässt er sich gut in der Küche verwenden, von Bowle bis Bonbon gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten. Sind erst seine weißen Blüten zu bestaunen, sollte er nicht mehr verzehrt werden. Dies ist aber kein Verlust, da es sich auch beim Labkraut um eine mehrjährige Pflanze handelt.

Artikelbild: © Inge Schepers / Shutterstock

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