Trautes Heim: Mit Geduld eine neue Wohnung finden und kostengünstig umziehen

Trautes Heim: Mit Geduld eine neue Wohnung finden und kostengünstig umziehen

Laut dem Statistischen Bundesamt wohnt ein Großteil der Bevölkerung (57 Prozent) zu Miete. Angesichts der Tatsache, dass es rund 40 Millionen private Haushalte gibt, zahlen 23 Millionen davon jeden Monat Miete. Für viele von ihnen kommt früher oder später der Zeitpunkt, eine neue Bleibe zu finden. Ob als Unzufriedenheit mit der alten Wohnung oder weil sich die Umstände geändert haben (Familienzuwachs) – die Wohnungssuche ist in den meisten Fällen mit viel Aufwand und Kosten verbunden.

Im nachfolgenden Artikel möchten wir Mietern verdeutlichen, wie sie mit Geduld kostengünstig eine neue Wohnung finden. Für den nachfolgenden Ratgeber wurden Informationen aus einem Artikel auf dealbunny.de zurate gezogen.

Der deutsche Wohnungsmarkt und die Landflucht

In Deutschland ist seit geraumer Zeit ein Trend zur Urbanisierung die Rede – man spricht von einer Landflucht. Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat eine Studie erstellt, die das Thema genau erläutert. Darin wird erklärt, dass ländliche Gebiete zunehmend von jungen Menschen verlassen werden. Diese Entwicklung beeinflusst Immobilienkäufer sowie Mieter gleichermaßen. Denn in den Metropolen entsteht eine große Nachfrage an Wohnraum, welche aufgrund eines knappen Angebots nicht befriedigt werden kann. Das Ergebnis: Steigende Mieten und Immobilienpreise.

Mieter sollten den Trend der Landflucht berücksichtigen, da sie davon betroffen sind. Gleichzeitig ist es wichtig, sich bei der Wohnungssuche Zeit zu lassen, insbesondere dann, wenn das Budget knapp ist. Überteuerte Angebote sind in vielen Regionen Deutschlands vorzufinden. Mit einer überlegten Planung bei der Wohnungssuche findet jeder Vermieter eine neue Bleibe.

Die Wunschausstattung der Wohnung festlegen

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Gründe, warum Vermieter die Wohnung wechseln. Einige Mieter werden junge Eltern oder erhalten weiteren Nachwuchs. Sie benötigen folglich mehr Wohnraum. Es gibt Mieter, die durch einen Unfall an einen Rollstuhl gefesselt sind und eine barrierefreie Wohnung benötigen.

In unserem Artikel Wohnraumgestaltung für Menschen im Rollstuhl berichteten wir über eine Rollstuhlfahrerin und ihre schwierige Suche nach einer Wohnung.

Jede Gruppe hat unterschiedliche Vorstellung von einer idealen Wohnung – und diese sollten vor der Suche festgelegt werden:

  • Wohnfläche: Wie viele Zimmer brauchen die Mieter und welche Wohnfläche wünschen sie sich? Laut dem Statistischen Bundesamt beträgt die durchschnittliche Wohnfläche einer Mietwohnung rund 69,4 Quadratmeter.
  • Haustiere: Beim Umzug mit Hunden und Katzen gelten besondere Vorkehrungen. Für sie sollte die Wohnung ausreichend groß sein. Natürlich muss auch der Mieter Haustiere akzeptieren.
  • Standort: In einigen Fällen wird die Wohnung gewechselt, damit sie näher am Arbeitsplatz oder einer Schule liegt. Die Nähe zu diesen Punkten kann durchaus teurer sein, wenn die Wohnung näher zum Stadtzentrum liegt.

Tipps zur Wohnungssuche über das Internet

Im digitalen Zeitalter werden viele Tätigkeiten online erledigt. Das ist bei der Wohnungssuche nicht anders. Der Vorteil liegt darin, dass Anzeigen im Internet mehr Details beinhalten, als jene in einer Zeitung. Bei der Wohnungssuche ersparen Sie sich Besichtigungen, da sie die Wohnung in den Bildern online sehen können. Zwar sind sie nicht immer zu einhundert Prozent repräsentativ, sie geben aber einen Vorgeschmack. Dieser reicht aus, um einen unnötigen Besichtigungstermin zu vermeiden.

Die Wohnungssuche und anschließende Besichtigung bringt einen großen Zeitaufwand mit sich. Wohnungen, die in Fotos gut aussehen, entpuppen sich in einigen Fällen bei der Besichtigung als weniger attraktiv. Dagegen kann Vermieter nichts schützen. Deshalb weisen wir darauf hin, sich geduldig zu zeigen. Früher oder später findet jeder Mieter die zu ihm passende Wohnung.

Lassen Sie sich von Maklern keine Provision oder andere Kosten andrehen. Es gilt das Bestellerprinzip – Kosten zahlt der Vermieter, wenn er den Makler beauftragt hat.

Umzug planen und Kosten sparen

Die Wohnungssuche ist mit einem großen Zeitaufwand verbunden, die Kosten sind gering, falls Mieter nicht einen Makler beauftragen[1]. Finanzielle Kosten entstehen erst bei dem eigentlichen Umzug. Die erste Frage: Umzug in Eigenregie oder mit einem Umzugsunternehmen?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Die Praxis hat gezeigt, dass der Umzug in Eigenregie (finanziell) günstiger ist. Jedoch berücksichtigen viele Mieter den Planungs- und Organisationsaufwand nicht. Weiterhin müssen sie sich für den Umzug Urlaub nehmen. Eine Spedition übernimmt auf Wunsch alle Aufgaben, angefangen beim Abbau der Möbel über das Einpacken des Hausrats bis hin zum Transport und Aufbau.

Erstellen Sie als Mieter eine Liste mit Ihrem Hausrat und lassen Sie sich Angebote von Umzugsfirmen zukommen. Berechnen Sie nebenbei, was das Mieten eines Umzugsautos kosten würde und ermitteln Sie, welche Umzugsart am besten in Ihr Budget passt.

Falls es sich um einen berufsbedingten Umzug handelt, haben Mieter Glück. Solche Umzüge können sie steuerlich geltend machen. Die Steuervorteile gelten für Reise- und Maklerkosten, die Beförderung und viele weitere Ausgaben, die mit dem Umzug verbunden sind. Ein Privatumzug kann ebenfalls von der Steuer abgesetzt werden, jedoch nur dann, wenn Sie eine Spedition nutzen. Lassen Sie sich in diesem Fall alle Ausgaben auf einer Rechnung detailliert auflisten.

Zusammenfassung

Mieter stehen heute bei der Wohnungssuche vor neuen Herausforderungen. Durch die Landflucht entsteht eine große Nachfrage nach Wohnraum, der ein knappes Angebot gegenüber steht. Mit Geduld findet jeder Vermieter eine passende Wohnung.


  1. Laut dem Bestellerprinzip zahlt derjenige die Maklerprovision, der ihn bestellt hat. Weitere Informationen gibt es in diesem PDF

Artikelbild: © nenetus / Shutterstock

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