Was man gegen feuchte Raumluft machen kann

Was man gegen feuchte Raumluft machen kann

Eine feuchte Raumluft schädigt die Substanz der Wände und Decken, sorgt zusätzlich für einen unangenehmen Geruch und muss daher bereits im Ansatz vorgebeugt werden. Dazu muss man wissen, dass in der Luft auch immer nicht sichtbarer Wasserdampf enthalten ist, womit kalte Luft weniger davon aufnehmen kann als warme Luft. Mit einem kleinen Test, indem man gekühlte Wasserflaschen für eine Zeit lang heraus stellt oder dann, wenn man als Brillenträger einen stark beheizten Raum betritt, kann man diesen Effekt anschaulich betrachten.

Ursachen für Feuchtigkeit in Wohnräumen

Bei Neubauten ist es beispielsweise so, dass innerhalb der ersten drei Jahre nach Fertigstellung die gegebene Baufeuchtigkeit austrocknen muss. Wenn nun Bereiche wie das im Haus direkt gelegene Badezimmer schlecht gelüftet werden, staut sich diese Feuchtigkeit und ist nur schwer wieder wegzubekommen. Aber auch beim Kochen ohne entsprechende Abluft, beim Trocknen von Wäsche und auch wir selbst als Menschen und Organismen verursachten Wasserdampf – im Schlaf über acht Stunden beispielsweise einen Liter davon. Das erklärt auch, weshalb man trotz offensichtlicher Hilfsmittel verwundert darüber ist, dass es das Problem mit Luftfeuchtigkeit überhaupt gibt.

Aus diesem Grunde sollte mehrmals am Tag gelüftet werden, vor allem zu den Tagesrandzeiten und in allen Räumen, die über Fenster verfügen. Empfehlenswert ist hier eine Zeitdauer zwischen fünf und 20 Minuten, immer in Abhängigkeit zur jeweiligen Außentemperatur. In den kalten Wintermonaten muss sehr häufig gelüftet werden, da die so entstehende Stoß- und Schocklüftung für eine hohe Luftzirkulation sorgt, die letztlich das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Im Grundsatz gilt nämlich, dass frische Luft am besten Wärme speichern kann, entgegen alter sowie bereits feuchter Luft.

Geeignete Maßnahmen treffen

Wenn Ihre Wohnung ebenso von Feuchtigkeit belastet ist, sollten Sie zugunsten Ihrer Möbel und anderer Ausstattungsmerkmale schnell handeln, ansonsten droht eine stark voranschreitende Schimmelbildung.

  • Halten Sie solche Räume, in denen gebügelt, gekocht und sich geduscht wird, grundsätzlich geschlossen. Feuchtigkeit verteilt sich nämlich ansonsten in allen anderen Räumen, was den Problemherd nur vergrößert.
  • Schalten Sie die Heizung auch während der Tageszeiten in den Schlafzimmern ein, um aufkommende Feuchtigkeit aufzunehmen. Die beliebten Verdunster an Heizkörpern sollten möglichst entfernt werden, sie befördern diesen Umstand nur weiter.
  • Rücken Sie Möbel um mindestens zehn Zentimeter entfernt von einer Außenwand, da sich sonst Luft staut und den beschriebenen Effekt an genau dieser Stelle verstärkt. Wenn möglich, rüsten Sie die Sockel mit kleinen Lüftungsöffnungen aus.

Luftentfeuchtung mit Granulat

Diese Situationen waren für die Forschung gegebener Anlass genug, um nach Alternativen der Luftentfeuchtung zu suchen und diese dann auch, in Form des Granulats, zu finden. Zusätzlich zur Vorbeugung von Schimmel sorgt Granulat dafür, dass modrige Gerüche verschwinden und weist zugleich einen hohen Wirkungsgrad auf, der in etwa bei 50 Prozent Luftregulation liegt. Ein Vorteil im Gebrauch von Calcium Chlorid liegt darin, dass die Entfeuchtung ganz von allein geschieht und auch über eine längere Dauer problemlos funktioniert.

Sie sparen Strom aufgrund der selbstregulierenden Funktion, können diese Modelle an nahezu jeden Platz verorten und bekämpfen zudem aktiv Schimmel, was das Raumklima erhöht und die Ansteckungs- oder Infektionsgefahr wesentlich verringert. Insbesondere Menschen mit asthmatischen Erkrankungen oder anderen Atemwegserkrankungen können aufhorchen, denn durch feuchte Luft verursachte Reizungen gehören der Vergangenheit an.

Platzieren Sie Luftentfeuchter aus Granulat in Kellerräumen oder nur mäßig isolierten Wohnräumen und Bädern, da dort zumeist die Ursachen liegen und sich in weitere Räume tragen. Aber auch in Garagen lohnt sich ein Gebrauch, denn in kleinen Ecken gibt es häufig Rückstaus von Regenwasser, wodurch Schimmel entsteht und hier eingelagerte Dinge mit der Zeit verfallen. Zudem werden schlechte Gerüchte eliminiert, was zur Steigerung des Wohnklimas beiträgt. Sorgen Sie somit auch in Ihrer Abwesenheit für eine ständige Luftzirkulation, die bis dato hauptverantwortlich für Feuchtigkeit in Wohnräumen war, da sie schlicht fehlte.

Artikelbild: © April Cat / Shutterstock

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