Silikon kleben – Eine vielseitige Abdichtungsmöglichkeit

Silikon kleben – Eine vielseitige Abdichtungsmöglichkeit

Das Verkleben mit Silikon findet in vielen Bereichen Anwendung. Das liegt besonders an den guten Eigenschaften von Silikon. Es ist einfach aufzutragen und lässt sich dabei in die gewünschte Form bringen. Darüber hinaus ist es sehr resistent gegenüber Hitze, Kälte und Feuchtigkeit. Es eignet sich ideal zum Füllen und Abdichten von Fugen. Dazu zählen beispielsweise die Fugen zwischen Fliesen. Das neue Abdichten mit dem Silikon kann dabei aus vielen Gründen nötig sein. Es können beispielsweise die alten Fugen neu lackiert worden sein oder gar neue Fugen verlegt worden sein. Unabhängig vom Grund der Anwendung gibt es einige hilfeiche Tricks bei der Verwendung von Silikon.

Die folgenden Abschnitte erläutern die Vorgehensweise mit Silikonkleber und geben wertvolle Tipps im Umgang damit.

Vorbereitung des Anwendungsbereiches

Bevor es zu den eigentlichen Arbeiten kommt, müssen einigen Vorbereitungen getroffen werden. Dazu zählt unter anderem das Reinigen des Einsatzgebietes. Silikon wird oft in Fugen von Fliesen verklebt. Da sich diese in Küchen und Bädern befinden, kann es oft zu Fett- oder Ölrückständen kommen. Auch Staub und Flüssigkeit können die Klebefähigkeiten beeinflussen. Daher ist eine ausgiebige Reinigung unumgänglich. Anschließend sollte die gereinigte Fläche dann auch noch getrocknet werden. Ein weiterer Vorbereitungsschritt kann die Vermessung der Fugen sein. Dabei ist besonders die Breite für spätere Schritte wichtig. Allerdings kann die Vermessung auch zum Abschätzen der gesamten Silikonmenge hilfreich sein.

Besorgen Sie sich lieber etwas zu viel Silikon, als zu wenig. Unterbrechungen bei den Arbeiten können zu vorzeitigem Aushärten einzelner Teilbereiche führen.

Vorbereitungen der Silikonspritzpistole

Auch die Silikonspritzpistole muss zunächst vorbereitet werden. Sie stellt ein Werkzeug dar, das es erlaubt, das Silikon gleichmäßig und präzise aufzutragen. Die Vorbereitung kann zwar vom Modell abhängig sein, allerdings muss meistens zunächst eine Kartusche mit frischem Silikon eingefügt werden. Diese Kartusche kann mit einem Cutter-Messer oder ähnlichem geöffnet werden. In einigen Fällen muss dann oben auf die Kartusche noch ein Aufsatz angebracht werden. Dann kann die Kartusche eingesetzt werden und der Aufsatz lässt sich zur richtigen Größe bzw. Breite zurechtschneiden. Die richtige Größe wurde dabei unter Umständen schon bei den Vorbereitungen vermessen und sollte ungefähr der Fugenbreite entsprechen.

Die Wahl des Silikons sollte abhängig vom Verwendungszweck getroffen werden. Besonders Feuchträume benötigen spezielle Materialien.

Auftragen des Silikons

Ein gekonnter Umgang mit der Silikonspritzpistole, sowie ein gewisses Gefühl für die Austrittgeschwindigkeit des Silikons sind zu diesem Zeitpunkt empfehlenswert. Das Auftragen selber erfordert in erster Linie eine ruhige Hand. Dabei muss die Silikonspritzpistole zunächst an der gewünschten Stelle angesetzt werden. Danach kommt es besonders auf ein gleichmäßiges Ausbreiten an. Wenn dies nicht gemacht wird, kann es zu unerwünschten Anhäufungen an einzelnen Stellen kommen. Diese Stellen müssen dann nachträglich nachgebessert werden. Beim Auftragen kann das Silikon auch gerne ein Stück überstehen. Dadurch wird ermöglicht, dass das Silikon sich später noch gut verstreichen lässt und möglichst alle Stellen abgedeckt sind. Nach Benutzung wird bei einigen Modellen empfohlen, eine Feder in der Pistole zu entspannen.

Mithilfe von Klebeband lassen sich Unregelmäßigkeiten beim Auftragen korrigieren. Dafür ganz einfach vorher abkleben und hinterher wieder abziehen.

Weitere Verarbeitung des Silikons mit dem Finger

Nachdem das Silikon grob aus der Pistole aufgetragen wurde, muss es noch weiter verarbeitet werden. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Für eine der beiden Möglichkeiten werden lediglich Haushaltsgegenstände benötigt. Eine Sprühflasche sollte dafür mit Wasser und Spülmittel befüllt werden. Danach kann das Silikon damit besprüht werden. Anschließend kann das Silikon dann mit dem Finger einfach verteilt werden. Dafür muss lediglich mit dem Finger gleichmäßig über die Stelle gefahren werden.

Die Mischung aus Spülmittel und Wasser verhindert dabei, dass das Silikon am Finger haftet. Im Zweifelsfall kann der Finger auch erneut mit der Mischung besprüht werden. Das Aufdrücken soll dabei dafür sorgen, dass das Silikon die Fuge vollständig abdeckt und füllt. So soll eine gute Abdichtung erreicht werden. Es ist Vorsicht geboten, da einige Silikone schlecht verträglich für die Haut sind. Dazu Hinweise auf der Verpackung beachten. In diesen Fällen zur folgenden Methode greifen.

Mit einem Silikonabzieher arbeiten

Es gibt auch die etwas professionellere Variante. Dabei wird anstatt des Fingers ein Silikonabzieher verwendet. Das Prinzip ist dabei allerdings das Gleiche. Auch dieser wird zum Glätten des zuvor aufgetragenen Silikons verwendet. Das ist bei hautunverträglichen Silikonen von Vorteil. Auch beim Abzieher wird das Gemisch aus Spülmittel und Wasser benötigt. Außerdem ist es auch hierbei wichtig, das Silikon gleichmäßig und abschließend aufzutragen. Hinterher lassen sich überstehende Reste ganz einfach entfernen. Dafür sind besonders in Randbereichen Messer geeignet. Dabei muss dann das Silikon zunächst austrocknen, um dann später abgeschnitten zu werden.

Vor Benutzung und Belastung des neu verklebten Bereiches unbedingt die Aushärtezeiten des Herstellers beachten!

Fazit und abschließende Einschätzung

Das Verkleben mit Silikon bietet viele Möglichkeiten. Dabei sind besonders die Eigenschaften zum Abdichten gegeben. Es wird in Form der Silikonspritzpistole dabei auch etwas professionelleres Material benötigt, allerdings sind die Arbeitsschritte sehr einfach durchzuführen und benötigen nur kurze Eingewöhnungszeit.

Zusammenfassung

Das Abdichten von Fugen ist mit der Hilfe von Silikon umzusetzen. Es muss lediglich aufgetragen und später noch abdichtend verteilt werden. Der Aufwand ist mit der benötigten Zeit zum Trocknen sehr gering.

Artikelbild: © Kritsana / Shutterstock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.