Sinnvolle Gartengestaltung für Doppel- und Reihenhäuser Teil 1

Sinnvolle Gartengestaltung für Doppel- und Reihenhäuser Teil 1

Nachdem wir uns vor Kurzem mit dem Thema Reihen- und Doppelhäuser beschäftigt haben, folgt nun ein Artikel über die Gartengestaltung solcher Gebäude. Platz ist hier schließlich Mangelware. Immobilienbesitzer haben bei diesen Gebäuden ohnehin kaum Gestaltungsmöglichkeiten. Im Garten können sie sich allerdings austoben und diesen ihren eigenen Wünschen entsprechend gestalten.

Eindrucksvolle Gärten auf riesigen Flächen zu realisieren ist relativ einfach. Schwierig ist dagegen die Gestaltung eines Gartens von Reihen- und Doppelhäusern. Auf wenigen hundert Quadratmetern müssen Hausbesitzer getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ den kleinen Platz perfekt ausnutzen. Klingt unmöglich, ist es aber nicht, wie dieser Ratgeber zeigt.

Ein Paradies auf kleinstem Raum

Reihen- und Doppelhäuser geben selten mit ihrem verfügbaren Platz an. Rechts und links ein Nachbar, der Garten befindet sich hinter dem Haus und ist genauso breit wie das Haus. Hausbesitzer müssen aber nicht verzweifeln, denn mit einem gut angelegten Grundriss mit optimalem Raumprogramm und intelligenter Untergliederung lassen sich Wunder bewirken und eindrucksvolle Weiten schaffen. Bevor wir uns mit den konkreten Planungen für die Gärten befassen, gilt es zunächst die künstlerischen Aspekte zu klären.

In Gärten mit schwierigen Platz- und Raumverhältnissen ist eine sorgfältige Planung das A und O. Entgegen vieler Behauptungen ist es nicht einfacher, ein Konzept für einen kleinen als für einen großen Garten zu erstellen – es ist sogar das Gegenteil der Fall: Je kleiner die Fläche, desto komplizierter ist es, die Fläche gestalterisch gut zu präsentieren und dabei verschiedene Nutzungen unterzubringen. Ein durchschnittlicher Familien-Garten benötigt:

  • Sitzplätze in der Sonne und im Schatten
  • Wege
  • Beetflächen
  • ein Platz für Gehölze
  • Spielmöglichkeiten für Kinder
  • Bewegungsraum

Gerade in kleinen Gärten ist es schwierig, alle oben genannten Dinge perfekt unterzubringen.

Professionelle Hilfe ist ratsam

Für Detailpläne für bauliche Anlagen wie Mauern, Terrassen und Gartenhäuser, aber auch die Ermittlung des Material- und Pflanzenbedarfs können Bauherren professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Sie verleihen einem Fachmann ein Budget und er kümmert sich im Rahmen der Kostenkontrolle um eine fachgerechte Bauleitung. Die letztendliche Ausführung der Arbeiten können Bauherren dagegen selbst übernehmen, um so Kosten zu sparen.

Für die planerischen Grundlagen empfehlen wir Bauherren ein gemeinsames Pow-Wow. Beim Brainstorming werden alle Teilnehmer mit Stift und Zettel ausgestattet, Wunschlisten angefertigt und Beispiele und Ratschläge präsentiert und zusammengefasst. So kann der Planer seinen Entwurf einfacher erstellen und die Zufriedenheit des Ergebnisses ist garantiert.

Schritt für Schritt planen

  1. Bauherren können in einer Baumschule, im botanischen Garten, Magazinen und Gartenbüchern oder auf Reisen und Ausflügen Anregungen zum Traumgarten sammeln.
  2. Wunschliste aufsetzen: Welche Pflanzen und Kombinationen gefallen? Welche müssen in den eigenen Garten und worauf kann man verzichten? Fotos im Urlaub sind besonders hilfreich.
  3. Den favorisierten Gartenstil festlegen: Gemütlicher Sitzplatz mit exotischen Kübelpflanzen, Wassergarten, Spiel- und Familiengarten, immergrüne formale Anlage und so weiter.
  4. In der Konkretisierungsphase können Hausbesitzer mit einem Experten oder Gärtner klären, welcher Gartenstil realisierbar ist. Untersucht werden das Platzangebot, die Ausrichtung des Gartens, die Ortsansprüche der Pflanzen und vieles mehr.
  5. Plan des Grundstücks beschaffen oder messen. Wer einen Landschaftsarchitekten beauftragt, hat eine Aufgabe weniger zu erledigen, denn der Experte übernimmt sie. Wichtig ist es, die Maßverhältnisse genau aufzunehmen, um später die verschiedenen Elemente richtig anordnen zu können.
  6. Wer die Messungen in Eigenregie durchführt, sollte sie zeichnerisch festhalten. Mithilfe unterschiedlicher Farben können Immobilienbesitzer Pflasterflächen, Pflanzen sowie vorhandene und neu geplante Bauteile markieren. Die Zeichnung sollte auf Millimeterpapier oder mit einer speziellen Software erstellt werden.
  7. In der Entscheidungsphase müssen die Hobby-Gärtner entscheiden, ob die Gartenplanung zu Ende gebracht wird oder ob sie zu schwierig ist. Bei schwierigen Geländeverhältnissen ist es ratsam, einen Gartenplaner zu beauftragen.
  8. Wer sich für die Fortsetzung der Eigenregie entscheidet, erstellt abschließend den Ausführungsplan und das Pflanzkonzept. Wichtig: Die Einhaltung der richtigen Pflanzabstände ist wichtig. Ansonsten wirkt die Anlage überfüllt oder zu leer.

Im zweiten Teil der Ratgeber-Reihe befassen wir uns damit, welcher Gartentyp Bauherren sind und wie sie mit System ihren Traumgarten gestalten können.

Artikelbild: © Nick_Nick / Shutterstock

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