Terrassenplatten-Restposten: Terrasse günstig anlegen

Terrassenplatten-Restposten: Terrasse günstig anlegen

Sobald die Sonne im Frühjahr wieder wärmend am Himmel steht, zieht es die Menschen vermehrt ins Freie und in den Garten. Einen besonders gemütlichen Platz zum Sitzen bieten Terrassen. Mit dem richtigen Know-how ist die eigene Terrasse schnell angelegt. Die Frage ist nur: Wie viel soll die Terrasse kosten? Eine besonders günstige Variante ist das Anlegen mit Terrassenplatten-Restposten.

Die Wahl der Terrassenplatten

Wie die Atmosphäre auf der Terrasse letztlich ist, hängt nicht zuletzt von der Art der Terrassenplatten ab – und die Auswahl ist groß. Terrassenplatten sind heute in verschiedenen Designs und aus unterschiedlichen Materialien erhältlich. Die Faktoren Aussehen und Sicherheit spielen eine Rolle. Am Ende entscheidet jedoch häufig der Preis, auf welche Art der Terrassenplatten die Wahl fällt. Beim Terrassenbau werden drei Arten von Terrassenplatten grob unterschieden:

  • Betonplatten
  • Natursteinplatten
  • Holzplatten oder -fliesen

Betonplatten – Vor- und Nachteile

Zunehmend werden Betonplatten im Garten verlegt. Die gegossenen Platten können ganz unterschiedliche Formen und Farben annehmen und überzeugen dadurch mit Vielfältigkeit. Den teureren Natursteinplatten stehen sie im Grunde in nichts nach. Die Zeiten des langweilen, grauen Waschbetons sind jedenfalls vorbei. Zum Teil fällt es auf den ersten Blick schwer, Betonplatten von Natursteinplatten zu unterscheiden. Einige Platten werden bereits mit Oberflächenschutz geliefert, andere sollten nach dem Verlegen mit einer Oberflächenbehandlung vor Schmutz und Witterungseinflüssen geschützt werden. Je nach Verarbeitung und Design können bei Betonplatten große Preisunterschiede entstehen.

Natursteinplatten – Vor- und Nachteile

Der zeitlose Klassiker unter den Terrassenplatten besteht aus Naturstein. Das robuste Material ist langlebig und passt in jeden Garten. Natursteinplatten sind besonders dekorativ. Jeder Stein ist schließlich als Naturprodukt ein Unikat, das im Gegensatz zu Betonplatten mit Farbechtheit glänzen kann. Die robusten, frostsicheren Platten können je nach Design für ein mediterranes oder rustikales Flair sorgen. Aufgrund der meist unregelmäßigen Kanten ist das Verlegen von Natursteinplatten jedoch nicht ganz so einfach wie mit Betonplatten. Nach dem Verlegen sollten auch Natursteine oberflächenbehandelt werden, um die Lebensdauer zu maximieren.

Holzplatten – Vor- und Nachteile

Holz ist von Natur aus gut begehbar und langlebig, wenn es regelmäßig mit Holzschutz behandelt wird. Besonders beliebt sind geriffelte Platten, die aus unterschiedlichen Holzarten hergestellt werden. Besonders beliebt ist Teakholz. In einer längeren Niederschlagsperiode sollte die Terrasse dennoch abgedeckt werden und zwar so, dass die Platten noch genügend durchlüftet sind. Keinesfalls darf die Abdeckung auf dem Terrassengrund aufliegen. Wenn das Holz nach Regen oder Schnee nicht richtig durchtrocknen kann, ist die Gefahr der Schimmelbildung groß und das Holz kann morsch werden. Die vergleichsweise günstigen Holzplatten bieten sich daher vor allem für überdachte Terrassen an.

Wer auf die Holzoptik nicht verzichten möchte, aber einen witterungsbeständigen Untergrund benötigt, findet im Fachhandel auch Betonplatten in Holzoptik.

Tipps für das Verlegen

Betonplatten können grundsätzlich auf dem Mörtelbett verlegt werden. Jedoch ist diese Verlegetechnik nicht nur besonders aufwändig und kostspielig, sie ist auch unpraktisch: Zu groß ist die Gefahr von Frostschäden. Betonplatten und dickere Natursteinplatten werden idealerweise auf einem Splittbett verlegt. Lediglich dünne Natursteinplatten bis zwei Zentimeter Stärke können auf einem speziellen Mörtelbett mit Drainage verlegt werden. Betonplatten können zudem auf sogenannten Stelz- oder Plattenlagern aus Kunststoff verlegt werden. Holzfliesen können auf verschiedenen Untergründen verlegt werden. Ein fester Untergrund aus Beton ist ideal, aber mit der richtigen Technik können Holzfliesen auch auf Rasen oder Kies verlegt werden.

Wer sich für Beton- oder Natursteinplatten entscheidet, sollte Platten aus unterschiedlichen Gebinden bzw. Chargen verwenden. Geringfügige Farbabweichungen können dadurch ausgeglichen werden. Das Resultat ist ein gleichmäßigeres Flächenbild.

Geld sparen mit Terrassenplatten-Restposten

Die verschiedenen Bodenbeläge haben optisch jeweils spezifische Eigenschaften. Nicht alle Plattenarten sind witterungsbeständig oder leicht zu verarbeiten. Welche Terrassenplattenart letztlich gewählt wird, richtet sich vor allem nach den örtlichen Gegebenheiten und dem persönlichen Geschmack. Manchmal scheitert die Wunschterrasse jedoch am Preis. Teurer Naturstein wie Granit oder Sandstein kann schnell das Budget sprengen. Mit ausgewählten Restposten kann vor allem bei kleinen Terrassenflächen richtig Geld gespart werden. Am Ende ist sogar die Wunschterrasse finanzierbar.

Terrassenplatten-Restposten richtig kaufen

Baumärkte sortieren regelmäßig Ware aus dem Lager aus. Denn wie in der Modewelt kommen auch bei Baustoffen regelmäßig neue Kollektionen auf den Markt. Im Lager muss daher regelmäßig Platz geschafft werden. Auslaufmodelle gibt es häufig zu unschlagbar günstigen Preisen. Im Baumarkt berät das Personal gerne, welche Restposten zu welcher Menge noch verfügbar sind. Aber auch im Online-Fachhandel sind Restposten erhältlich. Leider können die Materialien am Bildschirm nicht auf Griffigkeit und Struktur untersucht werden. Dafür sind im Internet besonders große Ersparnisse möglich.

Terrassenplatten-Restposten müssen aber nicht nur Auslaufmodelle sein. Im Fachhandel ist außerdem Ware zweiter Wahl bzw. B-Ware zu stark vergünstigten Preisen erhältlich. Diese Platten stehen in der Regel dem Produkt erster Wahl nur geringfügig in Sachen Design nach, sind ansonsten jedoch genauso haltbar. Brüchige Ware wird in der Regel gar nicht mehr angeboten. Sicherheitshalber sollte Ware zweiter Wahl dennoch nur vor Ort gekauft werden. Das Sparpotential bei Terrassenplatten-Restposten mit Farbeinschlüssen, minimalen Sprüngen oder anderen Designunregelmäßigkeiten ist gigantisch: Häufig sind bis zu 50 Prozent Ersparnis möglich.

Bevor Ware zweiter Wahl erworben wird, sollte sich der Kunde informieren, warum die Terrassenplatten in der Qualität abgestuft worden sind.

Zusammenfassung

Bei den einzelnen Terrassenplattenarten gibt es starke Preisunterschiede. Mitunter ist das gewünschte Material für die geplante Terrasse einfach nicht leistbar. Mit Terrassenplatten-Restposten kann der Heimwerker hingegen richtig Geld sparen und je nach Angebot seine Wunschterrasse doch noch realisieren. Während günstige Auslaufmodelle der aktuellen Terrassenplattenkollektion in nichts nachstehen, muss der Kunde bei Ware zweiter Wahl genau untersuchen, was er kauft. B-Ware weist leichte Mängel auf, die sich jedoch meist auf optische Makel beschränken.

Artikelbild: © EvgeniiAnd / Bigstock.com

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