Rundum sicher: Must-have Schutzausrüstung für Heimwerker

Rundum sicher: Must-have Schutzausrüstung für Heimwerker

Kratzer, Prellungen, Schnittwunden, Verletzungen am Auge – das und vieles mehr sind die typischen Folgen von kleinen und großen Unachtsamkeiten beim Heimwerken. Immerhin 300.000 Unfälle ereignen sich jedes Jahr, viele davon hätten mit ein wenig Achtsamkeit und der passenden Schutzausrüstung vermieden werden können.

Gute Ordnung ist die halbe Arbeit

Das Heimwerken war bereits in den 1990er Jahren beliebt, als die Sitcom »Hör mal, wer da hämmert« mit Tim Allen im Fernsehen lief. Der Gag der TV-Show war die Umsetzung von Murphys Gesetz – alles, was schiefgehen konnte, ging auch schief. Wer jedoch ein Heimwerkerkönig wie Tim ist, der benötigt auch keinen Arbeitsschutz.

Leider scheinen sich viele Menschen dieses Motto zu sehr zu Herzen zu nehmen. Nach wie vor geschehen die meisten Unfälle im Haushalt. Heimwerkerunfälle sind ein großer Teil der Statistik. Vorsicht ist besser als Nachsicht, diese Redensart sollte sich jeder Heimwerker zu Herzen nehmen. Auf keiner großen Baustelle darf der Schutzhelm fehlen. Folglich sollten auch Heimwerker darauf achten, passend ausgerüstet zu sein.

Viele Gefahren beim Heimwerken lassen sich reduzieren, indem man für Ordnung sorgt. Das benötigte Werkzeug sollte an einer speziell dafür vorgesehenen Stelle gelagert werden – auch nach dem Gebrauch. Gemeint ist nicht nur das Gartenhaus, der Keller oder die heimische Werkbank. Auch auf der heimischen Baustelle sollten Hammer und Co. nicht irgendwo herumliegen und zur Stolpergefahr werden. Zudem verschwenden Heimwerker Zeit, wenn sie ihr Werkzeug immer wieder suchen müssen.

Von Kopf bis Fuß sicher ausgerüstet

Die Baustelle ist alles andere als ein Schönheitswettbewerb. Hier hat Sicherheit oberste Priorität. Auch wenn die schlabbernde Jogginghose und längst ausgetretene Turnschuhe die beliebtesten Kleidungsstücke auf der Heim-Baustelle sind, ist diese Kleidung nicht für alle Arbeiten geeignet. Bei Streich- und Tapezierarbeiten ist sie völlig ausreichend. Für andere Arbeiten gilt dagegen ein gewisser Arbeitsschutz. Folgende Schutzausrüstung darf nicht fehlen:

  • Kopf: Bei Arbeiten, bei denen irgendetwas auf den Kopf fallen kann, weil auf den darüberliegenden Etagen gearbeitet wird, ist das Tragen eines Helms Pflicht. Dieser Kopfschutz lohnt sich auch, wenn man mit niedrigen Decken zu arbeiten hat.
  • Ohren: Der von Baugeräten ausgehende Lärm ist eine Sache, über die sich die wenigsten Heimwerker Gedanken machen. Schleifmaschine, Säge und Co. sind meist nur kurzzeitig im Einsatz. Auch wenn es laut zugeht, nimmt man den Lärm meist nur bedingt negativ auf. Gerade bei schweren Arbeiten sollte man die erhöhte Lautstärke nicht ignorieren. Mit Ohrstöpseln schützt man seine Lauscher vor dem unangenehmen Lärm.
  • Augen: Heimwerken kann mal ins Auge gehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Aus diesem Grund sind Augenschutzbrillen zu empfehlen – nämlich immer dann, wenn mit Splittern und anderen Kleinteilen zu rechnen ist. Selbst beim Bohren in Stein und Beton können kleine Partikel die Netzhaut beschädigen. Neben diesen Kleinteilen stellen auch Funken, Drähte und Metallsplitter eine Gefahr dar.
  • Atemwege: Heimwerker vernachlässigen den Schutz der Atemwege am häufigsten. Sie sehen Feinstaubmasken als nervig an, denn dahinter staut sich Feuchtigkeit an und erschwert das Atmen. Wer auf die Maske verzichtet und Abriss- und Schleifarbeiten durchführt, riskiert, dass Feinstaub in die Atemwege eindringt und Schäden verursacht, die von langfristiger Natur sind. Ein weiteres Risiko, das den Weg in die Atemwege des Heimwerkers findet, sind Schimmelsporen, die bei Renovierungsarbeiten auftreten. Nur eine Atemschutzmaske bewahrt den Heimwerker vor diesen und vielen anderen Gefahren.
  • Hände: Für grobe Arbeiten dürfen Schutzhandschuhe nicht fehlen. Sie bewahren die empfindlichen Hände, insbesondere die Finger und Fingernägel, vor unangenehmen Verletzungen. Trends zeigen, dass es Schutzhandschuhe gibt es aus verschiedenen Materialien wie Gummi und sollten immer zur ausgeführten Tätigkeit passen.
  • Beine: Wenn die Bequemlichkeit den Menschen beherrscht, sind Risiken nicht auszuschließen. Heimwerker schätzen eine hohe Beweglichkeit mehr als der Schutz vor gefahren. Eine Arbeitshose bietet nicht nur ausreichend Schutz, sondern auch viele Taschen für Kleinwerkzeug. Ebenfalls praktisch sind Kniepolster oder Knieschoner, die das lange Arbeiten auf den Knien, etwa beim Verlegen von Fliesen oder Parkett, leichter machen.
  • Füße: Sicherheitsschuhe sind ein Ausrüstungsgegenstand, die jeder Heimwerker besitzen sollte. Simple Schuhe sind günstig erhältlich und für normale Arbeiten mehr als ausreichend. Sie schützen die Füße vor herabfallenden Schutz und Steinen, die dicke Sohle bremst spitze Gegenstände auf dem Boden und schützen so vor unangenehmen Verletzungen.

Artikelbild: © Igor Sokolov (breeze) / Shutterstock

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