Vertikutierer mit Benzin: Darauf sollte geachtet werden

Vertikutierer mit Benzin: Darauf sollte geachtet werden

Wer von einem schönen Garten mit englischem Rasen träumt, der kommt nicht um das Vertikutieren herum. Zwischen März und September sollte der Gärtner das Grün mindestens einmal vertikutieren und somit von unerwünschten Pflanzen befreien, dies sich auch unter der Erdoberfläche ansiedeln. Auf dem Markt gibt es verschiedene Geräte, die die bisher mühsame Handarbeit erleichtern. Der Vertikutierer mit Benzin hat dabei zahlreiche Vorteile und ist vor allem für große Flächen geeignet.

Was steckt dahinter? Das ist ein Benzin-Vertikutierer

Beim Vertikutierer mit Benzin wird die rotierende Walze, deren Klingen in die Erde eindringen, von einem Motor betrieben. Dieser Motor braucht Power. Wie der Name schon verrät, wird diese hier durch Benzin geliefert. In den Vertikutierer Benzin einfüllen – und schon kann die Rasenpflege beginnen. Der Gärtner muss in diesem Fall nicht nach der Steckdose in der Nähe suchen. Dieser Vertikutierer kann überall mit einem Kanister befüllt werden.

Als Alternative gelten Elektro-Vertikutierer, die mit Strom betrieben werden. Diese verfügen über Kabel oder Akku und sind in ihrer Reichweite dadurch beschränkt. Ein Elektro-Vertikutierer ist daher nur für den kleineren Garten geeignet.

Die Vorteile des Vertikutierers mit Benzin

Die benzinbetriebene Variante eines Vertikutierers hat viele Vorteile. Dazu gehören unter anderem:

  • keine Kabel
  • mehr Flexibilität und Wendigkeit
  • große Reichweite
  • mehr Leistung
  • schnelle Einsatzbereitschaft

Das Modell mit Benzin ist schnell einsatzbereit. Diese Geräte sind nicht durch Kabel oder Akkuladung in der Reichweite beschränkt. Daher sind Vertikutierer mit Benzin vor allem für große Rasenfläche geeignet. Aber auch die größere Wendigkeit spricht für die Benzin-Modelle. Zudem muss der Gärtner nicht darauf achten, nicht aus Versehen über das Kabel zu fahren. Insgesamt bietet dieses Gerät mehr Flexibilität. Auch hat der Benzin-Vertikutierer oft mehr Leistung zu bieten und macht bei trockenem und hartem Boden nicht so schnell schlapp.

Die Nachteile des Vertikutierers mit Benzin

Aber auch beim Benzin-Modell gibt es Nachteile, die vor der Anschaffung bedacht werden sollten. Dazu gehören unter anderem:

  • höhere Anschaffungskosten
  • regelmäßige Wartung
  • lauter Betrieb
  • Emissionen

Benzin-Vertikutierer kosten meist mehr in der Anschaffung als andere Modelle. Auch die Nebenkosten für Benzin könnten die des mit Strom betriebenen Verwandten übersteigen. Zudem sollte der Vertikutierer mit Benzin regelmäßig gewartet werden, damit seine Funktionstüchtigkeit gewährleistet bleibt. Für die meisten ist jedoch der laute Betrieb der größte Nachteil. Ein mit Benzin betriebener Vertikutierer verursacht laute Motorgeräusche. Zudem werden auch unschöne Abgase ausgestoßen.

Motorbetriebene Vertikutierer reißen oft mehr aus dem Boden heraus, als dem Gärtner lieb ist. Vor allem am Rand des Rasens stoßen diese Modelle an ihre Grenzen. Oft muss hier mit einem Handvertikutierer nachgeholfen werden.

Aspekte, die beim Kauf beachtet werden sollten

Wer sich für einen Benzin-Vertikutierer entscheidet, hat zahlreiche verschiedene Modelle auf dem Markt zur Auswahl. Verschiedene Preisklassen und Ausstattungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Hier sollten verschiedene Kriterien beachtet werden, um das richtige Gerät für den eigenen Rasen zu finden.

So sollte die Leistung des Benzinmotors nicht zu wenig sein. Werte zwischen 1100 und 1800 Watt sind hier günstig. Wie hoch ist die Füllmenge des Fangkorbs? Hier sollte das Volumen mindestens zwischen 45 und 55 Litern liegen. Die Arbeitsbreite ist ebenso ausschlaggebend. Unter 30 Zentimetern sollte sie nicht ausfallen. Hochwertige Vertikutierer bieten zudem eine Arbeitstiefenverstellung – ob stufenlos oder in mehreren Stufen. Manche Benzin-Vertikutierer sind auch Kombigeräte und somit gleichzeitig auch ein Rasenlüfter. Bei Walzenwechsel auf Knopfdruck kann das gleiche Gerät den Rasen zugleich lüften. Aber auch bei speziellen Rasenmähern ist manchmal ein Vertikutierer integriert.

Es gibt auch Benzin-Vertikutierer, die ausgeliehen werden können. Jedoch sind Transport und Lieferung nicht selten schwierig und auch der gute Zustand des Gerätes nicht immer garantiert. Die Anschaffung eines eigenen Vertikutierers kostet den Gärtner meist um die 300 Euro, die für die Zukunft des Rasens investiert werden sollten.

Die bekanntesten Hersteller

Zahlreiche Hersteller haben sich auf dem Markt mit ihren Benzin-Modellen unter den Vertikutierern etabliert. Dazu gehören unter anderem:

  • Dolmar
  • Einhell
  • Hecht
  • Wolf

Die Marke Dolmar gehört zur Makita GmbH und bietet neben Benzin-Vertikutierer auch Heckenscheren, Kettensägen und Traktoren. Einhell ist ein deutsches Unternehmen aus Landau, das sich auf den Werkzeugbau spezialisiert hat. Der Konzern ist für seine Gartengeräte, aber speziell für Benzin-Vertikutierer bekannt. Auch Wolf ist bei vielen Gartenbesitzern bekannt – vor allem für Gartengeräte mit guter Verarbeitung und starker Leistung. Das Unternehmen Hecht hat seine ursprünglichen Wurzeln im Ausland, dennoch glänzt es mit deutscher Hochwertigkeit bei seinen Gartengeräten. Neben Rasenmäher und Vertikutierern finden sich hier auch Geräte im Sortiment, die seltener im Garten gebraucht werden.

Zusammenfassung

Vertikutierer mit Benzin eignen sich vor allem für große Rasenflächen im Garten. Denn diese Modelle haben ohne Kabel und mit eigenem Benzintank eine große Reichweite. Auch steckt oft Power in ihnen. Jedoch stoßen Benzin-Vertikutierer unschöne Abgase aus und verbreiten bei der Arbeit viel Lärm. Wer ein hochwertiges Gerät kaufen will, sollte bei den bekannten Marken zugreifen.

Artikelbild: AigarsR / Bigstock.com

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