Terrassenplatten imprägnieren – Dauerhafter Schutz für den Boden

Terrassenplatten imprägnieren – Dauerhafter Schutz für den Boden

Die Schönheit einer Terrasse steht und fällt mit dem richtigen Bodenbelag. Zwar spielen Möbel auch eine wichtige Rolle, allerdings ist der Boden das Fundament und prägt das Gesamtbild maßgeblich. Terrassenplatten sind daher eine gute Möglichkeit, den Terrassenboden nach den eigenen Wünschen zu gestalten. Die Optik macht einiges her. Damit die Optik aber auch nach Jahren noch gleich ansprechend ist und die Terrassenplatten nicht beschädigt werden, ist eine Imprägnierung ratsam.

Wie die Terrassenplatten imprägniert werden und wann das nötig ist, wird im Folgenden dargestellt.

Diese Terrassenplatten gibt es

Der Begriff „Terrassenplatten“ beschreibt Bodenbeläge, die für den Außenbereich geeignet sind. Am besten ist die Nutzung tatsächlich für die Terrasse geeignet, wobei auch Gehwege damit bedeckt werden könnten. Darüber hinaus sind Terrassenplatten aus unterschiedlichen Materialien verfügbar. Häufig werden Betonplatten genutzt. Der Vorteil dieser Platten liegt darin, dass sie in Form und Farbe flexibel hergestellt werden können und es somit passgenaue Größen gibt.

Ähnliche Eigenschaften hat auch das ebenfalls häufig verwendete Feinsteinzeug. Weniger flexibel in der Form sind dagegen Platten aus Natursteinen. Diese sind in manchen Fällen zwar geformt und gleichmäßig, allerdings gibt es auch viele Fälle, in denen die Platten nicht weiter geformt werden können. Dafür wirken sie von der Optik etwas natürlicher.

Einige Terrassenplatten sind bereits imprägniert, wobei sie dann als glasiert beschrieben werden. Zusätzliche Imprägnierungen sind dabei unmittelbar nach dem Verlegen erst einmal nicht notwendig.

Aus diesem Grund ist eine Imprägnierung sinnvoll

Imprägnierungen sind fast immer dazu gut, wasserabweisend zu wirken. Dabei wird die Tiefenstruktur des Baustoffes so verändert, dass das Wasser nicht in die Poren eindringen kann. Es ist im Grunde genommen dazu geeignet, die Poren zu schließen. Der Vorteil liegt dann darin, dass das Wasser nicht eindringt und die Baustoffe schneller trocknen. Auch das Ansammeln von Dreck wird eingeschränkt. Darüber hinaus ist es auch bei kalten Temperaturen sinnvoll, da das Wasser dann nicht eindringen und anschließend gefrieren kann.

Dann kann die Imprägnierung von Terrassenplatten durchgeführt werden

Besonders wichtig ist die Imprägnierung von Terrassenplatten bei neuen Platten, damit diese von Beginn an geschützt sind und keinen Dreck zulassen. Dazu ist das Auftragen direkt nach dem Verlegen sinnvoll, bevor es zu ersten Regenfällen kommt. Allerdings können auch ältere Terrassenplatten imprägniert werden. Das wird besonders dann nötig, wenn die Platten noch nicht zu sehr beschädigt sind und eine Imprägnierung noch sinnvoll ist. Allerdings ist eine ausgiebige Reinigung vorher nötig.

Für die Reinigung sind einige Faktoren wichtig. Zum einen müssen die Steine tatsächlich komplett sauber sein. Dazu kann unter Umständen eine Reinigung mit dem Hochdruckreiniger dienen. Es ist allerdings auch möglich, die Steine von Hand zu reinigen. Dafür können oftmals schon einfache Besen genutzt werden. In der Kombination mit viel Wasser und einem entsprechenden Putzmittel lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

In einigen Fällen ist es ebenfalls sinnvoll, die Platten zunächst einmal mit dem Reinigungsmittel einzusprühen und dieses einwirken zu lassen. Nach der Reinigung müssen die Platten dann noch ausreichend trocknen, bevor weitere Maßnahmen durchgeführt werden.

Reinigungsmaterialien für Terrassenplatten

Das gewählte Reinigungsmaterial hängt auch immer stark von der Art der Terrassenplatte ab, da die Mittel unterschiedlich mit den jeweiligen Platten reagieren. Chlorwasserstoffsäure und Aktivchlor sind beides Grundstoffe von Reinigern, die auf fast allen Terrassenplatten genutzt werden können. Eine weniger starke Wirkung besitzen Terrassenschonreiniger. Bei den Natursteinen sind diese Mittel allerdings immer mit Vorsicht anzuwenden, weshalb sich Reiniger auf Seifenbasis anbieten. Diese schonen die Platten deutlich besser.

Wenn der Reiniger auf Säurebasis produziert wird, ist es sinnvoll, umliegende Metallteile zu schützen. Diese sind immer besonders anfällig für Säuren und können ihre Oberfläche stark verändern. Ähnliches gilt auch für Pflanzen.

Terrassenplatten grundieren

Es kommt zwar stets auf die spätere Imprägnierung an, allerdings ist es in vielen Fällen sinnvoll, die Terrassenplatten zunächst einmal zu grundieren. Die Grundierung hilft der Imprägnierung dabei, lange und gut zu halten und schützt somit die Terrassenplatten noch besser. Die Grundierung kann mit einem Drucksprüher aufgetragen werden.

Dazu wird das Grundiermittel an den Sprüher angeschlossen und gleichmäßig auf die Terrassenplatten aufgetragen. Es ist wichtig, dass alle Flächen damit abgedeckt sind, damit es zu einem gleichmäßigen Ergebnis kommt. Im Anschluss muss die Grundierung meist erst einmal einziehen und dabei trocken gehalten werden. Die Dauer des Einziehens kann den Angaben des Herstellers entnommen werden.

Auftragen der Imprägnierung

Auch die Imprägnierung muss mit einem Drucksprüher aufgetragen werden. Dazu muss allerdings die Grundierung sorgfältig aus dem gesamten Gerät entfernt werden. Einige Durchläufe mit Wasser können dazu dienen. In anderen Fällen muss die Imprägnierung aber auch mit einer Schwammrolle aufgetragen werden. Unabhängig vom genutzten Hilfsmittel ist es stets sinnvoll, die Imprägnierung systematisch aufzutragen.

Das bedeutet, dass es sinnvoll ist die Platten nacheinander und in einer bestimmten Reihenfolge abzuarbeiten. So kann am einfachsten sichergestellt werden, dass auch tatsächlich alle Platten genau gleich imprägniert werden. Im Anschluss kann es bei einigen Imprägnierungen auch noch nötig sein, den Vorgang zu wiederholen.

Zusammenfassung

Bevor Terrassenplatten imprägniert werden können, ist die ausgiebige Reinigung der wichtigste Vorbereitungsschritt. Im Anschluss können Grundierung und Imprägnierung mit einem Drucksprüher oder einer Schwammrolle aufgetragen werden. Die Grundierung schützt die Terrassenplatten dann dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit.

Artikelbild: © oocoskun / Bigstock.com

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