Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Bei dem Schneeglöckchen handelt es sich um ein Zwiebelgewächs mit jeweils einer weißen kleinen Blüte. Diese erscheint zwischen Februar und März. 20 Arten dieser Pflanze gibt es. Sie hat drei innere und drei äußere Blütenblätter; die inneren sind etwas kleiner und haben an der Spitze einen grünen punktförmigen Fleck. Das Schneeglöckchen kann eine Höhe von acht bis 30 Zentimetern erreichen. Die unter Naturschutz stehenden Pflanzen wachsen in Laubwäldern und werden auch in Gärten angepflanzt.

Ist das Schneeglöckchen giftig?

Verschiedene Giftstoffe (Alkaloide, im Besonderen: Galanthamin) sind im Schneeglöckchen enthalten. Symptome einer Vergiftung können Benommenheit, Schweißausbrüche, verengte Pupillen, Durchfall und Erbrechen sein – in schweren Fällen auch Lähmungserscheinungen. Dieselben Symptome werden auch bei Tieren (Nager, Katzen, Hunde) hervorgerufen. Doch nutzt die Homöopathie das Schneeglöckchen in seltenen Fällen auch als Mittel gegen Herzleiden und Alzheimer.

Woher kommt der Name des Schneeglöckchens?

Im Deutschen und Englischen (snowdrop) ergibt sich der Name aus dem Aussehen der Pflanze. Der griechische Name Galanthus bedeutet „Milchblüte“, der lateinische Artname Nivalis ist eine Ableitung der Vokabel Nivis (=Schnee).

In welchen Ländern kommt das Schneeglöckchen vor?

Als Heimat des Schneeglöckchens kann ein breiter geographischer Bereich, nämlich Südwestasien und Europa, festgestellt werden (Kaukasus bis Kaspisches Meer). In Nordamerika sind Schneeglöckchen verwildert; in England fand man die Pflanzen außerhalb von Gärten erst ab 1770. Man vermutet, dass sie zunächst nur in Klostergärten angepflanzt wurden, später aber dann auch verwilderten.

Standort des Schneeglöckchens

Die Pflanze wächst vor allem an frischfeuchten Plätzen, zwischen den Wurzeln von Sträuchern und Bäumen. Dort, wo in der Sommerzeit der Boden nicht zu sehr austrocknet, breiten sich die Schneeglöckchen durch Brutzwiebeln und Selbstaussaat aus. Auch verdichteter Boden dient diesen Pflanzen. Sie wachsen, wie der Name sagt, im Schnee, jedoch tiefe Frosttemperaturen können sich schädlich auswirken. Jede Blumenzwiebel ergibt bei Schneeglöckchen nur einen Blütenstengel. Angepflanzt werden die Pflanzen in Abständen von 5 Zentimetern, indem man die Blumenzwiebeln im September 8 Zentimeter tief eingräbt. Schneeglöckchen überleben auch monatelange Trockenheiten in der Türkei und in den Mittelmeerräumen.

Auch für Balkon und Terrasse geeignet

Wer Schneeglöckchen auf Balkon und Terrasse pflanzt, sollte darauf achten, dass die Erde nicht austrocknet. Die Töpfe sollten kühl gehalten werden, jedoch vor Frost geschützt bleiben. 15 Wochen lang dauert es, bis sich die Blüte entwickelt – hierfür sollte eine beständige unter 9°C erhalten bleiben. Auch für Innenräume eignen sich Schneeglöckchen: Man setzt Anfang Dezember vorhandene Pflanzen in einen Topf und wartet auf den Frost. Danach kühlt man den Topf für 14 Tage innen, worauf man ihn dann auch in beheizten Räumen aufstellen kann. Zwei Wochen später – zu Weihnachten – kommen die Blüten! Von selbst vermehren sich Schneeglöckchen aber eher langsam.

Artikelbild: © elena moiseeva / Shutterstock

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