Terrassenbau-Kosten – Ein Überblick

Terrassenbau-Kosten – Ein Überblick

Die Terrasse ist der Übergang vom Haus zum Garten – und für viele Hausherren, gerade im Sommer, der bevorzugte Aufenthaltsort. Auf der Terrasse kann man sich sonnen, Kaffee trinken, entspannen und Stunden mit Freunden und Familie verbringen – kein Wunder, dass die Terrasse für viele zur Lebensqualität gehört. Wer noch keine Terrasse hat, will sich heute gern eine bauen, angeregt durch die zahlreichen attraktiven Modelle, die im Gartenbau und Fachhandel zu sehen sind.

Doch der Terrassenbau erfordert eine gründliche Planung und etwas Vorüberlegung zur gelungenen ästhetischen und technischen Umsetzung. Welches Material will man verwenden, Holz oder Betonplatten? Der Unterschied zwischen einer Holzterrasse und einer gepflasterten Terrasse ist beträchtlich, vom optischen Effekt her und von den Kosten. Die verschiedenen Holzarten – von Lärche bis Bangkirai – machen die Auswahl nicht leichter, so dass man schon Vorwissen braucht, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Was kostet der Terrassenbau im Allgemeinen?

Durchschnittliche Kosten:

Posten Anzahl Durchschnittliche Kosten
WPC Terrassendielen Hohlkammer 42 1.500,00 €
Unterkonstruktionsleisten 23 500,00 €
Montageclips 5 Packungen 300,00 €
S-u-E-Clips 3 Packungen 50,00 €
Gummipads 8 Packungen 130,00 €
Drehfüße 13 Packungen 1.000,00 €

Der Durchschnittspreis für den Terrassenbau ist als Faustregel 100 Euro pro Quadratmeter. In Ausnahmefällen kann die Terrasse sich viel preiswerter rechnen, manchmal auch teurer. Die Kosten sind vor allem durch die Art des Terrassenbelags zu steuern: teures Edelholz oder preiswertes Nadelholz ist hier die Frage.

Überlegen vor dem Verlegen: Ein paar Tipps vorweg

Wie groß ist die Fläche? Der Belag der Terrasse sollte sorgfältig gewählt werden in Abstimmung mit der Größe der Fläche und den Materialien, die am Haus verwendet wurden, um einen stimmigen Gesamteindruck zu gewährleisten. Welche Unterkonstruktion benötigt man zur professionellen Terrassengestaltung? Ein guter Unterbau als Fundament trägt erheblich zur Stabilität der Terrassenkonstruktion bei und hilft es zu vermeiden, Jahre später mit Sanierungen beginnen zu müssen.

Welche Randeinfassung möchte man, eine Einfassung aus Betonsteinen oder Pflaster? Eine Terrassengestaltung kann mit das Schönste an der Gartengestaltung allgemein sein, aber sie ist auch anspruchsvoll, weshalb viele Bauherren die Planung lieber dem, Fachmann überlassen. Im Folgenden sehen Sie eine Übersicht zu allen Themen, die im Zusammenhang mit Terrassenbau interessieren – so können Sie selbst entscheiden, ob Sie Hand anlegen im Do-it-yourself Verfahren oder lieber den Fachmann beauftragen wollen.

Zusätzlich informieren wir mit dem Kosten-Check über die aktuellen Preise für alle Elemente der Terrasse, vom Belag wie Terrassendielen und Terrassenplatten oder Pflastersteinen und Unterkonstruktion bis zu weiteren Kosten. So können Sie sich selbst informieren, welche Art von „Platz an der Sonne“ Sie durch Ihre neue Terrasse gestalten.

Terrassengestaltung ist für viele unbedingt die Sache des Fachmanns, da viel Fachwissen erforderlich ist, was den Abstand zur Hauswand, den Unterbau und den Belag angeht. Die professionelle Planung vom Terrassenbau kostet, je nach Größe der Terrassenfläche, zwischen 300-1000 EUR. Allerdings können kleinere Terrassen mit weniger aufwändiger Unterkonstruktion auch vom Laien geplant werden.

Holzterrasse oder gepflasterte Terrasse – Eine Grundsatzentscheidung

Es gibt manche, für die ist eine Terrasse grundsätzlich ein Holzdeck, also eine Holzterrasse mit Holzdielen oder einem Belag aus Holzarten wie Lärche oder Bangkirai. In solchen Fällen kann man nicht diskutieren, denn Geschmack ist bekanntlich individuell. Andererseits gibt es auch Leute, die unbedingt eine gepflasterte Terrasse, sei es mit Natursteinen oder künstlich hergestellten Steinen (Betonplatten) haben wollen, weil es praktischer ist und leichter zu pflegen.

Auch hier lässt sich nicht streiten. Wichtig ist: Die beiden grundsätzlichen Typen von Terrassengestaltung, abhängig vom Belag – aus Holz oder Betonplatten/ Natursteinen – sind unterschiedlich in Aufbau, Aufwand (Verlegen) und Kosten. Wir zeigen im Folgenden eine Übersicht über verschiedene Arten von Terrassenboden und kalkulieren die Preise.

Die einfachste Terrassenart ist ein Bauen ohne Höhenunterschied beim Untergrund mit einem Bodenbelag aus Beton. Allerdings ist diese einfachste Lösung nicht überall vor Ort anwendbar, wenn das Gelände zum Beispiel ein Gefälle hat oder Stufen von der Hauswand aus zu verlegen sind – abgesehen davon, dass sie nicht jedermanns Geschmack ist.

Aktuelle Preistabelle: So viel kostet die Holzterrasse

Die Kosten für den Terrassenbau stellen sich immer aus drei Posten zusammen: Unterbau, Belag und sonstige Kosten, wobei unter „sonstige Kosten“ auch Honorare für Handwerker, Anfahrtspauschale, Planungskosten durch den Fachmann und weiteres gerechnet sind. Diese Dreiteilung von Kosten zur Terrassengestaltung spielt natürlich auch bei dem Bau von Betonterrassen oder gepflasterten Terrassen mit Natursteinen und Randsteinen eine Rolle, denn das Schema von Unterbau, Belag und Arbeitsstunden ist immer gleich.

Posten Durchschnittliche Kosten
Unterkonstruktion:
Kies und Sand 4 € / m²
Beton-Pflastersteine 2 € / m²
Kanthölzer 4 € / m
Befestigungsmaterial 8 € / m²
Belag:
Dielen aus Douglasienholz 1,50-3,00 € / m
Dielen aus Kiefernholz 3,00 € / m
Dielen aus Thermoeschen 9,00 € / m
Holzöl 36 € / l
Sonstige Kosten:
Planungskosten durch Fachmann 300-400 € / einfache Terrasse
Handwerker 50-60 € / Stunde
Gesamtkosten(ohne Planungskosten) 90 – 120 € / m²

Beim Unterbau gehen wir von einem Punktfundament aus, das durch Beton-Pflastersteine gebildet und mit Kies oder Sand aufgeschüttet wird, sowie mit Randsteinen versehen. Wir sehen jetzt eine Kostenübersicht über den Bau einer Holzterrasse mit unterschiedlichen Holzarten als Belag, wobei die Kosten pro Quadratmeter Fläche ausschlaggebend sind.

Wer eine einfache Terrasse aus Douglasienholz bauen will, findet sich am unteren Ende der Preisskala wieder, doch wer eine aufwändige Terrasse aus Thermoeschenholz haben will, muss tiefer in die Tasche greifen. Auch kann man bei kleineren Terrassenflächen durchaus selbst die Planung am Bau oder sogar den Bau selbst übernehmen und durch Eigenleistung erhebliche Kosten sparen.

Kostencheck konkret: Holzterrassen in unterschiedlichen Größen

Für eine kleine Holzterrasse von 20 Quadratmetern müsste man also im günstigsten Fall von 1800 EUR für Unterbau, Belag und Handwerker ausgehen, wobei nach Oben kaum Grenzen gesetzt sind. Bei professioneller Planung durch den Fachmann und Verwendung von hochwertigem Tropenholz wie Bangkirai und eine anspruchsvollere Unterkonstruktion (zum Beispiel, wenn ein Höhenunterschied auszugleichen ist) kann die Holzterrasse von 20 Quadratmetern auch das Doppelte kosten.

Allerdings kann dieselbe Terrasse in Eigenleistung erbaut preislich bei der Hälfte rangieren, wenn es nicht darauf ankommt, auf den Millimeter genau zu arbeiten und beim Verlegen jede Fuge exakt anzubringen. Auch die Größe des Unterbaus und des Belags ist natürlich entscheidend: Wer sehr viel Platz im Garten hat und mit einer Terrassenfläche von 40 Quadratmetern oder mehr aufwarten kann, sollte die Kosten entsprechend hochrechnen. Eine Holzterrasse von 40 Quadratmetern Fläche kostet beim Bau durch den Fachmann ab 3600 EUR, kann jedoch auch ein Vielfaches davon betragen.

Allerdings ist bei manchen großen Terrassen eine Baugenehmigung erforderlich – erkundigen Sie sich unbedingt vorher, bevor Sie mit dem Bau beginnen, ansonsten müssten Sie nachträglich etwas einschränken, wenn Sie schon begonnen haben. Dieser Ärger lässt sich vermeiden, wenn Sie im Vorfeld schon mit der örtlichen Baubehörde in Kontakt treten. Der Planung der Holzterrasse durch den Fachmann wird der eventuelle Bauantrag meist auch als Service durch diesen übernommen.

Holz ist ein besonders beliebter Terrassenbelag, weil es formschön, natürlich und rustikal ist. Nicht immer ist die Holzdiele jedoch ausreichend imprägniert, um dauerhaft Feuchtigkeit abzuhalten – fragen Sie unbedingt im Fachhandel nach. Das FSC Siegel ist wichtig: es weist nach, dass die Hölzer aus nachhaltiger Fortwirtschaft stammen.

Die Terrassengestaltung aus Betonplatten – Eine preiswerte Alternative

Wer kein Holz zum Terrassenbau verwenden will, kann auf die altbewährten Betonplatten zurückgreifen, die sehr tragfähig sind und fast keine Abnutzung zeigen. Ein weiterer Vorteil ist: Es gibt heute im Fachhandel weit mehr Auswahl als die bekannten Waschbetonplatten aus Omas Zeiten. Moderne Betonplatten kommen in vielen Farben und Größen von den kleinen Pflastersteinen über quadratische Platten von zwanzig mal zwanzig Zentimetern oder vierzig mal vierzig Zentimetern bis hin zu Polygonalplatten in unregelmäßigen Formen, so dass interessante Terrassengestaltungen möglich sind, die sich erfreulich vom grauen Einerlei in Beton abheben.

Auch gibt es die Möglichkeit, Terrassen mit Natursteinen zu belegen – eine optisch sehr reizvolle Alternative, die aber auch ihre Kosten hat, da Naturstein fast immer teurer ist als Betonplatten. Beton-Pflaster gibt es bereits ab sechs Euro Materialkosten pro Quadratmeter, zusätzlich zu den Kosten des Unterbaus und der Randeinfassung, die wiederum zwischen 20-30 Euro pro Quadratmeter kosten.

Die Bauweisen von gepflasterten Terrassen unterscheiden sich hinsichtlich des Unterbaus, der Beläge selbst (Natursteine oder Betonsteine oder Pflaster) sowie der Verlegemuster, die beim Verlegen eine breite Varianz von erwünschten Effekten erlauben.

Weder – noch: WPC Terrassendielen als grüne Alternative

Seit einigen Jahren ist es Trend, Terrassenbau aus WPC-Terrassendielen zu propagieren. Bei der beliebten Abkürzung „WPC“ handelt es sich um „wood plastic composites“, also chemische Zusammensetzungen von Holz und Plastik. Die täuschend echt aussehenden Terrassendielen wirken recht naturnah und können, anders als echtes Holz, ohne Sorge um Schimmel, Feuchtigkeit und Moosbefall bei sich stauendem Regenwasser eingesetzt werden.

Im Folgenden sehen Sie die Kosten für eine Terrassenfläche von 30 Quadratmetern, also einer mittelgroßen Terrasse, mit WPC-Dielen und einer entsprechenden Unterkonstruktion, die man in diesem Fall sorgfältig mit Gummipads oder Drehfüßen macht.

Das Verlegen von WPC-Terrassendielen ist „eine Kunst für sich“ und kann in zahlreichen Heimwerker-Videos erlernt werden. Grundsätzlich ist beim Bauen der Unterkonstruktion die Drehfuß-Variante immer deutlich teurer als die Gummipads-Variante.

Zusammenfassung

Terrassengestaltung vom Fachmann oder im Do-it-yourself Verfahren ist heute sehr beliebt, da sie ein zusätzliches Zimmer im Grünen schafft. Wer es sich zutraut, Fundamente selbst zu verlegen, sowie die Terrasse in Eigenleistung zu bauen, freut sich über preiswerte Resultate. Im Durchschnitt muss man bei einer Holzterrasse mit um 100 Euro pro Quadratmeter rechnen, eine Terrasse aus Betonsteinen oder Pflaster kostet meist viel weniger, um sechs Euro Materialkosten zuzüglich der Kosten des Unterbaus von 20-30 Euro pro Quadratmeter. Neuartige Materialien wie WPC bieten zusätzliche Alternativen in Optik und Kosten.

Artikelbild: ungvar / Bigstock.com

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