Rasenmäher-Test

Sie möchten sich einen neuen Rasenmäher kaufen, können sich aber nicht so richtig entscheiden, weil es einfach so viele verschiedene Hersteller gibt, die alle ihre eigenen Marken und Geräte vertreiben? Sie suchen einen Rasenmäher, der genau auf Ihre Bedürfnisse angepasst ist, den Sie aber trotzdem auch dann noch benutzen können, wenn sich die Bedingungen ändern? Die Zahl an verschiedenen Rasenmähern, die auf dem Markt verfügbar sind, ist in der Tat enorm groß. Nicht nur, dass es verschiedene Hersteller gibt, jeder von ihnen hat auch eine mehr oder weniger große Menge an verschiedenen Modellen in seinem Angebot, von denen jedes Modell andere Rahmenbedingungen aufweist. Deshalb ist auch nicht zwangsläufig jeder beliebige Rasenmäher für jeden Garten gleich gut geeignet. Auch die persönlichen Anforderungen, die jeder Gartenbesitzer an einen Rasenmäher stellt, sind teils sehr unterschiedlich. Alles das sollten Sie unbedingt beachten, wenn Sie gewillt sind, einen Rasenmäher zu kaufen.

Doch auch darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Punkte, die Sie bei der Wahl eines passenden Rasenmähers berücksichtigen sollten, wie zum Beispiel:

  • Strom, Akku oder Benzin
  • Größe
  • Schnittbreite
  • Anwendungsbereich
  • Höhenverstellbarkeit
  • mit oder ohne Motorantrieb

Bei der Wahl des richtigen Rasenmähers sollten Sie also immer mehrere Faktoren berücksichtigen und verschiedene Modelle miteinander vergleichen. Wenn mehrere Modelle, die in die engere Wahl gekommen sind, nahezu gleiche Merkmale aufweisen, dann fällt der Vergleich entsprechend einfach aus und Sie können noch den Faktor Preis hinzuziehen. Auf keinen Fall sollten Sie aber ausschließlich auf den Preis achten und alle anderen Faktoren ignorieren.

Nicht jeder Rasenmäher eignet sich für jeden Untergrund

Zuerst einmal sollten Sie sich überlegen, welchen Anforderungen der Rasenmäher gerecht werden soll. Die erste Frage stellt sich daher schon in Bezug auf die Größe der Rasenfläche. Wenn der Rasen entsprechend groß ist, dann sollten Sie auch zu einem entsprechenden Modell greifen, das der großen Fläche gerecht wird. Bei einem kleinen Rasen hingegen reicht auch ein entsprechend kleines Modell aus. Bei der Wahl des richtigen Rasenmähers sollten Sie also immer auch auf die Schnittbreite sowie auf das Volumen des Auffangkorbes achten. Diese beide Faktoren spielen unter anderem auch bei einem Mährobotor und sogar bei einem Sitzrasenmäher eine große Rolle. Neben der Größe des Rasens kommt es aber auch darauf an, wie der Untergrund beschaffen ist, also ob er beispielsweise komplett eben ist oder durch Absenkungen und Erhebungen bestimmt wird.

Die Schnittbreite

Die Schnittbreite eines Rasenmähers sollten Sie idealerweise an der Größe der Rasenfläche ausrichten. Dies bedeutet also:

  • Großer Rasen: große Schnittbreite
  • Kleiner Rasen: kleine Schnittbreite

Rasenmäher mit einer kleinen Schnittbreite gibt es häufig schon mit etwa 30 Zentimetern und richtig große Modelle, die dann aber oftmals nur im professionellen, hochpreisigen Bereich zu finden sind, haben sogar Schnittbreiten von 60 Zentimetern oder mehr. Oftmals wird von den Herstellern auch angegeben, für welche Fläche in Quadratmetern der Rasenmäher ausgelegt ist, woran Sie sich aber ebenfalls sehr gut orientieren können. Idealerweise greifen sie stets zu einem Modell für eine größere statt einer kleineren Fläche, als Sie eigentlich benötigen würden. Ein Rasenmäher mit einer Schnittbreite von beispielsweise 42 Zentimetern mäht mit jedem Durchgang bereits 10 Zentimeter mehr als ein Modell mit einer Schnittbreite von 32 Zentimetern. Schon bei nur drei Durchgängen hat also ein 42-er Rasenmäher beinahe die gleiche Fläche gemäht wie ein 32-er Rasenmäher nach vier Durchgängen. Dadurch wird nicht nur der Motor des Rasenmähers deutlich geschont, was seine Lebensdauer enorm erhöht, sondern Sie müssen auch entsprechend weniger laufen.

Der Auffangkorb

Manche Gartenbesitzer lassen gelegentlich den Rasenschnitt als Mulch auf dem Rasen liegen. Hierfür muss der Rasenmäher letztlich über keinen Auffangkorb verfügen, da der Rasenschnitt ohnehin nicht aufgefangen werden muss. Sollten Sie den Rasenschnitt hingegen auf den Kompost werfen oder anderweitig verwenden wollen, dann sollten Sie neben der Schnittbreite auch den Auffangkorb am Rasenmäher beachten. Je größer dieser ist, desto mehr passt hinein und entsprechend weniger müssen Sie laufen, um ihn zu leeren. In der Regel orientiert sich die Größe des Auffangkorbes an der Größe beziehungsweise an der Schnittbreite des Rasenmähers. Manche Modelle bieten sogar die Möglichkeit, optional einen größeren Auffangkorb zu bestellen.

Die Schnitthöhe

Bei richtig guten Rasenmähern gibt es die Möglichkeit, die Schnitthöhe zu verändern. Wenn Ihnen die Schnitthöhe eines gewöhnlichen Rasenmähers also beispielsweise zu niedrig sein und der Rasen somit zu kurz gemäht werden sollte, dann können Sie die Schnitthöhe nach Belieben verändern. Bei einem günstigen Modell ist dies durch Verstellen der Räder möglich. Dazu müssen diese mithilfe von passendem Werkzeug demontiert und in ein anderes Gewindeloch montiert werden. Etwas hochpreisigere Modelle besitzen dafür einen Hebel, mit dem entweder die Achsen des Rasenmähers in ihrer Höhe verstellt werden können, oder aber das Mähwerk an sich höhenverstellt wird.

Generell ist es immer von Vorteil, wenn die Schnitthöhe verändert werden kann, da man diese so stets an die jeweiligen Wetterverhältnisse anpassen kann. Gerade im Sommer ist es beispielsweise ratsam, den Rasen nicht ganz so kurz zu mähen. Dadurch wird verhindert, dass er zu schnell austrocknet oder sogar verbrennt.

Der Reifendurchmesser

Ein weiterer Faktor, der über den Komfort beim Rasenmähen entscheidet, ist die Größe der Räder. Je größer die Reifen im Durchmesser sind, desto leichter können Sie den Rasenmäher über den Rasen schieben, da kleine Reifen bei vielen Hindernissen schnell behindert werden können. Dies erfordert dann einen deutlich größeren Kraftaufwand. Aber auch die Dicke der Reifen spielt eine große Rolle, vor allem, wenn der Untergrund besonders weich ist. Sind die Reifen dann zu schmal, können Sie umso schneller im Boden versinken, was ebenfalls einen höheren Kraftaufwand erfordert. Zudem hinterlässt der Rasenmäher mit zu schmalen Rädern schnell unschöne Spurrillen im Boden, was vor allem bei einem Sitzrasenmäher aufgrund des entsprechend hohen Gewichts schnell passieren kann.

Der Antrieb

Viele Menschen machen sich keine allzu großen Gedanken über die Antriebsform des Rasenmähers, den Sie kaufen möchten. Der Handel hält hier verschiedene Modelle bereit:

  1. Elektrorasenmäher mit Kabel
  2. Elektrorasenmäher mit Akku
  3. Benzinrasenmäher

Elektrorasenmäher mit Kabel

Der kabelgebundene Elektrorasenmäher ist in der Regel die günstigste Variante, die auch am häufigsten verkauft wird. Bei diesem Modell muss man nicht befürchten, dass der Rasenmäher irgendwann keine Energie mehr hat und mitten auf der Wiese ausgeht. Mit ihm können selbst riesengroße Rasenflächen bedenkenlos gemäht werden, vorausgesetzt das Stromkabel reicht von der Länge aus. Der kabelgebundene Rasenmäher ist deutlich leiser als ein Benzinrasenmäher, jedoch meist etwas lauter als ein Elektrorasenmäher mit Akku.

Damit ein Elektrorasenmäher funktionieren kann, muss er ständig mit Strom versorgt werden. Hierfür ist es erforderlich, dass ein Stromkabel am Rasenmäher eingesteckt wird. Da man beim Rasenmähen nicht immer seine Augen überall haben kann, kann es schnell passieren, dass das Kabel sich irgendwo verheddert. Um einen möglichen Schaden am Steckerbereich des Rasenmähers zu vermeiden, sollte das Stromkabel mit einem Spannschutz oder einer Zugentlastung versehen werden, welche möglichst stabil verarbeitet sind. Sämtliche Bauteile dürfen, wenn es einen Zug auf das Kabel gibt, nicht brechen oder auseinander reißen.

Elektrorasenmäher mit Akku

Bei einem Rasenmäher mit Akku sollte der Akku genug Leistung erbringen, damit Sie die gesamte Rasenfläche mindestens einmal vollständig damit mähen können, ohne ihn zwischendurch an das Ladekabel hängen zu müssen. Gerade, wenn der Rasen mal etwas höher gewachsen ist, kann es sonst schnell passieren, dass der Akku schneller schlapp macht, weil man nicht so gut voran kommt, wie dies bei einem kürzeren Rasen der Fall wäre. Kalkulieren Sie bei einem Akku-Rasenmäher deshalb lieber ungefähr die doppelte Leistung ein, als Sie tatsächlich benötigen würden.

Ein akkugetriebener Rasenmäher hat den wesentlichen Vorteil, dass Sie sich nicht mehr um das häufig sehr lästige Stromkabel kümmern müssen. Außerdem ist ein solches Modell sogar etwas leiser als ein normaler Elektrorasenmäher. Zwar müssen Sie sich auch bei einem Benzinrasenmäher nicht mit einem Stromkabel herumärgern. Allerdings ist dieser mit der Lauteste und zudem haben Sie hier noch die Abgase.

Benzinrasenmäher

Immer dann, wenn weit und breit keine Steckdose verfügbar ist oder wenn die zu mähende Rasenfläche einfach zu groß ist, ist es von Vorteil, auf einen Benzinrasenmäher zu setzen. Es gibt aber auch Rasenflächen, die so dicht bewachsen sind, dass ein Elektrorasenmäher nicht genug Leistung erbringt, um dem Herr werden zu können. Der Benzinrasenmäher gehört unweigerlich zu den stärksten Rasenmähern überhaupt. Mit ihm können selbst riesige Flächen von mehreren 1.000 Quadratmetern gemäht werden, ohne zwangsläufig zwischendurch nachtanken zu müssen.

Benzinrasenmäher gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen:

  1. Zweitaktmotor
  2. Viertaktmotor

Dem Viertaktmotor gilt ganz klar der Vorzug, denn während Sie beim Zweitaktmotor ein spezielles Gemisch tanken müssen, kann der Viertaktmotor ganz einfach direkt aus dem Reservekanister betankt werden, da er über einen gesonderten Öltank verfügt. Dadurch schmiert sich der Motor sozusagen selbst. Der Zweitaktmotor hingegen kommt nur mit einem spezielle Benzin-Öl-Gemisch aus. Einfach nur Benzin von der Tankstelle zu tanken würde dem Zweitaktmotor auf Dauer unweigerlich schaden.

Rasenmäher mit Eigenantrieb

Es gibt Rasenmäher, die kann man mit nur einer Hand hochheben und es gibt solche, die so schwer sind, dass man sie selbst auf einem ebenen Rasen kaum angeschoben bekommt. Je schwerer ein Rasenmäher ist, desto sinnvoller ist es, einen Rasenmäher mit Achsantrieb zu wählen. Viele dieser Rasenmäher mit Eigenantrieb fahren sozusagen von ganz allein und müssen somit gar nicht angeschoben, sondern nur gelenkt werden. Bei hochpreisigen Modellen ist es sogar möglich, die Fahrgeschwindigkeit einzustellen. Schließlich erhält man kein sauberes Ergebnis, wenn zu schnell gemäht wird.

Aufsitzrasenmäher

Wer sich einen echten Luxus gönnen möchte, der entscheidet sich bewusst für einen Aufsitzrasenmäher, dessen Vorteile ganz klar auf der Hand liegen. Diese Modelle sind nicht nur für besonders große Flächen geeignet, sondern die meisten Modelle besitzen auch einen entsprechend großen Auffangkorb. Der größte Vorteil jedoch ist der, dass man während dem Rasenmähen darauf sitzen kann, statt dahinter her laufen zu müssen. Über einen Viertaktmotor werden die Antriebswelle und auch das Mähwerk angetrieben. Die Schnittbreite liegt in der Regel bei 60 Zentimetern oder darüber. Zwar ist die Fahrgeschwindigkeit eines gewöhnlichen Aufsitzrasenmähers auf 6 km/h begrenz, jedoch kann die Geschwindigkeit variabel angepasst werden. Ebenso angepasst werden kann die Höhe des Mähwerks, welches bei Bedarf aber auch komplett abgeschaltet werden kann.

Ein Aufsitzrasenmäher besitzt übrigens immer einen eigenen Antrieb, da dieser schlichtweg zu groß und zu schwer ist. Dessen Höchstgeschwindigkeit ist allerdings in der Regel auf nur 6 km/h begrenzt. Damit ist es möglich, sogar über öffentliche Wege zu fahren, ohne dass dafür eine Straßenzulassung erforderlich ist.

Das Rasenmähermesser

Das wichtigste Teil eines Rasenmähers, gleich welchen Modells, ist und bleibt neben dem Motor das Messer. Nur mit einem hochwertigen Mähmesser ist es möglich, einen sauberen Schnitt zu erhalten. Damit dies gewährleistet ist, sollte das Messer stets scharf sein und daher jederzeit problemlos nachgeschärft werden können. Idealerweise handelt es sich hierbei um Hartmetall, welches deutlich robuster ist und bei Kontakt mit harten Hölzern oder Steinen nicht sofort stumpf wird.

Vor allem bei Mährobotern kommen häufig sehr dünne Messer zum Einsatz, die sehr schnell stumpf werden. Entsprechend häufig müssen diese dann auch gewechselt werden. Deshalb sollten Sie in einem solchen Fall immer eine Ersatzklinge besitzen. Die Kosten hierfür sollten allerdings stets im Rahmen bleiben. Außerdem sollte das Messer jederzeit problemlos gewechselt werden können.

Sicherheit geht vor

Das Thema Sicherheit sollte bei einem Rasenmäher stets eine wichtige Rolle spielen. Um einen Rasenmäher zu starten, sollte dieser deshalb unbedingt über eine Schutzvorrichtung verfügen. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Bügel oder einen Schalter handeln, der erst betätigt werden muss, bevor der Startknopf gedrückt werden kann. Sobald diese Schutzvorrichtung losgelassen wird, muss der Rasenmähermotor sofort ausgehen. Dadurch kann es zu keinem Zeitpunkt passieren, dass der Motor plötzlich von alleine starten kann, während zum Beispiel gerade der Rasenmäher zur Seite gekippt und das Messer gereinigt wird, weil sich etwas darin verklemmt hat. Dies gilt aber nicht nur für Elektrorasenmäher, sondern auch für Benzinrasenmäher, die ebenfalls über einen Sicherheitsbügel verfügen müssen, der betätigt werden muss, um den Motor starten zu können. Auch hier muss der Motor ausgehen, sobald der Bügel losgelassen wird.

Sobald ein Rasenmäher über keine Schutzvorrichtung verfügt, sollten Sie sich sofort davon distanzieren. Das Risiko, durch einen versehentlichen Start eine Hand zu verlieren, ist einfach zu groß.

Nun sollte man meinen, dass es bei einem Aufsitzrasenmäher wohl nicht erforderlich sein wird, eine Schutzvorrichtung einzubauen, da ja schon aufgrund des Gewichts ohnehin niemand auf die Idee kommen würde, den Mäher zur Seite zu kippen, sodass das Messer freiliegen würde. Doch auch hier gibt es einen Schutzschalter, der meist direkt unter dem Sitz liegt. Sitzt jemand auf dem Sitz, wird der Startvorgang freigegeben. Solange jedoch der Sitz nicht belastet ist, ist es nicht möglich, den Motor zu starten.