Terrassenplatten schneiden

Terrassenplatten schneiden

Viele Hausbesitzer haben den Wunsch Leben in den Garten und auf die Terrasse zu bringen, deshalb werden neue Terrassenplatten gekauft und es wird selbst Hand angelegt. Sei es um zu renovieren oder die Terrasse neu anzulegen. Die legendäre Waschbetonplatte aus den 70er-Jahren ist längst kein Hingucker mehr, neue Terrassenplatten dürfen das Ambiente im Freien verschönern.
Fakt ist: Wer Terrassenplatten aus Stein selbst verlegt, dem bleibt das Schneiden der Platten meist nicht aus. Viele Platten müssen gerade am Rand passend zugeschnitten werden. Der Winkelschleifer eignet sich bestens zum Schneiden für Kanten und Stufen.

Terrassenplatten schneiden – Meist macht das ein geeigneter Winkelschleifer

Der Winkelschleifer mit Steinscheibe ist ein geeignetes Schneidgerät für diverse Terrassenplatten. Wichtig ist es nur, dass die Scheiben von guter Qualität sind, Billigprodukte sind da meist nicht passend.

Terrassenplatten schneiden – Unterschiedliche Geräte bieten sich dafür an:

  • Winkelschleifer mit Steinscheibe, auch besser bekannt unter dem Namen Flex
  • der Nassschneider
  • der Steinknacker

Einen Winkelschleifer mit Steinscheibe haben bereits viele Handwerker in der Werkstatt vorrätig, anders sieht es beim Nassschneider und beim Steinknacker aus.

Winkelschleifer mit Steinscheibe

Wer Terrassenplatten schneiden möchte, die nur wenige Zentimeter dick sind, benutzt einen Winkelschleifer, besser unter dem Namen Flex bekannt. Schwere und starke Platten werden dem Nassschneider überlassen, dieser kommt mit solchen Platten besser zurecht.
Wichtig beim Terrassenplatten schneiden: Die Staubbildung bei der Arbeit mit dem Winkelschleifer kann vermindert werden, wenn die Terrassenplatten vor dem Schneiden nass gemacht werden. Darum sollte vor dem Arbeitsbeginn ein Eimer mit Wasser aufgestellt werden. Terrassenplatten, die aus Beton bestehen, saugen das Wasser gut auf und so wird das Schneiden vereinfacht. Das Wasser ist zudem gut für die Steinscheibe, denn sie wird dadurch ausreichend gekühlt.
So wird es gemacht: Der Schnitt muss senkrecht nach unter verlaufen und auf keinen Fall schräg sein. Darum ist es wichtig, dass die Terrassenplatte auf einem planen Untergrund liegt und der Winkelschleifer mit Steinscheibe gerade ist. Der Winkelschleifer sollte mit der Platte in der Waage stehen. Auch wenn es mehrere Platten zu schneiden gibt, die die gleiche Abmessung haben, macht es durchaus Sinn, jede Platte einzeln zu schneiden. Wer alle Platten gleich auf einmal schneidet, riskiert, einen zu hohen Verschnitt, wenn es nicht passend ist.

Zwischen den Zuschnitten der einzelnen Platten benötigt der Winkelschleifer eine kleine Pause, damit er abkühlen kann und nicht überhitzt.

Der Nassschneider

Bei vielen Baumärkten ist ein Ausleihen des Nassschneiders möglich. Kostenpunkt: ca. 25 Euro pro Tag. Ein Zuschlag kommt meist auch noch dazu, wegen der Abnutzung des Sägeblattes, pro Millimeter werden ungefähr 30 Euro verrechnet.
Wichtig beim Terrassenplatten schneiden: Der Nassschneider muss in der Waage sein, sonst verkantet der Schlitten des Gerätes und ein nicht perfekter Schnitt ist das Resultat daraus. Gerade Kanten werden am besten mit einem Nassschneider geschnitten.
So wird es gemacht: Die Wanne des Nassschneiders wird mit ausreichend Wasser gefüllt, damit der entstehende Steinstaub gebunden wird. Es ist darauf zu achten, dass die Wasserpumpe vollständig unter Wasser ist. Ein Nassschneider ist in der Regel mit einer Diamanttrennscheibe versehen. Dieser Diamanttrennscheibe ist auch für sehr harte Natursteine bestens geeignet.

Wer also Granit schneiden möchte, der sollte dafür einen Nassschneider benutzen.

Die Terrassenplatte wird an die Messskala angelegt, die Platte wird richtig auf das Wunschmaß positioniert. Ein Infrarot Laser zeigt die exakte Schnittkante an. Auch Sockelleisten können mit diesem Gerät selbst zugeschnitten werden.

Der Steinknacker

Werden sehr starke Terrassenplatten bearbeitet, ist der Steinknacker das passende Gerät dafür. Er kann auch bei vielen handelsüblichen Baumärkten ausgeliehen werden. Die Kosten dafür belaufen sich etwa auf 15 Euro pro Tag.
Wichtig beim Terrassenplatten schneiden: Der Schnitt der Platten kann sehr gut ausgeführt werden. Für sehr dicke Terrassenplatten, die etwa sieben Zentimeter stark sind oder auch stärker, ist der Steinknacker perfekt geeignet. Nur bei den Kanten arbeitet der Steinknacker nicht so exakt, wie das mancher Heimwerker wünscht. Darum muss dann meist noch zusätzlich zum Winkelschleifer gegriffen werden.
So wird es gemacht: Genaues Abmessen ist entscheidend. Der Schnitt muss vorab präzise angezeichnet werden, bevor der Steinknacker zum Einsatz kommt. Gerade das Schneiden von Terrassenplatten, die als optisches Highlight gelten, ist das vorab Anzeichnen unbedingt Pflicht. Sollte die Bruchkante ausgefranst sein, muss die Terrassenplatte mit der Flex nachbearbeitet werden.

Die Sicherheit beim Terrassenplatten schneiden ist von Bedeutung

Deshalb sollte nie ohne Schutzausrüstung gearbeitet werden. Handschuhe für die Hände, Lärmschutz für die Ohren, eine Schutzbrille für die Augen und Sicherheitsschuhe für die Füße sind wichtig.
Bei der Arbeit des Terrassenplatten Schneidens können sich kleine Steinstücke lösen, die weggeschleudert werden, darum ist eine Schutzbrille ein unbedingtes Muss.

Beim Kauf bereits darauf achten

Es ist wichtig beim Kauf der Terrassenplatten darauf zu achten, dass es auch halbe Platten zu kaufen gibt. So gestaltet sich das Verlegen der Platten einfacher und es muss nicht jede einzelne Platte zugeschnitten werden. Wer aber dennoch schneiden muss, der sollte vorab genau überlegen, welches Werkzeug er benutzt.

Zusammenfassung

Damit der Zuschnitt der Terrassenplatten reduziert werden kann, sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, halbe Platten zu kaufen. Die gängigste Art Terrassenplatten zu schneiden, ist, einen Winkelschleifer mit Steinscheibe zu benutzen. Dabei ist auf die gute Qualität der Steinscheibe Bedacht zu nehmen. Handelt es sich um eine hochwertige Steinscheibe, können mit dem Winkelschleifer wenige Zentimeter dicke Platten ohne Probleme geschnitten werden. Der Nassschneider ist mit einer Diamanttrennscheibe ausgestattet, daher ist er für harte Platten aus Naturstein bestens geeignet. Sind die Terrassenplatten sehr dick, dann eignet sich hierfür der Steinknacker. Beim Steinknacker besteht oft die Gefahr, dass die Bruchkante ausfranst, somit muss die Platte mit einem Winkelschleifer weiter bearbeitet werden. Wichtig ist es beim Terrassenplatten Schneiden entsprechend geschützt zu sein, denn die Sicherheit des Handwerkers hat Vorrang. Eine Schutzbrille sollte jeder tragen, der mit dieser Aufgabe betraut ist.

Artikelbild: © hdmphoto / Bigstock.com

2 Kommentare

  1. Mia 23.04.2018 10:42 Uhr

    Ich frage mich auch warum man nicht mehr mit Wasser zersägt. Sicher ist es bestimmt auch eine Frage des Equipments. Es wäre schön, wenn es kleine Geräte zum Höchstdruckwasserstrahlen geben würde. Dann würde wohl kaum noch jemand zur Flex greifen.

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  2. Emmi 20.09.2018 08:29 Uhr

    Wir mussten früher Kernbohrungen mit Betonschneiden vornehmen, um eine alte Terrassenplatte durchdringen zu können. Mittlerweile haben wir die alte Betonplatte ausgetauscht, und durch eine Holzterrasse ausgetauscht. Ich bin froh, dass jetzt alles so angelegt ist, dass man nichts mehr machen muss.

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