Gasgrill-Test

Er ist schneller, umweltfreundlicher und bietet ebenso schmackhafte Ergebnisse. Der Gasgrill wird immer beliebter für Terrasse und Co. Kein Wunder, hat er doch zahlreiche Vorteile gegenüber Holzkohlevarianten. Doch Grill ist nicht gleich Grill. Wer sich bei der Auswahl des Gasgrills richtig entscheiden will, sollte einige Testkriterien beachten.

Gas: Die Alternative zu Holz

Beim Grillen muss es nicht immer langes Warten geben, Qualm die Stimmung verderben und verkohltes Essen den Appetit ruinieren. Ein Gasgrill ist längst zur beliebtesten Alternative zu Holzkohle und Co geworden. Fast augenblicklich einsetzbar, kein offenes Anzünden von Briketts und deutlich sicherer als Holzkohlegrills – das macht den Gasgrill so attraktiv. Auch hier können alle möglichen Speisen zubereitet werden: vom saftigen Steak bis hin zum ganzen Hähnchen.

Die Hitze wird bei einem Gasgrill mit Flüssiggas erzeugt. In den meisten Fällen ist Butan oder Propan im Einsatz, das sich flüssig in einer Gasflasche mit hohem Druck befindet. Beim Austreten geht es in den gasförmigen Zustand über. Die Gasflasche ist mit einem Schlauchsystem verbunden, der zum Brenner führt. Manche Gasgrills verfügen über mehrere Brenner. Hier wird die Hitze erzeugt, unterschiedliche Konstruktionen sorgen für die Verteilung im Grill. Lavasteinfüllungen oder Metallsysteme sind dafür verantwortlich.

So mancher Grillmeister schreckt vor dem Umstieg wegen der hohen Anschaffungskosten zurück. Ein Gasgrill kostet mehr als herkömmliche Holzkohlegrills. Doch der Betrieb ist weitaus günstiger: Gas kostet deutlich weniger als Holzkohle. Wer viel grillt, kann die höheren Anschaffungskosten daher schnell wieder rausholen.

Es gibt Modelle, die bereits ab 100 Euro zu kaufen sind. Aber auch Luxusvarianten bis zu 10.000 Euro sind möglich. Der Preis hängt von Größe, Material und den vielen Extras ab.

Auch die Technik des Gasgrills ist in den letzten Jahren immer weiter vorangeschritten und moderner geworden. Eine optimale Steuerung der Hitze, geringe Laufkosten und wenig Reinigungsaufwand sind Gründe für den Kauf eines Gasgrills. Hier gibt es zahlreiche unterschiedliche Modelle, sodass auch in diesem Marktsegment für jeden Grillmeister das richtige Gerät zu finden ist.

Schnell und langlebig: Die Vorteile eines Gasgrills

Das Grillen mit Gas hat einige Vorzüge zu bieten. Gerade die kurze Startzeit und Beendigung macht hier so manchen spontanen Grillabend erst möglich. Vorbei sind Zeiten des Wedelns und Wartens. Während bei Holzkohlevarianten erst diese angezündet werden und durchziehen müssen, kann beim Gasgrill per Knopfdruck das Grillvergnügen gestartet werden. Auch nach dem Zubereiten der Speisen reicht ein Knopf, um den Grill wieder auszuschalten. Beim Kohlegrill muss gewartet werden, bis auch das letzte Brikett ausgeglüht ist.

Auch die Reinigung ist bei einem Gasgrill deutlich leichter. Bei den meisten Modellen reicht eine Bürste aus, um die brüchigen Rückstände nach einem Hochbetrieb vom Grillrost zu holen. Der Betrieb eines Gasgrills ist zudem deutlich günstiger – Gas ist billig. Die Gasflaschen können leicht in Baumärkten, an Tankstellen oder beim Campingbedarf erstanden werden. Diese muss dann meist lange Zeit nicht mehr gewechselt werden. Trotz Gas bietet der Grill auch Rauchiges! Mit einem Gasgrill ist auch das Räuchern möglich – mit Holzchips oder Pellets nah am Brenner. So bekommt das Grillgut ein unvergleichliches Aroma.

Die erste Grundsatzentscheidung: Mobil oder Fest?

Wer sich einen Gasgrill zulegen will, muss sich zwischen zwei grundlegenden Varianten entscheiden. Wo soll der Gasgrill eingesetzt werden? Bleibt er nur auf der heimischen Terrasse oder veranstaltet die Familie gern auch mal ein BBQ am See? Denn dann würde sich die Anschaffung eines mobilen Gasgrills lohnen. Diese sind meist klein, passen in den Kofferraum und können mit kleinen Gasflaschen oder sogar Gaskartuschen betrieben werden. Auch für einen kleinen Balkon eignet sich solch ein mobiler Grill.

Gasgrills sind jedoch auch in großen Ausführungen vorhanden, die einen eher festen Standort brauchen. Oft werden diese Modelle auf Rollwagen angeboten, die mit zahlreichen Extras ausgestattet sind. Kochstellen, Arbeitsflächen und Grillfläche fallen bei der festen Variante deutlich größer aus – so können Freunde und Verwandte ohne Probleme bewirtschaftet werden. Aber auch kleine Gasgrills zum Einbau in bestehende Ensembles hat der Handel vorrätig. In Garten und Küche kann dieser auf Dauer seinen Platz finden.

Unterschiedliche Ausstattungs- und Entscheidungskriterien:

Beim Kauf eines Gasgrills hat der neue Besitzer die Qual der Wahl, denn es gibt zahlreiche verschiedene Modelle auf dem Markt. Um eine Entscheidung zu treffen, können folgende Vergleichskriterien helfen:

  • Material der Hitzeverteilung
  • Grillfläche oder Grillrost?
  • Material des Grillrosts
  • Größe der Grillfläche
  • Ausstattung
  • Gaseinstellung
  • Gasverbrauch
  • Standfestigkeit
  • Extras
  • Reinigung
  • Handhabung und Bedienung

Material der Hitzeverteilung

Bei offenen Grillrosten ist bei einem Gasgrill ein ausgeklügeltes Hitzeverteilungssystem zu finden. Hier gilt es, grundsätzlich zwischen zwei Materialien zu unterscheiden: Stein oder Metall.

So mancher Hersteller wirbt mit seinen Lava- oder Keramiksteinen. Diese sind unterhalb des Grillgutes gelagert, sodass das Fleisch nicht in der direkten Flamme gegart wird. Sie speichern die Hitze und geben sie gleichmäßig an den Garraum ab. Auch sorgt tropfendes Fett auf die Steine für ein unverwechselbares Aroma. Jedoch neigen diese Konstruktionen durch abtropfendes Fett auch zu unkontrollierbaren Stichflammen.

So mancher Gasgriller bevorzugt daher Metallsysteme. Diese Flammenverteiler unter der Grillfläche verbreiten die Hitze ebenso gleichmäßig. Gleichzeitig fangen sie herabtropfendes Fett auf und verhindern so Stichflammen.

Grillfläche oder Grillrost

Bei Gasgrills gibt es zwei unterschiedliche Ausführungen. Zum einen können sie klassisch mit einem offenen Grillrost erstanden werden, zum anderen jedoch auch mit einer geschlossenen Grillfläche. Gerade Gastronomen greifen auf Grillplatten zurück, die mit Gas betrieben werden. Doch die unterscheiden sich deutlich vom Gasgrill für den Grillfan auf der Terrasse.

Manche Produkte bieten auch beides in Kombinationen, doch die meisten Grillmeister bevorzugen den klassischen offenen Grillrost. Bei Bedarf kann auch Zubehör wie Bratplatte und Co den offenen Grill für bestimmte Speisen schließen.

Material des Grillrosts

Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten. Gasgrills können mit Rosten aus Gusseisen oder Edelstahl erworben werden, aber auch porzellan-emaillierte Beschichtungen sind möglich. Jedes Material hat seine eigenen Vorteile.

Gusseisen nimmt die Wärme homogen auf und speichert diese lange. Die Lebensdauer ist enorm und das Material verfügt über eine gute Stabilität. Jedoch gilt Gusseisen als ein sprödes Material, das brüchig werden kann. Es empfiehlt sich, dieses Material mit Öl zu bearbeiten: vor dem ersten Einsatz und um die Rostanfälligkeit zu reduzieren. Das verhindert auch das Ankleben von Fleisch und Co.

Ein Grillrost aus Stahl gibt es in unterschiedlichen Güteklassen. Optimal ist der 304er Stahl, der nicht rostet und besonders hitzebeständig ist. Edelstahl bricht nicht so schnell wie Gusseisen und ist deutlich flexibler. Jedoch ist der Nachteil des Materials in der Hitzeaufnahme und -verteilung zu finden. Diese ist deutlich schlechter als bei Gusseisen. Dadurch kann das Grillen etwas länger dauern.

Roste können jedoch auch mit einer porzellanemaillierten Beschichtung überzogen sein. Diese Emaillierung schützt die Grillfläche nicht nur vor Rost, sondern macht ihn auch leichter reinigbar. An der Hitzeeigenschaft ändert die Beschichtung nichts.

Größe der Grillfläche

Wer sich einen Gasgrill zulegen möchte, sollte auch auf die Größe der Grillfläche achten. Ist die Gesellschaft eher groß, braucht es auch viel Platz, um alle Speisen gleichzeitig zubereiten zu können. Nichts ist ärgerlicher als ein wartender Gast. Daher sollte genau abgewogen werden, ob es den preisgünstigeren Grill mit der kleinen Fläche oder doch lieber der Jumbogrill für mehr Geld sein soll.

Brenner

Bei Gasgrills ist es möglich, dass dieser nicht nur einen, sondern mehrere verschiedene Brenner besitzt. Das macht die Arbeit des Grillmeisters flexibler. So können unterschiedliche Temperaturen an unterschiedlichen Stellen für unterschiedliche Speisen gleichzeitig genutzt werden. Der Hauptbrenner liegt unter der Grillfläche, fast alle besseren Gasgrills sind mit einem Seitenbrenner ausgestattet.

Bei den Hauptbrennern wird zwischen Rohr- und Gussbrenner unterschieden. Erstere sind leichter und günstiger, Gussbrenner jedoch länger haltbar und leistungsfähiger. Die Leistung des Brenners wird in Kilowatt angegeben. Je höher diese ist, umso heißer wird der Brenner. So gibt es Modelle mit Brennern, die nur 1-2 KW aufweisen, andere liegen im Mittelfeld mit 5-7 KW und Spitzengeräte können sogar 14 KW aufweisen. Für einen Gasgrill mit nur einem Brenner sind 4 Kilowatt vollkommen ausreichend, bei mehreren Brennern sollten 7 Kilowatt bevorzugt werden.

Gaseinstellung

Wichtig bei einem Gasgrill ist auch die stufenlose Gaseinstellung, die fast alle Modelle bieten. Hier sollte jeder Brenner einzeln einstellbar sein. Nur so ist die gewünschte Grilltemperatur möglich und das Ergebnis am Schluss perfekt. Profigriller legen auf die stufenlose Gaseinstellung besonders großen Wert.

Gasverbrauch

Von Modell zu Modell schwankt nicht nur die Leistung, sondern auch der Gasverbrauch. Dieser wird pro Stunde errechnet – leistungsstarke Brenner verbrauchen natürlich mehr Gas als Schwächere. Auch die Brenneranzahl ist ausschlaggebend.

Als Faustformel kann hier gelten, dass etwa 0,08 KG Gas pro Stunde pro Kilowattleistung verbraucht wird. Ein Grill mit einem Brenner mit 2 KW und zwei Stunden Betrieb pro Grillabend kann mit einer 11-Liter-Gasflasche über 30 Grillabende durchstehen. Spitzengeräte mit 14 KW verbrauchen pro zweistündigen Grillabend deutlich mehr und schaffen keine fünf Abende hintereinander. Daher sollte vor Kauf auf den Verbrauch geachtet werden. Ist solch eine hohe Leistung des Brenners wirklich notwendig?

Gasflaschen gibt es meist in zwei Größen – 11 und 5 Kilogramm. Hier sollte der Griller kalkulieren, wie oft der Gasgrill eingesetzt werden soll.

Standfestigkeit

Ein weiteres Kriterium ist die Standfestigkeit des Grills. Denn ist diese nicht sicher, kann es schnell zu gefährlichen Unfällen kommen. Gerade Rollwagen sollten daher einen sicheren Stand aufweisen, die Rollen eine hohe Qualität betragen und keine lockeren Teile wackeln. Beim mobilen Gasgrill sollten die Beine überprüft werden. Wirken diese klapprig? Dann sollte vielleicht nach einem anderen Modell Ausschau gehalten werden.

Extras

Je nach Ausführung bietet so mancher Gasgrill zudem auch Extras, die das Grillvergnügen steigern können. Deckel und Thermometer sind fast schon ein Muss. Ersteres ermöglicht auch das sogenannte indirekte Grillen – Deckel zu und los geht es. Das Thermometer zeigt an, wie weit das Gerät bereits ist.

Manches Modell bietet eine zweite Kochplatte, die sich zur Warmhaltung oder Erwärmung anderer Speisen eignet. Auch Abstellflächen an den Seiten des Grills sind praktisch – zum Anrichten beispielsweise. Oft sind diese ein- und ausklappbar, sodass sie bei Bedarf aufgebaut werden können.

So manches Modell verfügt nicht nur über einen Seitenbrenner, sondern bietet auch einen Backburner. Dieses Feature ermöglicht die Zubereitung von ganzen Hühnchen oder Spießbraten. Denn der in der Rückwand angebrachte Brenner erhitzt das Grillgut auf einem davor befindlichen Drehspieß. In vielen Fällen ist der Backbrenner ein Infrarotbrenner – der höhere Temperaturen ermöglicht als andere Brenner.

So mancher Hersteller bietet auch mitgeliefertes Zubehör zum Gasgrill: Verschiedene Grillroste, Toaster, Pizzaplatten und vieles mehr sind hier möglich. Auch bieten die Geräte zudem Stauraum für das Grillbesteck oder auch Ablageflächen und Gewürzregale. Für den Winter bietet sich eine Abdeckhaube an, die vor Feuchtigkeit schützt. Auch diese ist in manchen Fällen in der Lieferung inbegriffen oder muss zugekauft werden.

Reinigung

Hier ist das Material ausschlaggebend. Beschichte Roste lassen sich einfacher reinigen und vertragen auch mal Spülmittel. Bei anderen Modellen kommt die Metallbürste zum Einsatz. Beim Kauf sollte daher nach den möglichen Reinigungsschritten gefragt werden. Braucht es Spezialreingier? Sind Teile ausnahmsweise spülmaschinengeeignet? Bei Luxusvarianten gibt es auch selbstreinigende Systeme.

Handhabung und Bedienung

So manches Modell muss vor dem ersten Einsatz erst zusammengebaut werden. Hier weisen Gasgrill-Tests den Weg, wo der Aufwand besonders gering oder groß ist. Auch die Pflege während des Betriebes und die Bedienbarkeit werden auf Herz und Nieren geprüft.

Auch Kundebewertungen können sehr hilfreich sein, denn ein Gasgrill muss sich erst im Einsatz bewähren. Wer auf unterschiedlichen Einkaufsportalen immer gleichgute Bewertungen findet, kann nicht falsch liegen.

Die bekanntesten Hersteller von Gasgrills

Generell kann gesagt werden, dass der Kauf eines Markengrills immer lohnenswert ist. Hier haben sich so manche Hersteller als wahre Gasgrillexperten herauskristallisiert. Dazu gehören unter anderem:

  • Activa
  • Broil-Master
  • Campingaz
  • Enders
  • Landmann
  • Napoleon
  • Outdoorchef
  • Tepro
  • Weber

Aus dem bayrischen Selb stammt das Unternehmen Activa Grillküche, das sich auf Grills, Heizpilze und Feuerstellen spezialisiert hat. Neben Holzkohlegrills sind auch Gasgrills im Sortiment. Broil-Master ist seit 2010 im Grillgeschäft tätig und auf Gasgrills spezialisiert. Campingaz entwickelt seit 1949 Gaskochgeräte und bietet seit bereits 20 Jahren Gasgrills in seinem Sortiment.

Enders begann 1950 mit robusten Campingkochern und bietet nun ganze Serien für Grillspezialisten. Die Marke Landmann wurde 1966 gegründet. Die Firma aus dem Norden bei Bremen hat sich neben Grills auch auf Heizgeräte und anderen Aspekte des Gartenlebens fokussiert. Das Unternehmen Napoleon hingegen wurde in Kanada gegründet und begann mit der Herstellung von Stahlgeländern. Heute ist es für eine Marke für hochwertige Grills.

Die Marke Outdoorchef gehört zur Firma DKB Houshold Switzerland AG. Den größten Teil des Sortiments machen Gasgrills aus. Tepro ist ein Familienunternehmen aus der Nähe von Frankfurt am Main. Hier werden seit 25 Jahren Grills aller Art vertrieben. Weber ist einer der führenden Hersteller im Grillbereich und seit 1952 tätig. Die Marke gilt als Erfinder des Kugelgrills.