Terrassenplatten als 2. Wahl: Darauf sollten Sie achten!

Terrassenplatten als 2. Wahl: Darauf sollten Sie achten!

Es gibt sie in den vielfältigsten Ausführungen: Terrassenplatten können aus Naturstein oder Beton sein, mit Kunststoff Holz imitieren, aus echtem Holz bestehen oder aber auch aus Keramik geformt sein. Das Material ist nicht nur für die Optik ausschlaggebend, sondern auch für den Preis des neuen Bodenbelags. Natursteine wie Marmor und Granit sind dabei die teuersten Vertreter. Doch es ist gar nicht so schwer, Terrassenplatten auch günstig zu ergattern. So sind so manche Exemplare der 2. Wahl ein wahres Schnäppchen.

Bezugsorte: Hier können Terrassenplatten gekauft werden

Wer sich nach Terrassenplatten umsieht, sollte sich auch ein wenig Zeit für den Preisvergleich nehmen. Grundsätzlich gibt es drei Anlaufstellen, um Terrassenplatten zu kaufen. So manche Platte mit dem gleichen Design und der gleichen Größe kostet bei ihnen unterschiedlich. Der Heimwerker hat die Wahl zwischen:

  • Fachhandel
  • Baumarkt
  • Internet

Im Fachhandel sind die Platten meist am teuersten. Hier bekommt der Kunde jedoch auch eine fachgerechte und ausführliche Beratung, die er mitbezahlt. Bei vielen Fachhändlern ist auch die Lieferung inbegriffen. Der Baumarkt liegt preislich oft in der Mitte. Auch hier ist eine Beratung möglich, jedoch längst nicht mehr so aufwendig. Fachhandel und Baumarktpreise lassen sich oft mittels Prospekten vergleichen. Doch am einfachsten geht der Preisvergleich im Internet. Hier ist auch meist der günstigste Einkaufsort für Terrassenplatten. So manche Preisvergleichsseite hilft hier, schnell den günstigsten Preis zu finden.

Sowohl der Baumarkt als auch der Onlineshop bieten eine Lieferung. Gerade bei Letzteren kann dies nicht immer kostenfrei gestaltet werden. Daher sollten diese Nebenkosten immer auf den Kaufpreis gedanklich drauf geschlagen werden!

Sparen Sie auch bei den Lieferkosten. Diese sind von Onlineshop zu Onlineshop unterschiedlich und können bis zu 30 Prozent teurer oder billiger sein. Vergleichen Sie daher auch immer diesen Posten. Wer vor Ort kauft, kann die Transportkosten leicht auf null reduzieren, indem er die Terrassenplatten selbst transportiert.

Eine Alternative zum Sparen: Restposten

Überall, wo Terrassenplatten angeboten werden, gibt es auch Restposten. Sowohl im Internet als auch im Baumarkt werden diese kleinen Mengen an übrig gebliebenen Platten aus einst großen Beständen oft im Preis reduziert angeboten. Hier wird es keine weitere Produktion dieser Platten geben, daher sind die Stückzahl meist begrenzt.

Zahlreiche Baumärkte bieten die Restposten nicht immer selber an. Sie sortieren diese aus dem Lager aus, wenn neue Kollektionen eintreffen. Die Auslaufmodelle nehmen nur unnötigen Platz im Lager weg. In der Regel werden die Platten an Restpostenhändler gegeben. In speziellen Shops sind diese dann im In- und Ausland zu bekommen. Mit Restposten können Heimwerker gutes Geld sparen. Die Ersparnisse fangen bei fünf Prozent an.

2. Wahl: Billiger, aber nicht immer schlechter

Doch wer richtig sparen will, sollte sich nach Terrassenplatten sogenannter 2. Wahl umschauen. Diese Angebote werden auch B-Ware genannt. Das sind Produkte, die aufgrund von Mängel zu Platten zweiter Wahl in der Qualität herabgestuft wurden. Produkte müssen immer einer Qualitätskontrolle unterzogen werden. Entsprechen sie nicht den Kriterien, werden sie aussortiert oder herabgestuft. 2. Wahl Exemplare haben meist kleine optische Schönheitsfehler. Dazu gehören beispielsweise Makel im Design, Oberflächenfehler, Schleiffehler, Makel in der Versiegelung, aber auch Ausblühungen und Risse.

So manche Terrassenplatten sind jedoch B-Ware und haben dennoch keine Mängel. Das können sogenannte Rückläufer sein – hier haben Kunden das Produkt gekauft, es hat nicht gefallen und sie haben es unbenutzt zurückgeschickt. Die Platten könnten in diesem Fall wie neu sein. Auch reicht es schon, wenn die Produkte nicht original verpackt sind, um als B-Ware eingestuft zu werden.

So mancher Heimwerker kann mit dem einen oder anderen Fehler sehr gut leben und daher hierbei viel Geld sparen. Doch vor dem Kauf sollte unbedingt mit dem Händler gesprochen werden, warum die Terrassenplatten abgestuft wurden. Schauen Sie sich die Terrassenplatten genau an. Gefällt das Produkt trotz des Fehlers, kann hier im Schnitt rund 20 Prozent gegenüber der Ware 1. Wahl gespart werden.

Der Kauf von 2. Wahl-Produkten sollte genau überlegt werden. Denn hier fällt die Gewährleistungspflicht des Verkäufers weg. Zahlreiche Produkte sind daher auch vom Umtausch ausgeschlossen. Manche Händler bieten jedoch zumindest eine einjährige Garantie. Das Widerrufsrecht gilt dennoch innerhalb von 14 Tagen – Fehlkäufe können während dieser Zeit zurückgeschickt werden.

Tipps zum Kauf von B-Ware

Die Produkte der Kategorie 2. Wahl gibt es sowohl online als auch im Fach- und Baumarkt. Doch gerade bei den mangelhaften Platten ist eine persönliche Inspektion unbedingt ratsam. Wer bei B-Ware blind kauft, läuft Gefahr, einen Fehlkauf zu tätigen. Lassen Sie sich daher besser vor Ort genauestens beraten und über die Fehler aufklären – die Mitarbeiter im Fachhandel nehmen sich hierfür gern Zeit. Und auch im Baumarkt steht ein beratender Verkäufer zur Seite.

Ist dies nicht möglich, wie beispielsweise beim Internetkauf, sollte der Heimwerker die Beschreibung genauestens durchlesen. So manche Anbieter teilt seine B-Ware auch in Kategorien ein, um den Zustand besser darzustellen. Diese können vor allem beim Onlinehandel eine gute Orientierung sein. Gängig sind hier die Bezeichnungen:

  • „wie neu“
  • „sehr gut“
  • „gut“
  • „akzeptabel“

Oft werden auch in den Produktbeschreibungen die Mängel aufgeführt: „Kratzer auf der Oberfläche“, „nicht original verpackt“ und „geplatzte Ecke“ sind hier typischen Formulierungen. Seriöse Anbieter zeigen die Mängel online auch mit Fotos – sie haben nichts zu verbergen. Denn stellt der Heimwerker bei Auspacken oder Verwenden der Terrassenplatten fest, dass sie einen weiteren Mangel haben, der nicht angegeben wurde, kann er diese Ware meist reklamieren.

Die Schnäppchenjagd mittels Ware 2. Wahl sollte nicht ohne Preisvergleich abgeschlossen werden. Denn manchmal kostet die B-Ware trotzdem mehr, als neue Produkte, wie Verbraucherzentralen herausgefunden haben.

Zusammenfassung

Wer seine Terrasse mit neuen Platten verschönern will, kann einerseits viel Geld ausgeben, aber auch mit dem kleinen Geldbeutel ein schönes Außengelände gestalten. Restposten und B-Ware können das Budget des Heimwerkers schonen. Hier sollte jedoch genau nachgefragt werden, worin der Mängel besteht. Eine Vor-Ort-Besichtigung ist ratsam. So manches Produkt wird als B-Ware deklariert, ohne Mängel zu haben – als Rückläufer oder wegen der fehlenden Originalverpackung.

Artikelbild: © Kasia Bialasiewicz / Bigstock.com

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