Silikonfugen erneuern – Tipps, Tricks, und Kniffe zur Vorgehensweise

Silikonfugen erneuern – Tipps, Tricks, und Kniffe zur Vorgehensweise

Silikon ist ein hervorragendes Dichtungsmaterial. Aber schnell sehen alte Silikonfugen nicht mehr schön aus. Hier gerät ein Heimwerker oft an seine Grenzen, denn die gummiartige Konsistenz von Silikon erschwert das Arbeiten. Dabei ist ein Austauschen der Silikonfugen bei Beachtung von einigen Tipps und Tricks fast ein Kinderspiel.

Dies wird für die Erneuerung von Silikonfugen benötigt!

Mit nur wenigen Hilfsmitteln können die alten unschönen Silikonfugen erneuert werden. Hierfür wird ein Fugenkratzer oder Silikonmesser, ein Schwamm, Alkohol, Spülmittel, ein Tuch zum Trocknen und eine Kartuschenpistole mit Silikonkartusche benötigt. Auch Klebeband und ein Glättfix können hilfreich für das Austauschen sein.

Alte Silikonfugen entfernen

Zunächst müssen die alten Silikonfugen komplett entfernt werden. Hierzu eignet sich ein sogenanntes Fugenmesser oder auch ein Fugenkratzer. Mit diesen wird die alte Fuge entfernt. Dabei sollte man etwas Geduld mitbringen und sauber arbeiten.

Ein Plastikspachtel kann dabei unterstützend eingesetzt werden. Zudem kann für besonders hartnäckige Reste des Silikons auch ein spezieller Silikonlöser eingesetzt werden. Diesen gibt es für ein paar Euro im Baumarkt und kann das Silikon auflösen. Hierdurch lässt es sich anschließend sehr leicht entfernen.

Eine gründliche Reinigung ist unerlässlich

Bevor man mit dem Ziehen der neuen Silikonfugen beginnen kann, müssen die alten ordentlich entfernt worden sein. Hier spielt eine gründliche Reinigung eine entscheidende Rolle, damit die neuen Silikonfugen sauber und glatt gezogen werden können. Hierzu bieten sich Alkohol oder Spiritus an. Damit werden alle Ecken und Kanten gründlich gereinigt und anschließend mit einem sauberen Tuch getrocknet. Dabei ist das Trocknen besonders wichtig und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Vorbereitung für unerfahrene Heimwerker

Damit die neue Fuge später auch sauber aussieht, empfiehlt sich ein Abkleben der Ränder besonders für unerfahrene Heimwerker. Hierfür eignet sich Malerkrepp besonders gut. Dieses wird direkt am Rand der Fuge befestigt und sollte zu beiden Seiten circa einen halben Zentimeter überstehen.  So können auch unerfahrene Heimwerker eine saubere und glatte Silikonfuge ziehen.

Saubere Silikonfugen ziehen

Silikon gibt es in mehreren Farben und kann zusätzlich mit einer schimmelabweisenden Eigenschaft ausgestattet sein. Beim Kauf sollte daher darauf geachtet werden, wo das Silikon zum Einsatz kommen soll. Im Bad empfiehlt sich grundsätzlich immer ein bisschen mehr Geld für die abweisende Eigenschaft von Schimmel auszugeben. Denn hier wird die Silikonfuge sehr beansprucht.

Als erster Schritt für die Ziehung der neuen Silikonfuge wird die gewünschte Silikonkartusche in die Kartuschenpistole eingespannt. Die neue Fuge sollte nun mit Hilfe dieser gleichmäßig gezogen werden. Dabei sollte kein Absetzen erfolgen und besonders auf die Bildung von Hohlräumen geachtet werden. Hierzu wird das Silikon sehr großzügig in die Fuge gespritzt. Dazu muss die Tülle, die vorne auf die Silikonkartusche geschraubt wird, ein bisschen angeschnitten werden. Hier sollte sich vorsichtig an die richtige Öffnung herangetastet werden. Vor allem für Heimwerker, die noch nicht so viel Erfahrung haben, ist diese Vorgehensweise unerlässlich. Schließlich kann später lieber nachgespritzt werden, als zu viel aufgetragenes Silikon wieder zu entfernen.

Nachdem die Fuge mit dem Silikon ausgespritzt wurde, muss diese glatt gestrichen werden. Hier kann zwischen zwei Varianten ausgewählt werden. Während früher noch die Silikonfugen mit dem Finger glatt gestrichen wurden, kann heute auf ein sogenanntes Glättfix zurückgegriffen werden. Hierbei handelt es ich um einen Spachtel aus Gummi, mit dessen Hilfe die Fuge mit einem einmaligen Abziehen entsteht. Aber auch die Variante mit Spülmittel, Essig oder Glasreiniger wird von Handwerkern immer noch angewendet. Hierzu bedienen sich diese der darin enthaltenden Tenside. Das Spülmittel wird dabei in gleichen Teilen mit Wasser gemischt. Dieses Gemisch wird anschließend auf dem Finger und der neuen Silikonfuge aufgetragen. Durch diesen simplen Trick bleibt das Silikon beim Verstreichen nicht am Finger kleben und eine saubere glatte Fuge entsteht.

Trocknen der neuen Silikonfugen

Wie lange die Silikonfugen nun trocknen müssen, ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Blick auf die Silikonkartusche. Meist beträgt die Trocknungszeit zwischen zwölf Stunden bis hin zu drei Tagen. Besonders wichtig ist hier, dass die Fuge in dieser Zeit nicht mit Wasser in Berührung kommt.

Langer Halt der neuen Silikonfugen

Mit einer simplen Verhaltensregel kann ein langer Halt der neuen Silikonfugen gewährleistet werden. Besonders im Bad ist eine Haltbarkeit sonst nur von geringer Dauer. Daher sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Staunässe auf der Fuge bildet. Hier kann man einer Bildung von Schimmel vorbeugen, indem diese Nässe rasch entfernt wird. Bei ständiger Anwendung dieser Verhaltensweise kann sich der Heimwerker noch lange an der neuen Fuge erfreuen.

Artikelbild: © mekCar / Shutterstock

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