Vom Heimwerker zum Handwerker: Wenn das Hobby zum Beruf wird

Vom Heimwerker zum Handwerker: Wenn das Hobby zum Beruf wird

Jeder Heimwerker hat mit Sicherheit mit dem Gedanken gespielt, sein Hobby zum Beruf zu machen. Wenn die Hälfte des Hauses in Eigenregie gebaut wurde, liegt es doch nahe, diese persönliche Fähigkeit auszubauen. Doch der Umstieg vom Heimwerker zum Handwerker ist angesichts einer sich ständig verändernden Welt nicht einfach. Diejenigen, die den Schritt wagen möchten, finden im Anschluss praktische Tipps.

Warum das Handwerk ein Beruf mit Zukunft ist

Prognosen zufolge wird im Jahr 2050 mehr als die Hälfte aller Deutschen älter als 50 Jahre sein. Was bedeutet diese Vorhersage für das Handwerk? Ganz einfach: Ältere Menschen haben andere Bedürfnisse als jüngere. Sie benötigen andere Dienstleistungen, fragen nach anderen Produkten und haben im Schnitt eine höhere Kaufkraft. Zukünftige Handwerker müssen sich auf diesen Wandel einstellen, um von ihm zu profitieren. Auch wenn in Zukunft wohl immer mehr Dinge von Computern übernommen werden, können sie in absehbarer Zeit noch keine Häuser für uns bauen oder bestehende Wohnung umbauen. Das Handwerk hat somit eine Zukunft und wird nicht morgen aus unserem Alltag verschwinden. Heimwerker, die den Berufseinstieg ins Handwerk planen, sollten sich mit folgenden Punkten beschäftigen:

  • Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel?
  • Gibt es Beratungsmöglichkeiten zum demografischen Wandel?
  • Wie sehen die finanziellen Förderangebote aus?
  • Was ist das Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001?
  • Wie kann man die Projektplanungen und Arbeitsabläufe erleichtern?

Fachkräfte für barrierefreies Bauen immer gefragter

Angesichts einer rasant alternden Bevölkerung gibt es immer mehr Kunden in höherem Lebensalter. Diese Menschen sind eine starke Marktmacht, genauer gesagt machen sie zwei Eigenschaften besonders attraktiv: Ihre schiere Anzahl und überdurchschnittlich hohe Kaufkraft. Zusätzlich zu diesen beiden Eigenschaften kommt eine weitere dazu: das Thema Barrierefreiheit. Alte Menschen können in einer herkömmlichen Wohnung nicht bedarfsgerecht leben. Sie sind zum Teil an einen Rollstuhl gebunden oder können Treppen nicht mehr ohne fremde Hilfe überwinden. Ein Umbau wird nötig, der das barrierefreie Leben möglich macht. Angefangen bei breiteren Türen über elektrische Öffnungen für Türen und Fenster bis hin zu Treppenliften.

Eine alternde Bevölkerung benötigt früher oder später diese „Upgrades“, die ihr Leben einfacher machen. Für ehemalige besteht hier großes Potenzial, sich als Neulinge auf dem Markt zu behaupten. Ihre Aufgabe ist es,

  • aktuelle und künftige Immobilien anzupassen,
  • die Nachfrage nach Hilfe und unterstützender Technik im Alltag zu befriedigen und
  • Leistungen mit hoher Serviceorientierung anzubieten.

Indem Handwerker auf Stärken wie individuelle Lösungen, persönliche Beratung, Ortsnähe und Qualität setzen, haben sie einen echten Vorteil. Ehemalige Heimwerker kennen mit Sicherheit Nachbarn, Freunde oder Bekannte, die bereits im hohen Alter sind und einen Umbau planen, um in einem barrierefreien Wohnraum zu leben. Diese Chance können Sie nutzen, um sich das Leben als Quereinsteiger dieses Berufes zu erleichtern.

Mit Software planen und managen

Für die letzte Frage aus dem ersten Abschnitt gibt es an dieser Stelle eine passende Antwort. In einer Welt, in der Computer immer mehr Aufgaben übernehmen, wird er auch für den Handwerker zu einem unersetzlichen Werkzeug. Selbst Neulinge dieser Branche können Programme für's Handwerk kaufen und sich so das Leben leichter machen. Mit der Software können Handwerker ihr Material und Projekte verwalten, Rechnungen ausstellen und Auftragsdaten speichern. Moderne Programme bieten sogar die Möglichkeit, über Daten über Kunden, Aufträge und Material per Tablet und Smartphone abzurufen. Der Handwerker hat somit immer alle Daten dabei und kann sie bei Bedarf abrufen. Neulinge der Handwerker-Branche sollten unbedingt über den Kauf einer solchen Software nachdenken. Sie macht ihnen den Einstieg in den Beruf spürbar einfacher.

Artikelbild: © RioPatuca / Shutterstock

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