Streichputz: Kosten kalkulieren

Streichputz: Kosten kalkulieren

Für immer mehr Handwerker wird Streichputz eine lohnenswerte Alternative zur Tapete, ist er doch langlebiger, robuster und bringt zudem auch eine schöne Optik mit.Gerade wenn die heimischen vier Wänden das Eigentum sind, lohnt es auch, über solch eine Variante der Wandgestaltung nachzudenken. Auch die Kosten spielen hierbei eine wichtige Rolle. Wer selber Hand anlegt, wird immer kostengünstiger sein. Beim Profi wird jedoch das Gesamtpaket zwar zum teuren Preis – aber auch mit Garantie geliefert.

Für den Heimwerker: Die Kosten der „Do-it-yourself“-Variante

Wer selber Hand anlegen will, muss zunächst die Werkzeuge einplanen, die bei Nichtvorhandensein ebenfalls gekauft werden müssen. Kelle, Rolle, Eimer und Co – und bei dem Wunsch auch die Decke mit Streichputz zu versehen – Abdeckfolie und Putzanzug. Je nach Bedarf können hier schon die ersten 50 Euro und mehr aus dem Geldbeutel den Besitzer wechseln. Zudem bedarf es natürlich auch den Streichputz. Dessen Preis ist von mehreren Faktoren abhängig. Zum einen gibt es bereits fertig angerührte Mischungen. Aber auch in Pulverform ist Streichputz im Handel erhältlich. Dieser ist deutlich billiger und Produkte ohne Markennamen kosten ab etwa 20 Euro.

Der Heimwerker muss den Streichputz noch mit Wasser anrühren. Eine weitere Variable für den Preis ist die Bindungsbasis des Streichputzes. Varianten auf Kunstharzbasis sind die preislich günstigsten. Hier gibt es das 20 Kilo-Paket schon ab 30 Euro. Fertigmischungen auf Kalkbasis sind im ähnlichen Preisgefüge, jedoch können hier auch Markenprodukte bis zu 70 Euro und mehr Kosten. Die letzte Variation ist Streichputz auf Lehmbasis, der das Raumklima am besten beeinflusst. Das zahlt der Heimwerker jedoch auch, um die 90 Euro kosten hier die Markenprodukte. Je nach Untergrund darf aber auch die Grundierung nicht vergessen werden. Diese schlägt schließlich auch noch mal mit fünf bis zehn Euro zu Buche.

Zudem muss der Heimwerker auch noch wissen: Für einen Quadratmeter Wand braucht es rund 1 bis 1,2 Kilo Streichputz, je nach Dicke bei dem Auftragen.

Die Kosten des Profis: Diese Positionen werden berechnet

Wer sich gegen die „Do-it-yourself“-Version entscheidet, kann den Profi beauftragt werden. Der Experte berechnet jedoch deutlich mehr als nur die Materialkosten. Hier sind unter anderem folgende Positionen ebenfalls von Bedeutung:

  • Reisekosten (je nach Entfernung)
  • Abdeckarbeiten (je nach Material)
  • zu bearbeitende Fläche (Wand oder Decke)
  • Vorbereitung der Fläche (abspachteln, abschleifen, etc)
  • das eigentliche Auftragen des Streichputzes
  • Struktur mit verschiedener Technik
  • Farbtönung im Anschluss

In der Regel legt der Profi den Preis bei einer Vorbesichtigung fest und die Leistungen werden mit allen Kosten im Angebot aufgelistet. Dieses sollte immer schriftlich erfolgen. Wird der Wohnraum zum ersten Mal bezogen, fallen weniger Vorbereitungsarbeiten an. Das reduziert die Kosten. Bei bereits gebrauchtem Wohnraum sind die Arbeiten oft aufwendiger. In diesem Fall ist jedoch jeder bei einem Profi gut aufgehoben. Je aufwendiger die Arbeiten, desto eher ist der Experte die richtige Wahl.

Professionelle Firmen berechnen den Preis nicht nach Wohnungsfläche, sondern nach zu streichender Fläche. Auf diese Zahl kommen die Materialkosten noch drauf!

Streichputz oder Tapete: Was schont den Geldbeutel?

Die meisten Heimwerker machen eine kleine Milchmädchenrechnung: Fläche der Wand plus Abdeckfläche mal Kosten für Tapete. Dem gegenüber wird Putz und Grundierung an Farbe im Nachhinein aufgelistet. Viele Handwerker kommen hier schnell drauf: Das Verwenden von Streichputz ist um ein vielfaches teurer als einfaches Tapezieren. Jedoch vergessen die meisten: Streichputz ist deutlich langlebiger als das Papier an der Wand. Wer sich für diese Wandgestaltung entscheidet, tut das auf langfristiger Sicht. Daher stellt sich nicht die Frage, was Kosten bei der Ausführung spart, sondern ob weitere Kosten für Erneuerung anfallen. Sind die heimischen vier Wände Eigentum? Dann spart der Streichputz auf die Jahre gesehen vielleicht doch!

Schnäppchen durch Anzeigelektüre

Mit ein wenig Aufwand kann auch bei der Anschaffung von Streichputz ein gutes Schnäppchen gemacht werden. Denn so mancher Heimwerker verkalkuliert sich mit den Mengen und bietet überschüssigen Putz in Kleinanzeigen an. Ein Blick auf Portale wie „ebay“ und „Quoka“ kann sich lohnen. Auch im Forum rund um das Heimwerkern werden oft Restbestände angeboten. Streichputz hat den Vorteil, dass er – trocken gelagert und luftdicht verschlossen – eine mehrjährige Haltbarkeit aufweist. Bei Freunden, Nachbarn und Kollegen fragen, kann auch den Geldbeutel schonen.

Auch bei der Buchung eines Profis kann gespart werden. Ausschreibungen im Internet können hier im Preis deutliche Vorteile bringen. Auf entsprechenden Portalen bieten zahlreiche Handwerker ihre Dienste an.

Zusammenfassung

Streichputz auf Wände und Decke ist ein absoluter Trend und vor allem für Eigenheimbesitzer eine Alternative zu Tapeten. Die Kosten variieren hier je nach Produkt und der zu verarbeitenden Fläche. Aber auch der Profi kann hier seinen Preis Wert sein.

Artikelbild: © Syda Productions / Shutterstock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.