Die Wahl des richtigen Bodenbelags bei eingeschränktem Budget

Die Wahl des richtigen Bodenbelags bei eingeschränktem Budget

Bei der Wohnungs- oder Hauseinrichtung sollte vor allem eines zählen: Die Umsetzung der eigenen Vorstellungen und das Gestalten des Eigenheimes nach den persönlichen Vorlieben. Doch meist öfter als einem lieb ist, kommt auch die Frage nach dem Budget mit ins Spiel. Um horrende Kosten vor allem beim oftmals kostspieligen Thema Bodenbelag zu vermeiden, zeigen wir die besten Optionen für stilvolle Bodengestaltung bei günstigem Preis auf.

Welche Preisunterschiede existieren bei den unterschiedlichen Bodenbelägen?

Zur Gestaltung des eigenen Bodens gibt es eine Vielzahl an möglichen Optionen. Neben optischen Unterschieden, sind diese aber allen voran preislich extrem verschieden. Günstige Lösungen, wie Laminat oder Vinyl beginnen preislich schon bei fünf Euro pro Quadratmeter, während das Preisspektrum nach oben hin offen ist. Bei Parkettboden kann ein Preis um 50 Euro pro Quadratmeter angenommen werden, sodass dieser teilweise das zehnfache des Preises eines Quadratmeters der günstigeren Alternativen kostet.

Es wird also schnell klar, dass die preislichen Unterschiede enorm sein können und sich vor allem in Abhängigkeit der jeweiligen Fläche des Bodens stark – unterscheiden. Es muss nun natürlich jeder selbst entscheiden, wie viel der eigene Boden wert ist, doch auch günstige Bodenbeläge können eine gute Alternative sein.

Welche günstigen Bodenbeläge gibt es?

Da der Begriff günstig generell schwer zu verallgemeinern ist, schauen wir uns nur Produkte an, die pro Quadratmeter weniger als 20 Euro kosten. Dieser Preis schließt einige Produkte mit ein und bildet so gut den Preis der preiswerten Bodenbeläge ab. Insgesamt vergleichen wir die folgenden drei Bodenbeläge:

  • Laminat
  • Vinyl
  • Teppichboden

Laminat: Die bekannte Alternative zum Parkett

Der Klassiker unter den Bodenbelägen und die typische Alternative zum Parkettboden ist das Laminat. Es besteht aus mehreren miteinander verklebten Schichten aus Holz, Kunststoff und Papier. Beliebt ist Laminat insbesondere auf Grund der einfachen Handhabung und der Optik. So lässt sich Laminatfußboden oftmals per Klickverfahren der verschiedenen Bahnen einfach per Hand verlegen. Außerdem ähnelt Laminatfußboden optisch stark dem Parkett und kann ohne genaueres Hinsehen auch schnell mit diesem verwechselt werden. Obwohl das Laminat natürlich kein echtes Holz ist und somit auch nicht den edlen Stil eines Parkettfußbodens oder anderen Holzbelägen bietet, ist es doch eine gute Alternative zu diesem. Wenn die Holzoptik gewünscht ist und das Budget geschont werden soll, ist Laminat eine gute Wahl.

Vinyl: Der moderne Konkurrent zum Laminat

Der neumodische Konkurrent zum Laminat ist der Vinylfußboden. Bei der Wahl des richtigen Fußbodenbelages ist oft die Frage, welcher der beiden der bessere ist. Grundsätzlich ähneln sich beide sehr und sind auch optisch nicht leicht zu unterscheiden. Allerdings besteht Vinylfußboden im Grundsatz aus einem anderen Rohstoff, nämlich PVC. Dieses ist robust, allergikerfreundlich und kommt in sehr vielen unterschiedlichen Aufmachungen und Farben daher. Auch beim Vinyl ist die Optik stark an das Aussehen des Parkettfußbodens angelehnt und sieht daher hochwertig aus. Der Vorteil im Gegensatz zum Laminat ist allerdings, dass die Geräuschentwicklung sehr viel geringer ist. Preislich liegt Laminat allerdings ein wenig günstiger als Vinyl.

Teppichboden: Die gemütliche Alternative

Der dritte Bodenbelag in unserem Vergleich für das kleinere Budget ist der Teppichboden. Dieser ist natürlich von der Aufmachung ganz anders als die beiden Vorgänger, die in der klassischen Optik des Holzfußbodens daherkommen. Die Vorteile des Teppichbodens liegen allerdings auf der Hand. Das weiche Gefühl an den Füßen ist angenehmer, als der oftmals kalte Untergrund von Laminat- oder Vinylboden. Auch ist die Eignung für Familien mit Kindern sehr viel höher, da diese so problemlos auf dem Boden spielen können. Weiterhin ist der Teppichboden weniger anfällig für Stöße oder äußere Einwirkungen, wie etwa herunterfallende Geräte oder das Verschieben von Möbeln. Die harten Böden, wie Laminat oder Vinyl können hier bleibende Schäden davontragen, die die Optik des Bodens natürlich negativ beeinflusst. Nachteilig ist allerdings die Empfindlichkeit des Teppichbodens gegenüber Flecken von Flüssigkeiten oder Essensresten, die auf dem Boden landen könnten.

Vergleichen Sie die Preise des Materials vor Ihrer Entscheidung für einen Bodenbelag in verschiedenen Baumärkten und bei Online Anbietern. Oftmals werden Restbestände bei Ausverkäufen zu extrem günstigen Preisen angeboten.

Welche Kosten können abgesehen vom Material noch entstehen?

Für die gesamtheitliche Betrachtung der Kosten eines Fußbodens muss natürlich sehr viel mehr berücksichtigt werden, als nur die reinen Materialkosten. Neben der Anschaffung muss der Boden schließlich auch verlegt werden und es können Folgekosten entstehen. Bezogen auf die Kosten des Verlegens, gewinnt den Preisvergleich eindeutig das Laminat. Klicklaminat, welches etwa beim bekannten Anbieter Home Market schon für Preise um fünf Euro pro Quadratmeter erhältlich ist, kann ohne großes Vorwissen problemlos selbst verlegt werden. Hierzu ist lediglich etwas Zeit nötig, in den meisten Fällen ist das Engagieren von Handwerken aber nicht nötig.

Vinylboden, der im Gegensatz zum Laminat verklebt wird und nicht nur mit einem Klick verbunden wird, sorgt für viel mehr Aufwand. Es muss hier mehr Zeit aufgewendet werden, und das erforderliche handwerkliche Geschick und Wissen ist größer. Laien sollten lieber auf die Hilfe von Handwerkern setzen, anstatt sich mit dem Vorhaben zu übernehmen oder am Ende ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten. Werden Handwerker engagiert, steigen die Kosten natürlich weiter an.

Der Teppichboden ist, was das Verlegen angeht, eine schwierige Geschichte. Eingefleischte Heimwerker werden sagen, dass das Verlegen von Teppichboden eigenverantwortlich kein Problem darstellt. Doch auch hier können schnell vielerlei Probleme auftreten, die das Engagieren von Handwerkern zur besseren Wahl machen. Auch beim Teppichboden kann man ohne größere Erfahrungen von Kosten für Teppichleger ausgehen.
Für das Verlegen fallen also beim Vinyl- und Teppichboden direkte Kosten an und diese können sich durchaus sehen lassen. Für den Vinylboden fallen laut dem Vermittlungsportal MyHammer im Durchschnitt Kosten von 11,18€ pro Quadratmeter an, der Teppichboden kommt auf 7,80€.

Es handelt sich hier um Durchschnittswerte, die in der Realität auch stark abweichen können. So können die Preise für das Verlegen auch bei nur sechs oder sieben Euro pro Quadratmeter liegen. Vor dem Kauf des Materials sollte immer ein Angebot von einem Handwerker eingeholt werden!

Laminat gewinnt, hat aber auch seine Nachteile

Zieht man alle relevanten Kosten zu Rate und vergleicht diese, kommt man schnell zum offensichtlichen Schluss. Das Laminat ist mit Abstand die kostengünstigste Alternative für den Fußboden. Durch den günstigen Materialpreis und die einfache Verlegung ohne die Hilfe von Profis lässt sich der Fußboden zu günstigen Preisen um zehn Euro pro Quadratmeter realisieren. Allerdings kann das Laminat nicht mit der stylischen Optik des Vinylbodens und der Gemütlichkeit des Teppichs mithalten. Außerdem erzeugt der Laminatboden im Vergleich zu Vinyl mehr Geräusche und ist wesentlich empfindlicher gegenüber Stößen als der Teppichboden.

Zusammenfassung

Insgesamt ist die Frage nach dem richtigen Fußbodenbelag neben dem Geschmack immer auch eine Frage des Budgets. Die schicke Holz-Optik des Laminatbodens und der günstige Preis sind durchaus überzeugend, allerdings ist dieser auch nicht für jede Ansprüche geeignet.

Artikelbild: Andrey Burmakin / Bigstock.com

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