Silikonspritze – Werkzeug zum Auftragen eines Alleskönners

Silikonspritze – Werkzeug zum Auftragen eines Alleskönners

Ein echter Alleskönner beim Bau ist Silikon. Silikone werden in verschiedensten Formen, besonders zum Abdichten und zum Kleben, verwendet. Die Eigenschaften des fertigen Silikons sind aber nicht die einzigen Vorteile dieses Baustoffes. Die praktische Handhabung spielt auch eine große Rolle in der Popularität von Silikon. Zu dieser Handhabung zählt in erster Linie das einfache Auftragen mit der Hilfe von Silikonspritzen. Diese gibt es ebenso in verschiedensten Varianten, wodurch das Silikon noch flexibler wird.

Welche unterschiedlichen Varianten der Silikonspritze es gibt und wofür diese verwendet werden, wird in den folgenden Absätzen erläutert.

Anwendung von Silikon

Silikon ist aus vielen Bereichen des Alltags bekannt. Besonders die Verwendungen im Bauwesen und bei Renovierungsarbeiten sind für Heim- und Handwerker sinnvoll. Ein bekanntes Beispiel für die Verwendung von Silikon, ist die Verwendung als Abdichtung bei Fliesen. Besonders die Fugen an den Ecken werden häufig mit Silikon abgedichtet, damit die Flüssigkeiten nicht bis an die darunter liegende Wand durchdringen.

Darüber hinaus kann Silikon auch bei Räumen verwendet werden, die Pilzanfällig sind, da es auch Silikon gibt, das Pilzabweisend ist. Auch die Verwendung als Dichtstoff an sich bewegenden Stellen ist möglich, da Silikon lange flexibel bleibt. Beim Kleben mit Silikon sind sich bewegende Stellen nicht so sinnvoll, da die Klebkraft dabei verloren gehen kann. Ansonsten weißt Silikon an vielen Stellen Vorteile auf.

Nachbearbeiten von Silikon

Das Silikon wird mit der Spritze lediglich aufgetragen. Dabei ist das Silikon allerdings noch nicht in der abschließenden Form. Damit die Funktion als Abdichtungsmittel vollständig genutzt werden kann, muss das Silikon daher noch weiter eingearbeitet werden. Dabei geht es in der ersten Linie darum es zu glätten. Es dichtet dadurch nicht nur besser ab, sondern sieht auch optisch besser aus. Das Glätten ist bei einigen Arten auch mit der Hand möglich, allerdings gibt es auch besser Möglichkeiten.

Besonders spezielle Fugenabzieher sind dafür geeignet. Diese gibt es in verschiedenen Größen, damit möglichst alle Fugen damit bearbeitet werden können. Die Form ist dabei auch wichtig, da eine der beiden vorderen Ecke etwas abgeflacht ist, um in jeder Fuge genutzt werden zu können. Darüber hinaus gibt es auch abgerundete Varianten.

Silikon kann im Innen- und Außenbereich genutzt werden. Das liegt besonders daran, dass es hohe und niedrige Temperaturen aushält und gleichzeitig auf UV-beständig ist.

Funktionsweise von Kartuschenpistolen und Kartuschenpressen

Die gängigste Art der Silikonspritze sind die Kartuschenpressen und Kartuschenpistolen. Dabei handelt es sich um Geräte, in die eine Kartusche des gewünschten Baustoffs eingeführt werden kann. Daher sind sie in der Silikonverarbeitung sehr weit verbreitet. Sobald die Kartusche richtig eingespannt wurde, muss diese meist noch aufgeschnitten werden. Im Anschluss kann dann durch das Pressen des Griffs das Silikon aus der Presse herausgedrückt werden. Somit können dann dünne Bahnen gezogen werden, bis die Kartusche leer ist oder die Arbeiten beendet wurden.

Darauf kommt es bei Kartuschenpistolen und Kartuschenpressen an

Da es viele verschiedene Ausführungen gibt, sollte beim Kauf auf einige Dinge geachtet werden. Zum einen ist die Größe wichtig, da es sinnvoll ist eine Größe zu wählen für die es viele verschiedene Kartuschen und Stoffe gibt. Eine Standardgröße ist dabei beispielsweise 310 Milliliter. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Presse gut in der Hand liegt, da es sonst sehr anstrengend werden kann. Dabei spielt auch das Gewicht der Presse eine Rolle.

Es ist darüber hinaus auch gut, wenn das Herauspressen möglichst anpassbar und stufenlos ist, da sonst Material verschwendet wird und das Ergebnis darunter leidet. Generell ist es wichtig, dass die Kartuschenpistole für das gewollte Material geeignet ist.

Entsprechende Tests geben eine Übersicht darüber, welche Geräte sich für den gewünschten Zweck am besten eignen.

Elektrische Kartuschenpistolen

Eine etwas einfachere Anwendung bieten elektrische Kartuschenpistolen. Diese werden mit einem Akku betrieben und übernehmen das Auspressen automatisch. Das Aufladen erfolgt entweder über das Auswechseln und externe Laden des Akkus oder über das Einstecken eines Kabels. Für das Auspressen muss lediglich ein Knopf gedrückt werden. Dabei gibt es große Unterscheidungen beim Auspressdruck, was auch mit der Energieleistung der Kartuschenpistolen zusammenhängt. Vor der Verwendung muss allerdings ebenso eine Kartusche eingeführt werden. Damit kein Material verschwendet wird, gibt es bei guten Modellen einen Schutz vor dem Nachlaufen.

Druckluft Kartuschenpistolen

Neben den manuellen und elektrischen Kartuschenpistolen, gibt es noch einen weiteren Typ. Dieser arbeitet mit Druckluft und hat somit den Vorteil, keine Stromquelle bzw. kein Akku zu brauchen. Dadurch wird auch Gewicht gegenüber den andern Modellen gespart. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass genau, wie bei den elektrischen Varianten, der Druck nicht selber ausgeübt werden muss. Dafür muss bei diesen Varianten aber Druckluft nachgefüllt werden.

Fazit

Die verschiedenen Eigenschaften von Silikon können dann am besten genutzt werden, wenn sie mit Silikonspritzen aufgetragen werden. Dabei gibt es sowohl beim Silikon, als auch bei den Silikonspritzen verschiedenste Formen. Beim Silikon wird in erster Linie zwischen Dichtungsmittel und Kleber unterschieden, während sich die Silikonspritzen besonders durch die Pressmechanik unterscheiden.

Zusammenfassung

Bei Silikonspritzen wird in erster Linie zwischen manuellen Kartuschenpistolen, Elektrischen Kartuschenpistolen und Luftdruck Kartuschenpistolen unterschieden. Die unterschiedlichen Arten haben besonders im Gebrauch jeweils Vor- und Nachteile, wirken sich aber auf das spätere Ergebnis nur bedingt aus.

Artikelbild: © homestudio / Bigstock.com


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