Kugelgrill-Test

Das Eckige muss ins Runde und nicht anders herum. Das gilt zumindest für Grillfans, die sich für einen Kugelgrill entscheiden. Denn egal, ob mit langen Beinen im Garten, Rollen für die Terrasse oder mit kurzen Beinen für den Balkon – ein Kugelgrill ist immer ein besonderes Vergnügen. Denn hier gelingt das Fleisch mit dem indirekten Grillen. Doch auch bei Kugelgrills gibt es zahlreiche Formen und Hersteller, Modelle und Varianten. Kugelgrill-Tests weisen den Weg, um das richtige Modell für Ihr Grillvergnügen zu finden.

Was ist ein Kugelgrill? Die Vorteile und seine Charakteristika

Er ist schon auf den ersten Blick zu erkennen. Der Kugelgrill gleicht, wie der Name schon sagt, einer Kugel. Seine Besonderheit ist der Deckel, denn mit ihm kann indirekt gegrillt werden. Zwei Halbkugeln treffen hier aufeinander, die mit Belüftungslöchern ausgestattet sind. In der unteren Hälfte sind beim Kugelgrill der Kohlerost und der Grillrost darüber zu finden. Auch eine Fettauffangschale bieten die meisten Kugelgrills.

Die zweite Halbkugel ist der Deckel, der das Grillen mit gleichmäßiger und ebenso gleich verteilter Hitze ermöglicht. So kann bei konstant bleibender Temperatur auch ein Hähnchen gegart werden, ohne dass es anbrennt. Niedrige Temperaturen sind ebenso möglich, denn eine Luftzufuhr von unten und durch Lüftungsschlitze lässt die Hitze variieren. Der Laie kann sich es so vorstellen: Der Kugelgrill agiert nach dem Prinzip des Backofens. Jedoch sorgt die Holzkohle unterm Grillrost für das echte BBQ-Feeling. Wichtig ist dabei, dass die Holzkohlen nicht auf dem Boden liegen, sondern ebenfalls auf einem Rost – nur so wird die Luftzufuhr gewährleistet. So gelingen auch größere Fleischstücke oder der Braten, der bisher nicht auf dem herkömmlichen Grill gepackt werden konnte. Die Fettauffangschale kann zudem mit Wasser gefüllt werden. Das sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Die Vorteile des Kugelgrills liegen damit auf der Hand: Mit ihm kann direkt und indirekt gegrillt werden. Mit dem zweiten Verfahren gelingen auch Gerichte, die sonst nicht auf dem Rost gefertigt werden können. Der Ascheauffangbehälter und auch der Deckel sorgen dafür, dass die Asche nicht unkontrolliert herumfliegt. So landet sie nicht mehr auf dem Grillgut, wie bei anderen Grillmodellen. Der Kugelgrill ist zudem eine gesündere Variante, da Fett und Glut nicht aufeinandertreffen. Das macht den Kugelgrill zu einem Allroundtalent.

Der Kugelgrill wurde von George Stephen erfunden. Er war 1951 auf einer Segeltour, als der Anblick einer Boje ihn zum Entwurf des Deckels inspirierte. Der Kugelgrill schlug ein wie eine Bombe – Grillmodelle wurden transportabel, herumfliegende Asche vermieden und das indirekte Grillen hielt Einzug in den Gärten weltweit.

Vergleichskriterien: Danach können die verschiedenen Modelle beurteilt werden

Es gibt zahlreiche verschiedene Modelle von dem runden Allrounder auf dem Markt. Ob zum kleinen Preis oder mit einem höheren Preis, mit kleiner Grillfläche oder hochwertiger Ausstattung – Kugelgrill-Tests vergleichen die wichtigen Kriterien. Um bei dem Kauf das richtige Modell zu finden, sollte vor allem auf folgende Bereiche geachtet werden:

  • Holzkohle, Gas oder Elektro
  • Ausstattung
  • Verarbeitung und Material
  • Größe und Grillfläche

Holzkohle, Gas oder Elektro

An diesem Kriterium scheiden sich die Geister, denn für viele Fans ist die Holzkohle bei einem Kugelgrill ein Muss. Aber es gibt auch Modelle, die elektronisch oder mit Gas betrieben werden. Der Vorteil liegt hier bei der schnellen Aufheizzeit – Kugelgrills mit Gas- oder Elektrobrenner sind meist sofort einsatzbereit. Zudem kann die Hitze auf den Punkt reguliert werden. Doch vielen Grillfans fehlt hier der typische Grillgeschmack nach Rauch. Daher ist die Entscheidung beim Kauf über die Befeuerung dem individuellen Geschmack überlassen.

Ausstattung

Kugelgrill ist nicht gleich Kugelgrill. Sie unterscheiden sich vor allem in der Ausstattung. Hier sollte unter anderem auf folgende Elemente geachtet werden:

  • Thermometer
  • Deckelscharnier
  • höhenverstellbarer Grillrost
  • Auffangbehälter für die Asche
  • verschiedene Ablageflächen

Der eine bietet ein Thermometer im Deckel, um die Hitze über Stunden auch kontrollieren zu können. Der andere bietet kein Thermometer. Solch ein Modell eignet sich nur für einfaches Grillgut wie Würstchen oder Steaks.

Des Weiteren stellt sich die Frage, ob der Deckel vollständig abnehmbar ist oder mit einem Scharnier zum Aufklappen versehen ist. Letzteres erhöht den Bedienkomfort – der Deckel kann mit nur einer Hand geöffnet werden und steht ohne weiteren Halt, während Würstchen, Braten und Co gewendet werden können. Verfügt der Grill nicht über ein Scharnier und der Deckel ist vollständig abnehmbar, dann ist eine Einhangvorrichtung für den Deckel ein handliches Ausstattungsmerkmal.

Die halbrunde Form des Kugelgrills dient auch als Windschutz. Ist der Deckel geschlossen, kann Wind dem Grillgut nichts anhaben. Ist er geöffnet, schützt die untere Hälfte des Kugelgrills weiter. Kann der Deckel aufgeklappt werden, kann der Grillmeister das Modell auch passend zur Windrichtung aufstellen – der Schutz bleibt weiter gewahrt.

Ebenso gehört es zu einer guten Ausstattung eines Kugelgrills, wenn der Grillrost in der Höhe verstellbar ist. So kann einerseits die Kohle durch das Aufklappen einer Seite des Grillrostes nachgefüllt werden. Aber auch die Grilltemperatur lässt sich andererseits so indirekt kontrollieren.

Verfügt der Kugelgrill über einen Auffangbehälter für die Asche, ist die Entsorgung leichter. Das kann vor allem bei langen Grillabenden und Einsätzen eine große Erleichterung sein. Zudem haben manche Kugelgrillmodelle neben der eigentlichen Grillfläche auch Ablageflächen. Außerhalb der Kugel sind ebenfalls bei manchen Varianten Flächen geboten. Auch dieses Merkmal spricht für einen hochwertigen Kugelgrill.

Verarbeitung und Material

Auch das verwendete Material ist für den Kauf ein wichtiges Kriterium, das beachtet werden sollte. Eine gute Verarbeitung und hochwertige Stoffe sorgen in Kugelgrill-Tests oft für ein gutes Abschneiden des jeweiligen Modells. In der Regel sind Kugelgrills aus Edelstahl gearbeitet. Manche Varianten sind zudem mit speziellen Beschichtungen überzogen, die Material und Grill vor Wettereinflüssen schützen. Achten Sie darauf, dass die Oberflächen kratzfest sind und keine scharfen Kanten vorhanden sind.

Diese Modelle sind oft teurer, aber in der Regel auch robuster und langlebiger. Denn sie widerstehen auch Hitze, Wasser und Fettspritzern optimal. Mögliche Materialien sind beispielsweise rostfreier Stahl, porzellanemaillierter Stahl oder emailliertes Aluminium.

Größe und Grillfläche

Die Verwendung des Kugelgrills entscheidet oft darüber, welche Größe optimal ist. Haben Sie nur einen Balkon, aber keine Terrasse oder Garten und bevorzugen Sie das Grillen im Park? Dann sollte ein kleiner Kugelgrill gewählt werden, der sich leicht transportieren lässt. Hier gibt es Mini-Modelle, die manchmal schon für unter 20 Euro zu kaufen sind.

Je kleiner der Grill, desto kleiner ist auch die Grillfläche, die er bietet. Ist mehr Platz vorhanden, kann leicht auch zu einem größeren Modell gegriffen werden, der dann die Bewirtung von mehr Personen gleichzeitig ermöglicht. Die Größe der Grillfläche eines Kugelgrills wird entsprechend der runden Form im Durchmesser angegeben. Hier gibt es kleine Flächen von unter 40 Zentimeter bis hin zu großen Grillrosten mit 60 Zentimetern. Mit einem Durchmesser von 55 bis 65 Zentimetern können leicht sechs bis acht Personen bewirtet werden, für die vierköpfige Familie oder das verliebte Paar reichen auch kleinere Grillflächen. Je größer der Durchmesser, desto höher ist der Deckel, umso wuchtiger ist auch der ganze Kugelgrill.

Weitere Faktoren für den Vergleich

Aber es gibt noch weitere Kriterien, die beim Kauf eines Kugelgrills in die Entscheidung mit einfließen sollten. Auch diese sind bei einem Kugelgrill-Test ausschlaggebend. Dazu gehören unter anderem:

  • Gewicht
  • Fahrbarkeit
  • leichte Reinigung
  • Zubehör
  • Aufbau

Gewicht

Je größer der Kugelgrill ist, desto schwerer wird er natürlich auch sein. Wer plant, sein Modell viel zu transportieren, sollte darauf achten, dass der Grill nicht zu schwer ist. Es gibt schon kleine, leichte Exemplare ab zwei Kilogramm. Große, voll ausgestattete Kugelgrills können aber auch weit über 30 Kilogramm wiegen. Solche Gewichtsklassen bieten meist viel Ausstattung, sind jedoch nur sinnvoll, wenn auch das nächste Kriterium erfüllt ist.

Fahrbarkeit

Es gibt Kugelgrills, die stehen lediglich auf drei Beinen. Je größer und schwerer das Modell ist, dennoch wichtiger ist die Fahrbarkeit. So mancher Kugelgrill ist mit Rädern ausgestattet und kann so leicht von A nach B transportiert werden. Achten Sie hier darauf, dass die Räder stabil sind. Ebenso sollten sie wetterresistent sowie bruchfest sein. Gummierte Laufflächen sind hier meist von Vorteil.

leichte Reinigung

Nach dem Grillvergnügen steht meist die Reinigung des völlig verdreckten Grills. Daher sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, ob dieser sich leicht reinigen lässt. Vor allem der Grillrost muss nach jedem BBQ gereinigt werden. Vorteilhaft ist es hier, wenn dieser herausnehmbar ist. Bei so manchem Kugelgrillmodell kann der Grillrost sogar in die Spülmaschine. Zur Reinigung zählt auch die Entsorgung der kalten Asche. Auch hier ist es handlicher, wenn die Auffangschale entfernt werden kann. Deckel und Kessel brauchen von Zeit zu Zeit ebenso einen Spülschwamm. Sind diese emailliert, kann bei hartnäckigem Dreck auch vorsichtig mit dem Stahlwollkissen gearbeitet werden.

Zubehör

Ein guter Kugelgrill zeichnet sich zudem darin aus, dass er mit weiterem Zubehör aufgestockt werden kann. Achten Sie beim Kauf darauf, was der Hersteller hier zusätzlich im Angebot hat. Soll der Kugelgrill das ganze Jahr über auf Terrasse oder im Garten stehen, bietet sich beispielsweise eine Wetterschutzhaube an – vor allem bei großen und schweren Modellen. So manches Modell lässt sich mit weiteren Halterungen unter anderem für Besteck oder den Deckel aufrüsten. Kann der Grillrost leicht nachgekauft und so erneuert werden? Gibt es zusätzliche Einsätze für den Grill? Auch diesen Fragen sollten beim Kauf beantwortet werden. So manches Modell kann beispielsweise mit einem Wok erweitert werden.

Aufbau

In den seltensten Fällen kommt der Kugelgrill fertig und in einem Stück ins Haus. Oft muss er noch aufgebaut werden. Daher überprüfen Kugelgrill-Tests oft, wie einfach dies gelingt. Wichtig ist hier, dass eine gute Aufbauanleitung vorhanden ist. Diese beinhaltet einerseits eine Einzelteilauflistung, andererseits eine Montageanleitung. Letztere weist Schritt für Schritt den Weg und ist im optimalen Fall nicht zu lang und kompliziert.

Die bekanntesten Hersteller

Nachdem der Kugelgrill sich immer größerer Beliebtheit erfreut, haben sich so zahlreiche Hersteller am Markt etabliert, die heute für eine gute Qualität stehen. Allen voran ist vor allem „Weber“ ein Begriff in der Branche, der jedoch auch für hohe Preise bekannt ist. Aber auch die typische schwarze Lackierung, eine hervorragende Bearbeitung und spezielle Beschichtungen sind eng mit diesem Namen verknüpft.

Der Erfinder des Kugelgrills, George Stephen, gründet das Unternehmen Weber-Stephen Products LLC. Unter dem Markennamen „Weber Grill“ wurde es zum Vorreiter und Marktführer im Bereich der Kugelgrills.

Aber auch die Firma „Landmann“ hat sich im Bereich Kugelgrill etabliert. Sie bieten sowohl kleine als auch große Modelle, die oft in Supermärkten, Baumärkten und im Fachhandel angeboten werden. Typisch sind hier die Holzgriffe, die Produktreihe „Grillchef“ soll vor allem jüngere Kunden ansprechen. Das Unternehmen „Rösle“ ist ebenfalls eine Größe in diesem Bereich. Grills dieser Marke sind meist im mittleren Preissegment angesiedelt.

Aus der Schweiz kommen Produkte der Marke „Outdoorchef“, die mit einem patentieren Trichtersystem arbeiten. Auch diese Firma steht für hochwertige Kugelgrills. Ebenso bietet die Firma „Activa“ seit Jahren ein großes Sortiment an Grills, zu denen auch Kugelgrills gehören.

Natürlich mischen auch Discounter auf dem Kugelgrillmarkt gerne mit und bieten preiswerte Produkte vor allem zur Beginn der Grillsaison. Jedes Jahr bieten sie in Aktionen verschiedene Modelle. Diese sind meist günstig. Hier sollte vor allem auf die Verarbeitung geachtet werden. Wer genau hinschaut, findet so manches Markenprodukt hier zu einem besonders günstigen Preis.

Kugelgrill-Test: Testsieger und Preis-Leistungssieger

Wo getestet wird, gibt es natürlich auch Sieger. Je nach untersuchten Kriterien setzt sich meist ein Modell an die Spitze. Der HH-Testsieger ist der Rösle 25004 Holzkohlegrill, denn er überzeugt mit einer extragroßen Grillfläche, einem großen Deckelthermometer, stabilen und leichten Rädern, einem Grillrost aus Edelstahl, der klappbar ist, zudem mit einem großzügigen Ascheauffangbehälter und einem Preis unter 200 Euro.

Aber auch in Sachen Preis-Leistung gibt es in vielen Test oft einen weiteren Sieger, den preisbewusste Kunden wählen sollten. Hier bekommt der Käufer für wenig Geld viel Kugelgrill. Das gilt beispielsweise für den „Activa Rockford“. Für unter 90 Euro bietet das fahrbare Modell eine Grillfläche mit 55 Zentimeter Durchmesser, ein Thermometer, einen separaten Holzkohlebehälter und Kohlerost sowie emaillierten Feuerbehälter und Haube.

Zusammenfassung

Wer nicht nur direkt, sondern auch indirekt grillen will, sollte sich für einen Kugelgrill entscheiden. Denn diese runde Variante ermöglicht auch zum BBQ einen Braten oder anderes schwierigeres Grillgut bei gleichbleibender Temperatur zu garen, ohne dabei auf das rauchige Aroma verzichten zu müssen. Doch Kugelgrill ist nicht gleich Kugelgrill. Tests vergleichen die wichtigen Kriterien. So sollte die Grillfläche groß, die Ausstattung umfangreich, die Verarbeitung langlebig und hochwertig sowie das Zubehör zahlreich sein.