So wird der Balkon zur Oase: Zehn Ideen für den Wohnungsvorbau

So wird der Balkon zur Oase: Zehn Ideen für den Wohnungsvorbau

Gerade im Frühling und im Sommer ist er die kleine Oase der Erholung: der Balkon. Je nach Gestaltung kann er ein Gartenparadies, eine Wellness-Oase oder aber auch ein Kräutergarten sein. Mit kleinen Tricks und Kniffen kann der Vorbau des Hauses zu einer echten Alternative zum Garten werden.

1. Idee: enge Balkone besser ausnutzen

Nicht jeder ist mit einem ausladenden Balkon ausgestattet. In vielen Fällen sind die Erker klein und eng. Hier können keine großen Balkonmöbel Platz finden. Ein Klapptisch, der am Balkongeländer angebracht werden kann, ist hier ein wahres Platzwunder. Mit einem kleinen Handgriff kann er auf- und abgeklappt werden – je nach Bedarf. Im Handel gibt es mehrere Modelle, manche sind sogar höhenverstellbar, nur zum Anhängen oder zum Anschrauben. Mit anderen Möbeln können gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Eine Bank bietet unter oder sogar in sich Stauraum für Grillutensilien, Sitzkissen oder Handwerkszeug.

2. Idee: kleine Balkone größer wirken lassen

Wer sich auf seinem Balkon auch optisch eingeengt fühlt, kann mit einigen Tricks die Oase dennoch größer wirken lassen. Auf kleinen Balkonen sollte unbedingt das Geländer mitgenutzt werden. In Kästen finden sowohl wichtige Utensilien aber auch Blumen Platz. Mit einer speziellen Halterung nach außen angebracht vergrößern sie den Balkon optisch. Spiegel an den Wänden helfen ebenfalls. Ein weiterer Trick ist, Pflanzen an die Wand anzubringen. Das nimmt keinen Platz auf den Balkon selbst weg und lässt dennoch zahlreiche Blumen erblühen.

3. Idee: Große Balkone einschränken

Was des einen Freud, ist des anderen Leid. Manchen ist der zur Verfügung stehende Balkon zu groß und kahl – hier helfen Balkontrennwände. Mit ihnen kann die Fläche optisch verkleinert werden. Zugleich sind sie dekorativ und bieten einen Sichtschutz. Dahinter lassen sich unschöne Dinge wie Besen, Eimer & Co verbergen. Der Handel bietet hier zahlreiche verschiedene Modelle. Ob aus Kunststoff, Naturelementen oder andere Materialien, hier sind der Gestaltung keine Grenze gesetzt. Flexibel lassen sich auch Paravents aufstellen.

4. Idee: Pflanzen für den Balkon

Wer aus seinem Balkon eine wahre Pflanzenoase machen möchte, muss die richtigen Pflanzen wählen. Im Gartencenter werden diese als „Beet- und Balkonpflanzen“ angeboten. Doch bei der Blütenpracht sind einige Dinge zu beachten:

  • Standortansprüche
  • Zustand der Pflanzen
  • Pflanzzeitpunkt

Nicht auf jeden Balkon passen alle Pflanzen. Der Süderker bietet sehr viel Sonne, ein Balkon Richtung Norden hingegen kaum. Beim Kauf sollte der Balkonbesitzer ebenfalls checken, ob sich beispielsweise Schädlinge unter den Blättern angesiedelt haben. Sieht die Pflanze nicht gesund aus, sollte sie nicht gekauft werden. Die beste Pflanzzeit ist der Frühling.

Pflanzen für den Süden:

Pflanzen für den Nordbalkon:

Tipp: Wer nicht ständig gießen will oder kann, sollte Blumenkästen mit Wasserspeicher wählen. Diese versorgen die Pflanze über einen längeren Zeitraum mit Wasser!

5. Idee: Der Boden macht den Balkon gemütlich

Nicht jeder findet Betonböden besonders gemütlich. Deswegen lohnt sich auch auf dem Balkon ein Blick nach unten. Outdoor-Teppiche (z.B. Kunstrasen) oder Holzbeläge machen den Balkon behaglicher. Diese Beläge haben auch auf den Südbalkon den Vorteil, dass sie auch in der heißesten Stunde im Sommer gut zu betreten sind. Zudem bietet die Optik ein ganz anderes Feeling. Im Trend sind Steinteppiche, die wie Mosaikböden aussehen. Sie werden, wie alle Alternativen als Fertigelemente im Handel zu Kauf geboten, die leicht zusammen steckbar sind.

6. Idee: Sonnenschutz für den Südbalkon

Wer seinen Balkon gen Süden hat, der ist der Sonne nicht unbändig ausgeliefert. Hier sollte unbedingt ein Sonnenschutz auf dem Balkon integriert werden. Die flexibelste Variante ist ein Sonnenschirm, der nach Belieben um- und aufgestellt werden kann. Für einen kleinen Balkon empfiehlt sich ein Sonnensegel, das nichts vom kostbaren Platz selbst wegnimmt. Auch eine Markise kann eine Alternative sein. Hier sollte vorher der Mietvertrag überprüft werden, ob solche Anbauten genehmigungspflichtig sind.

7. Idee: Mehr Licht für den Nordbalkon

Der Nordbalkon ist sonnenarm. Hier sollte die Dekoration mit viel Licht arbeiten. Windlichter, Wandleuchten, Solarlampen oder Teelichthalter bieten sich hervorragend an. Nur nicht sparen: Je mehr, desto schöner wirkt das Ensemble. Ein Spiegel in Fensteroptik lässt kleine Balkone nicht nur optisch größer wirken, sondern vermehrt auch das Licht. Und mit dem richtigen Neigungswinkel lässt sich sogar in manchen Fällen ein wenig Sonnenlicht für den dunklen Nordbalkon einfangen.

8. Idee: Dekoration für den Balkon

Accessoires sind auch auf dem Balkon ein Muss: Ein kleiner Tischgrill bietet sich an, wenn kein Großer aufgestellt werden darf, Windspiele an den Wänden, eine Wasserschale für Vögel auf einer kleinen Steinsäule … hier sind dem Besitzer alle Idee vorbehalten. Erlaubt ist, was gefällt. Doch Vorsicht: Manch einer neigt zum Überdekorieren. Gerade bei kleinen Balkonen kann dies dazu führen, dass sich ein Gefühl der Enge ausbreitet.

9. Idee: Selber machen ist günstig

Wer einen kahlen Balkon besitzt und nicht viel Geld zur Verfügung hat, muss dennoch nicht auf eine Gestaltung des Balkons verzichten. Denn auch für das kleine Budget existieren viele Ideen. Es gibt zahlreiche Anleitungen für Möbel zum selber bauen. Mit einem einfachen Anstrich bekommt der Balkon eine neue Farbe. Selbst Gehäkeltes passt wunderbar auf den Tisch. Der Frühlingsstrauß lässt sich aus wenigen, geschnittenen Zweige in der Natur um die Ecke gestalten. Es muss nicht immer das teure Accessoire aus dem Möbelhaus sein.

10. Idee: Balkon praktisch nutzen

Der Erker kann auch einen praktischen Nutzen bekommen: als Kräutergarten beispielsweise. Gerade Petersilie, Schnittlauch und Basilikum sind heutzutage kaum noch aus der Küche wegzudenken. Mit den passenden Balkonkästchen kann hier eine wahre Kräuterinsel entstehen. Sie verbreiten nicht nur einen tollen Duft und wirken als Biotop, sie bieten auch einen praktischen Nutzen. Wenn mehr Kräuter über bleiben, als der Koch verbraucht, können sie getrocknet, eingelegt oder eingefroren werden.

Artikelbild: © Dmitry Pistrov / Shutterstock

 

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