Tresor für Wertgegenstände – Worauf Sie beim Kauf und beim Einbau achten sollten

Tresor für Wertgegenstände – Worauf Sie beim Kauf und beim Einbau achten sollten

Wertvoller Schmuck, sensible Akten oder Bargeld: Immer mehr Menschen bewahren Wertsachen in ihren eigenen vier Wänden auf. Unter der Matratze versteckt seine Schätze dabei heute niemand mehr. Aber auch andere raffinierte Verstecke sind nicht sicher genug, weil Einbrecher alle möglichen Schlupfwinkel kennen. Deshalb entscheiden sich viele Verbraucher dafür, einen Wertschutz-, Möbel-, Wand- oder Schlüsseltresor im Haus zu installieren. Er verschließt Wertgegenstände sicher und fest, sofern Sie auf bestimmte Kriterien beim Kauf und beim Einbau achten. Erfahren Sie in diesem Ratgeber von Heimhelden.de, worauf es ankommt.

Diebe kennen alle Verstecke

Helmut Rieche von der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“ weiß, dass es heutzutage keine Verstecke mir gibt, die ein Einbrecher nicht kennt. Deshalb helfe es auch nicht, das Bargeld zuhause so ungewöhnlich wie möglich in einem Gesellschaftsspiel zu verstecken oder wertvolle Gegenstände zwischen den Dachsparren oder gar im Ofen zu verstauen. Ideal für die Aufbewahrung von Bargeld und Wertsachen ist stattdessen ein Wertschutzschrank. Wichtig ist, dass ein wirklich sicheres Modell ausgewählt wird, dass der Einbau korrekt erfolgt und dass der Safe von der Versicherung zugelassen ist.

Tresor kaufen – Worauf Verbraucher achten sollten

Die Sicherheit und Qualität eines Safes sind laut der VdS-Schadenverhütung nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Deshalb sind unabhängige Zertifizierungen und Prüfungen unverzichtbar. Auch Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart rät, nur zertifizierte und geprüfte Safes zu kaufen. Derartige Tresore erkennen Sie zum Beispiel an den Plaketten, die an der Türinnenseite angebracht sind.

Sie können entweder direkt von der VdS-Schadenverhütung oder von der European Security Systems Association ausgestellt sein. Bei beiden handelt es sich um akkreditierte Zertifizierungsstellen nach der Norm DIN-EN 45011. Ein sicherer und unsichtbarer Schutz im Haus für alle Wertgegenstände und wichtige Dokumente kann beispielsweise mit den HARTMANN Tresoren gewährleistet werden. Der deutsche Hersteller hat über 20.000 Tresore permanent auf Lager. Die Tresore sind vom VdS für ihre Sicherheit zertifiziert.

Ideal sind Einmauerschränke, die in Boden und Wand verankert werden. Nicht zu empfehlen sind hingegen einfache Blechschränke und Geldkassetten. Sie können nicht befestigt und daher einfach mitgenommen werden. Das gilt gerade für Systeme, die weniger als 1.000 Kilogramm an Eigengewicht mitbringen.

Öffnen lassen sollte sich der Tresor nicht über einen Schlüssel, denn das stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Meist wird der Schlüssel in der Wohnung aufbewahrt, sodass er für Diebe zu finden ist. Besser ist ein Öffnungssystem mit Zahlenkombination. Dafür sollten Sie einen individuellen und sicheren Code auswählen. Das eigene Geburtsdatum ist dabei nicht sicher genug. Besser sind Todes- oder Hochzeitstage nahestehender Menschen.

Der Einbau beeinflusst die Sicherheit des Tresors maßgeblich

Auch bei einem hochwertigen Tresor, dessen Korpus aus stabilen und widerstandsfähigen Materialien besteht, ist ein fachgerechter Einbau wichtig. Andernfalls könnte der Safe einfach mitsamt Inhalt mitgenommen werden.

Einbauort mit Bedacht auswählen

Am besten sollte der Einbauort für den Wandtresor schon beim Bau des Hauses bedacht werden. Die größte Sicherheit bietet nämlich ein Safe, der fest mit dem Mauerwerk verbunden ist. Wichtig ist auch, dass der Tresor nicht so einfach zu finden ist. Daher ist es keine gute Idee, den Wandtresor einfach mit einem Bild zu verbergen, denn dort schauen die meisten Einbrecher sofort nach. Besser ist es, den Safe unter einer Treppe, in einem Kleiderschrank oder in einem Kamin zu installieren.

Eine geeignete Wandöffnung ist notwendig

Wird der Tresor nachträglich eingebaut, so muss erst eine Wandöffnung hergestellt werden. Die Maße dieser Öffnung sollten etwa zehn Zentimeter größer sein als die Abmessungen des Safes. In der Tiefe sollte die Nische zehn bis zwölf Zentimeter mehr betragen als der Tresor. Wenn eine solche Wandöffnung im Mauerwerk hergestellt wurde, kann der Safe dann in einer Betonschicht fest eingeschlossen werden. Das macht den Safe auch beim nachträglichen Einbau sehr sicher.

Der Tresor muss fest mit Beton umschlossen werden

Wenn Sie einen Tresor mit einem sehr hohen Gewicht kaufen, sollten Sie sich vorher informieren, ob die Unterkonstruktion eine ausreichende Tragkraft bietet. Bei herkömmlichen Beton-Geschossdecken ist die Tragkraft in der Regel hoch genug. Richten Sie den Tresor mit einer Wasserwaage waagerecht aus und fixieren Sie die Position mit Keilen. Danach wird der Beton eingebracht.

Um Verschmutzungen zu vermeiden, sollten Sie die Frontseite vom Safe mit einer Folie abdecken.

Sobald Sie die Hohlräume komplett mit Beton verfüllt haben, muss dieser wenigstens 48 Stunden lang gut trocknen. Unterbrechen Sie in diesem Zeitraum die Stromzufuhr des Safes oder nehmen Sie die Batterien heraus. Erst, nachdem der Beton getrocknet ist, kann der Tresor in Betreib genommen werden.

Der Tresor sollte mit der Versicherung abgeklärt werden

Bevor Sie einen Wertschutzschrank anschaffen, sollten Sie außerdem die Versicherung kontaktieren. Sie gibt an, welche Werte in welchem Safe versichert werden. Insbesondere der Widerstandsgrad des Tresors spielt dabei eine wichtige Rolle.

Es kam schon vor, dass eine Hausratversicherung ihrem Kunden nach einem Einbruch nur Bargeld in Höhe von 3.000 Euro ersetzte. Für die weiteren 37.000 Euro, die gestohlen wurden, kam die Versicherung nicht auf, weil der Tresor nicht ihren Sicherheitsbestimmungen entsprach.

Laut den Erfahrungswerten der VdS-Schadenverhütung und der Polizei gilt dabei Folgendes:

  • Bei Wertsachen bis 1.000 Euro ist ein einfacher Verschluss ausreichend
  • Für höhere Werte benötigen Sie Sicherheitsschränke
  • Modelle der Stufe S1 reichen für 5.000 Euro
  • Für bis zu 30.000 Euro sollten es Modelle der Stufe S2 sein

Für noch höhere Werte sollten Tresore mit einer Einbruchmeldeanlage kombiniert werden. Zudem weiß der Polizei-Kriminaloberrat Schmidt, dass viele Versicherungen für die Aufbewahrung bestimmter Werte einen Wertschutzschrank fordern, der eine Mindestklassifizierung von beispielsweise Grad II aufweist. Für die Lagerung von Werten ab 40.000 Euro eignen sich laut VdS Wertschränke mit dickeren Wänden und einer speziellen Füllung. Sie sind sicherer als Sicherheitsschränke.

Zusammenfassung

Bargeld und Wertgegenstände sollten zuhause am besten in einem Tresor aufbewahrt werden. Wichtig ist, ein sicheres und zertifiziertes Modell zu wählen. Außerdem kommt es auf einen gut durchdachten und korrekten Einbau an, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten.

Artikelbild: MalkovKosta / Bigstock.com

1 Kommentar

  1. Michael Bäcker 11.01.2019 14:50 Uhr

    Danke für die Informationen zu Tresoren. Ich möchte auch einen Tresor haben, weil ich viel Bargeld zu Hause habe. Ich denke auch, dass nur ein Tresor helfen kann, wenn man Bargeld sicher vor Dieben halten möchte.

    direkt antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.