Trendmöbel Boxspringbett: Das sind die Nachteile

Trendmöbel Boxspringbett: Das sind die Nachteile

In den deutschen Schlafzimmern sind Boxspringbetten momentan ein echter Trend. Kaum ein anderes Bett bringt eine derart gemütliche Optik mit wie dieses Modell. Insbesondere in Luxushotels werden Boxspringbetten gerne eingesetzt, weshalb sich Vielreisende ein solches Bett oftmals auch für Zuhause wünschen. Allerdings haben Boxspringbetten nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile, weshalb Sie beim Kauf ein paar Dinge beachten sollten.

Boxspringbetten sind besonders weich und federnd

Boxspringbetten sind auch als Kontinental- oder Polsterbetten bekannt. Die Bezeichnung „Boxspring“ stammt ursprünglich von einer US-amerikanischen Marke. Der englische Begriff „box“ steht für Kiste, während „spring“ das Wort für Bettfeder ist. Damit ist schon gut beschrieben, worum es sich bei einem Boxspringbett handelt: eine Kiste mit Bettfedern. Gemeint ist damit die Unterkonstruktion des Bettentyps. Sie besteht aus einem festen Rahmen und mindestens einer Lage Sprungfedern. Dort liegt die Matratze auf.

Über der Matratze liegt in der Regel noch ein Topper. Diese Matratze ist nur wenige Zentimeter stark und besonders weich. Sie soll nicht nur den Schlafkomfort erhöhen, sondern kann auch dazu verwendet werden, bei Doppelbetten mit zwei einzelnen Matratzen eine komplette Liegefläche zu schaffen.

Ein Boxspringbett ist insgesamt deutlich weicher als andere Bettentypen. Speziell in den USA und in Kanada erfreut es sich einer großen Beliebtheit. Aber auch in Deutschland durchläuft es momentan einen regelrechten Hype. Immer mehr Hersteller springen auf den Zug auf und konstruieren entsprechende Modelle.

Nicht für jedermann geeignet

Allerdings eignet sich das Boxspringbett nicht für alle Schläfer gleichermaßen gut. Es gibt Menschen, die sich in einem solchen Bett nicht wohlfühlen, weil es ihnen zu weich, zu warm oder zu hoch ist.

Personen, die unter chronischen Rückenproblemen leiden, sollten vor dem Kauf mit ihrem Arzt sprechen, denn für manche Beschwerden ist das Boxspringbett gänzlich ungeeignet.

Kürzlich hat Stiftung Warentest mehrere Boxspringbetten auf die Probe gestellt und dabei herausgefunden, dass das tolle Schlafgefühl, das der Schläfer kurz nach dem Kauf noch gespürt hat, sich meist im Laufe der Zeit verflüchtigt. Durch die Beanspruchung, die Körperwärme und den Schweiß bildet sich nach einigen Monaten eine Kuhle, sodass der Schläfer beinahe das Gefühl hat, in einer Hängematte zu liegen. Zu diesem Urteil kam die Stiftung Warentest zumindest bei einem Großteil der getesteten Boxspringbetten. Teilweise waren die Matratzen schon im Neuzustand so weich, dass der Schläfer sehr tief einsinkt.

Kein variabler Unterbau

Viele Verbraucher haben Schwierigkeiten, sich zwischen dem normalen Bett mit Lattenrost und einem modernen Boxspringbett zu entscheiden. Sie sollten sich vor dem Kauf darüber bewusst sein, dass das Schlafgefühl in einem Boxspringbett auf jeden Fall ein komplett anderes ist als in Ihrem bisherigen Lattenrost-Bett. Dazu kommt noch, dass der Unterbau beim Boxspringbett nicht variabel ist. Deshalb ist es nicht so gut in mehrere Liegezonen einteilbar wie das Bett mit Lattenrost. Bei Letzterem ist es möglich, für den Schulter- und Beckenbereich verschiedene Härtegrade zu wählen, was beim Boxspringbett in der Regel nicht realisierbar ist.

Boxspringbetten sollten individualisierbar sein

Natürlich hat ein Boxspringbett auch viele Vorteile, die den derzeitigen Boom rechtfertigen:

  • Die Matratze liegt eben auf dem Boxspring-Unterbau auf, wodurch die Stützkraft des Untergestells an allen Stellen sehr hoch ist
  • Das Boxspringbett bietet eine wohnliche Optik
  • Die meisten Menschen empfinden das schwingende Liegegefühl als sehr angenehm
  • Durch die Matratze ist die Liegefläche beim Boxspringbett erhöht

Normale Betten sind 40 bis 50 Zentimeter hoch, während die Liegefläche bei Boxspringbetten erst bei 50 Zentimetern beginnt. Eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern ist bei diesem Bettentyp möglich. Davon profitieren nicht nur ältere Menschen, denn der Ein- und Ausstieg wird erleichtert.

Wenn Sie sich trotz der Nachteile für ein Boxspringbett entscheiden, sollten Sie ein Modell wählen, das sich gut individualisieren lässt.

Preiswerte Boxspringbetten sind oft kaum individualisierbar. Speziell für schwere, große, leichte und kleine Menschen können sie zum Problem werden. Deshalb ist es besser, Sie investieren mehr Geld und lassen sich Ihr Boxspringbett von einem Fachmann zusammenstellen und individuell an Ihre Körperform und Ihre Ansprüche anpassen. Gute Anbieter für Boxspringbetten haben mehrere Federungen, Härtegrade und Matratzentypen im Angebot. Ein Fachmann wird Ihnen verschiedene Fragen stellen, um Ihre Bedürfnisse zu ermitteln. So wird er beispielsweise Ihre Körpergröße und Ihr Körpergewicht erfahren wollen und fragen, ob Sie zu starkem Schwitzen neigen. Das sind Punkte, die wichtig sind, um Ihnen ein perfektes Boxspringbett zusammenzustellen. Wenn möglich, sollten Sie außerdem probeliegen. Das ist der beste Weg, um herauszufinden, ob Sie in einem Bett bequem liegen oder nicht.

Zusammenfassung

Das Boxspringbett bietet neben vielen Vorteilen auch ein paar Nachteile. Für manche Menschen kann die Standard-Ausführung problematisch werden. Deshalb sollte das Boxspringbett immer individualisierbar sein.

Artikelbild: © NikD51 / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4.86