Vinylboden verlegen Kosten: Ein kleiner Überblick

Vinylboden verlegen Kosten: Ein kleiner Überblick

Hat man sich entschieden in seinem Haus Vinylböden zu verlegen, muss man wissen, dass die Kosten für das Verlegen stark abhängig vom Untergrund sind. Die reinen Arbeitskosten für das Verlegen eines Vinylbodens sind auf ebenen Fußböden unschlagbar niedrig. Kostenunterschiede kommen nur durch die verschiedenen Vorarbeiten des Unterboden vor.

Die Kosten für das Verlegen eines Vinylbodens im Überblick

Liegt das Handwerkern einem nicht wirklich, kann man sich auf MyHammer nach günstigen Angeboten für das Verlegen von Vinylböden umschauen.

Untergrund Materialkosten Vorbereitung Kosten Verlegen Kosten Gesamtkosten Vinylboden pro Quadratmeter
Bahnware lose auf Estrich oder PVC 15 bis 50 Euro 2 bis 3 Euro 5 bis 8 Euro 22 bis 61 Euro
Bahnenware lose auf Holzboden, Parkett, Dielen oder Fliesen 15 bis 50 Euro 10 bis 15 Euro 5 bis 8 Euro 30 bis 73 Euro
Vinylplatten verklebt auf Estrich oder PVC 12 bis 40 Euro 2 bis 3 Euro 6 bis 9 Euro 20 bis 51 Euro
Vinylplatten verklebt auf Holzboden, Parkett, Dielen oder Fliesen 12 bis 40 Euro 10 bis 15 Euro 12 bis 15 Euro 34 bis 70 Euro
Klick-Vinyl auf allen Untergründen 12 bis 40 Euro 2 bis 10 Euro 10 bis 12 Euro 27 bis 62 Euro

Um vor Überraschungen sicher zu sein, sollte man sich auch auf MyHammer möglichst Festpreisangebote einholen. Viele der Angebote auf Myhammer aber auch bei anderen Handwerkern beruhen auf einem Festpreis, sodass man anhand einer Preisliste die Kosten für den Vinylboden gut abschätzen kann. Es kann jedoch auch eine individuelle Absprache mit dem Bodenleger getroffen werden.

Welche Posten sollte der Kostenvoranschlag enthalten?

Plant einen Vinylboden von einem Fachmann verlegen zu lassen, sollte man sich unbedingt einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Dieser Kostenvoranschlag sollte im Detail alle Posten aufweisen, die nötig sind, um den Vinylboden fachgerecht zu verlegen.

Die Preisübersicht des Bodenlegers sollte im Idealfall folgendermaßen aussehen und nachfolgende Punkte enthalten.

  • Materialkosten inklusive einer Verschnittdifferenz
  • Kleber
  • Entsorgen des Altbelags
  • Fußboden ausgleichen
  • Materialkosten für Spachtel- und Ausgleichsmasse
  • Schleifarbeiten
  • Trocknung
  • Auftrag der Grundierung
  • Arbeitskosten für Verlegen lose, geklickt oder verklebt
  • Anbringung der Sockelleisten
  • Zuschnitt von Treppen oder bei geometrischen Sondergrößen
  • An- und Abfahrtskosten

Differenz von Arbeits- und Materialkosten beim Vinylboden

Die Kosten für Verlegearbeiten bei Vinylböden teilen sich in der Regel in 60 % Materialkosten und 40 % Arbeitskosten auf. Je nach Untergrund ergeben sich hierbei einige Unterschiede. Beim Verlegen eines Vinylbodens mit einem normalen Arbeitsaufwand durch einen Handwerker muss man mit Kosten von 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter Bodenbelag rechnen. Heimwerker, die den Belag in Eigenleistung verlegen, sparen sich die Arbeitskosten und verringern somit die Gesamtkosten pro Quadratmeter.

Die Arbeitskosten des Bodenlegers für das Verlegen von einem Vinylboden hängen unter anderem von der Art des Vinylproduktes ab. Wird der Bodenbelag lose verlegt, sind die Kosten pro Quadratmeter am niedrigsten. Höhere Kosten entstehen durch das Verkleben von Bahnenware, Planken oder Vinylplatten aus Vollvinyl. Wird der Vinylboden geklickt, dann entstehen nahezu dieselben Arbeitskosten wie beim Verlegen von Klick-Laminat. Bei den Preisen kann man folgende Richtwerte zugrunde legen.

  • Lose oder schwimmend verlegte Bahnenware – ca. 5 bis 8 Euro pro Quadratmeter beim Verlegen eines Vinylbodens
  • Bahnenware, Planken oder Vinylplatten verkleben – ca. 6 bis 9 Euro pro Quadratmeter beim Verlegen eines Vinylbodens
  • Klick-Vinyl – ca. 10 bis 12 Euro pro Quadratmeter beim Verlegen eines Vinylbodens
  • Vollvinyl mit Dämmung (Trittschalldämmung) und/oder einem Dekor wie zum Beispiel ein dreidimensionales Druckbild – ca. 10 bis 15 Euro pro Quadratmeter beim Verlegen eines Vinylbodens zuzüglich einem höheren Verschnitt.

Hinzu kommen die Kosten für die Vorbereitung des Unterbodens. Hier belaufen sich die Arbeitskosten auf 5 bis 15 Euro pro Quadratmeter.

Soll der Vinylboden auf eine Fußbodenheizung verlegt werden, müssen im Vorfeld spezielle Aufbauarbeiten sowie notwendige Zwischenarbeitsschritte eingeplant werden müssen. Neben den höheren Materialkosten für den Vinylboden und dem Kleber muss man oft auch noch mit zusätzlichen Legematten rechnen.

Vinylboden auf Fliesen verlegen

Entsprechen die Fliesen im Haus nicht dem persönlichen Geschmack oder sehen sie nicht mehr ansprechend aus, kann man sie mit Vinylplatten belegen. Mit wenig Aufwand kann man die alten Fliesen überdecken. Dabei muss man keine gesundheitlichen Bedenken mehr wie vor Jahren haben, denn die neuen Vinylböden entsprechen den rechtlichen Kriterien, was Weichmacher oder auch Ausdünstungen angeht. Dies ist insbesondere für Allergiker sehr wichtig. Vinylböden enthalten heute kein Asbest mehr. Sehr oft hört man für einen Vinylboden auch die Bezeichnung PVC. Letzteres gilt gerade für preisgünstige Bodenbeläge.

Wie verlegt man einen Vinylboden auf Fliesen?

Als Erstes müssen die alten Fliesen samt der Fugen gründlich von Schmutz und Staub befreit werden. Damit man auch eventuell vorhandene Schimmelsporen beseitigt besprüht man den alten Bodenbelag mit Reinigungsalkohol, lässt diesen gut einwirken und wischt anschließend mit einem nebelfeuchten Baumwolltuch drüber. Danach können die Fugen der Fliesenböden mit einer speziellen Ausgleichsmasse aufgefüllt werden.

Beträgt die Höhendifferenz mehr als 3 Millimeter, sollte man den kompletten Fußboden spachteln und ausgleichen. Um die Geräuschentwicklung deutlich zu minimieren, sollte man eine Trittschalldämmung einbringen. Diesen Arbeitsschritt kann man sich sparen, wenn man Vinylplatten mit einer speziellen Dämmung an der Unterseite verwendet. Anschließend kann man das Vinyl zuschneiden, wenn man Bahnenware verwendet. Bei Vinylplatten entfällt dieser Arbeitsschritt. Im letzten Schritt erfolgt das Verkleben des Vinylbodens. Hier hat man die Wahl zwischen einem vollflächigen oder einem punktuellen Verkleben.

Wodurch werden die Verlegekosten bei Vinylboden beeinflusst?

Den größten Unterschied bei den Verlegekosten macht die Art des Vinyls aus. Man hat die Wahl zwischen

  • Bahnenware
  • Vinylplatten
  • Klick-Vinyl

Meist wird die Bahnenware lose oder schwimmend verlegt. Hierzu muss jedoch der Untergrund geeignet sein. Bei dieser Methode muss man mit Verlegekosten von 5 bis 10 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Entscheidet man sich für Klick-Vinyl, dann entfällt meist die Untergrundvorbereitung, welche sowohl bei Bahnenware wie auch bei Vinylplatten zwingend nötig ist. Mit Klick-Vinyl können kleine Unebenheiten des Unterbodens ausgeglichen werden. In den meisten Fällen entfällt auch das Verkleben des Klick-Vinyls. Die Verlegekosten bei dieser Methode bewegen sich meist um die 10 Euro je Quadratmeter.

Vinylplatten dagegen müssen immer verklebt werden. Dazu benötigt man natürlich einen stabilen und festen Unterboden. Verfügt der Unterboden nicht über diese Eigenschaften, dann muss er meist aufwendig und mit viel Zeit aufgearbeitet werden. Diese bedeutet deutlich mehr Arbeitskosten.

Welche Vorarbeiten kann man selbst erledigen?

Um die Kosten für das Verlegen eines Vinylbodens zu minimieren, kann man auch einige Arbeiten im Vorfeld in Eigenleistung erledigen. So kann man zum Beispiel einen Teppichboden entfernen und entsorgen. Das Entfernen einen alten Teppichboden ist meist sehr zeitaufwendig und erfordert nicht selten den Einsatz von Maschinen. Des Weiteren kann man das entsprechende Zimmer im Vorfeld selbst ausräumen, lose Dielen verschrauben oder Fugen selbst verspachteln. Auch Unebenheiten lassen sich im Vorfeld leicht durch Eigenleistung verspachteln.

Als versierter Heimwerker kann man einen Vinylboden auch selbst verlegen. Jedoch ohne entsprechendes Werkzeug ist dies meist nicht möglich, sodass man hier doch besser einen Bodenleger mit dem Verlegen des Vinylbodens beauftragt. Dieser kann die Arbeiten ohne großen Verschnitt durchführen, was gerade bei einem Designboden nicht unwichtig ist.

Vinylböden auch in Feuchträumen?

Möchte man das Badezimmer oder die Küche mit einem Vinylboden verschönern, sollte man einige Dinge beachten. Als Belag sollte hier spezielles Voll-Vinyl oder auch Massiv-Vinyl zum Einsatz kommen. Diese Form des Vinylbodens hält hohen Belastungen stand und ist resistent gegen Feuchtigkeit. Der Belag besteht zu 100 % aus wasserabweisendem Kunststoff und quillt daher auch nicht auf. Bodenleger empfehlen für einen solchen Vinylboden das vollflächige Verkleben.

Alter Belag vor dem Verlegen von Vinylboden entfernen?

Möchte man sein Heim mit einem Vinylboden verschönen, kann es vorkommen, dass bestimmte Bodenbeläge im Vorfeld entfernt werden müssen. Dies sind

  • Linoleum
  • Teppichboden
  • Poyolefin Beläge
  • Kautschuk-Laminat

Das Entfernen von einem Altbelag ist sehr aufwendig und kann hohe Kosten verursachen, wenn man es von einem Handwerker machen lässt. Man muss beim Entfernen des Altbelags mit Kosten von 20 Euro und mehr pro Quadratmeter rechnen.

Entstehen Nachteile beim selbst Verlegen von Vinylböden?

Beim Selbst verlegen von einem Vinylboden können dem Heimwerker Nachteile entstehen, da die Arbeiten in aller Regel nicht fachgerecht ausgeführt werden, wird auch keine Gewährleistung übernommen. Mit wenig Nachteilen miss man beim Verlegen von Klick-Vinyl rechnen, denn dies lässt sich auch ohne große Vorkenntnisse schnell und einfach verlegen.

Zusammenfassung

Mit einem Vinylboden kann man leicht ein bestehendes Parkett, einen Holzboden oder Fliesen verschönen. Der Vinylboden wird dabei lose oder schwimmend wie der Fachmann es nennt verlegt. Um die Arbeitskosten zu reduzieren, kann man einige Vorarbeiten in Eigenregie übernehmen. Das eigentliche Verlegen des Vinylbodens sollte man jedoch einem Bodenleger überlassen. Dieser verfügt über die notwendigen Arbeitsmaterialien und kann bei einem Designboden oder bei einem aufwendigen Dekor mit kleinerem Verschnitt arbeiten, was sich wiederum in den Kosten bemerkbar macht.

Artikelbild: Maleo / Bigstock.com

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