Sinnvolle Gartengestaltung für Doppel- und Reihenhäuser Teil 3

Sinnvolle Gartengestaltung für Doppel- und Reihenhäuser Teil 3

Der letzte Teil der Ratgeber-Reihe „Sinnvolle Gartengestaltung für Doppel- und Reihenhäuser“ befasst sich mit der perfekten Gestaltung der Grundstücksgrenzen, wie man Nachteile zu seinem Vorteil nutzt und wie Bauherren eine perfekte Stimmung in ihrem kleinen Garten kreieren können.

Wer die beiden ersten Teile der Ratgeber-Serie nicht gelesen hat, der findet sie hier:

Die Gestaltung der Grundstücksgrenzen

Auf großzügigem Terrain sind die Grenzen zum Nachbarn in der Regel kein Problem. Dieser Aspekt ist beim Garten eines Reihen- oder Doppelhauses von großer Bedeutung. Die Terrassen sind häufig der Haupt-Aufenthaltsplatz und sollen von neugierigen Blicken geschützt werden. Sofern keine baulichen Abgrenzungen geschaffen sind, können Bauherren Folgendes tun: Die einfachste und häufig günstigste Methode ist die Pflanzung einer Hecke. Hier müssen Hobby-Gärtner natürlich baurechtliche und nachbarschaftsrechtliche Bestimmungen in puncto Wuchshöhe und Abstände beachten. Gleichzeitig sollte das Grundstück auch nicht unnötig durch die Hecke verkleinert werden. Besser ist die abschnittsweise Anordnung, um unerwünschte Blicke auszublenden. Besonders beliebt ist der Buchsbaum, der perfekt mit Kirschlorbeer, immergrünem Deckgehölz oder mediterranen Pflanzen kombinierbar ist.

Weniger attraktive Begrenzungen, wie Maschendraht-Zäune, können Hausbesitzer mit Pflanzen kaschieren. Auch hier gilt es, die Grundstücksgrenzen nicht einheitlich zu gestalten, sondern Abwechslung ins Spiel zu bringen: In einem Bereich kann eine halbhohe Weißdornhecke stehen, daneben eine Gruppe Bambus. Immergrüne Kletterpflanzen, etwa das Efeu, sind aufgrund ihres kräftigen Wuchses und ihrer Langlebigkeit ebenfalls sehr beliebt.

Nachteile zu seinem Vorteil nutzen

Neben dem bekannten Problem der beschränkten Fläche kommt bei Reihenmittelhäusern die Schwierigkeit dazu, dass die Parzellen häufig schmal und länglich sind. Das ist für viele Menschen ein Nachteil, muss es aber nicht. Wichtig ist es, die Perspektiven gekonnt zu inszenieren, indem man Blickfänge schafft. Im entgegengesetzten Ende des Gartens können Hausbesetzer eine Statue aufstellen oder einen großen knorrigen Baum pflanzen.

Die sogenannten Handtuchgärten (PDF) können auch einen vielseitigen Charakter annehmen, in denen man sie in mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Stilrichtungen und Funktionen gliedert. Vorteilhaft ist es, die Teilräume zueinander versetzt anzuordnen und Blickbeziehungen zulässt, sie gleichzeitig aber auch voneinander abschirmt. Die zentrale Blickperspektive ist meist ein durchgehender Weg. Der gewählte Belag trägt dabei maßgeblich zum Charakter bei: Ein geometrisch strukturierter Platz besitzt quadratische Platten, ein naturnaher Bereich dagegen grob bearbeitete und unregelmäßig geformte Trittsteine.

Stimmung für Groß und Klein schaffen

Die Bewohner des Hauses und ihre Ansprüche müssen gemeinsam über die Funktionen des Gartens entscheiden. Familien mit Kindern wollen wahrscheinlich einen verspielten Garten mit gestalterischen Höhepunkten aber auch ausreichenden Spielmöglichkeiten für die Kleinen. Für Klettermöglichkeiten können Hausbesitzer ein „Hochhaus“ auf Stützen bauen. Unter dem Platz ist Platz für einen Sandkasten oder den Aufbau eines Zelts. Glückliche Besitzer alter Obstbäume können sie auch nutzen, um ein Baumhaus im Geäst zu fixieren.

Größe Kinder, aber auch Eltern, freuen sich über einen großzügigen Rasenbereich, wo sie Volleyball, Badminton oder Fußball spielen können. Spielbereiche sollten grundsätzlich mit Abstand von Beeten platziert werden, sonst ärgert sich die Mutter schnell über in Mitleidenschaft gezogene Blumen.

Wir hoffen, dass die Ratgeber-Reihe aktuellen und zukünftigen Besitzern eines Reihen- oder Doppelhauses weiterhilft, ihren Garten sinnvoll und praktisch zu gestalten.

Weitere Tipps rund um das Thema Garten gibt es in der entsprechenden Kategorie unseres Portals.

Artikelbild: © Kevin Eaves / Shutterstock

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