Waschbetonplatten-Preis

Waschbetonplatten-Preis

Sie haben eine natürliche Optik und doch sind sie kein Naturstein. Waschbetonplatten sind für viele Haus- und Heimbesitzer wegen ihrer Splittoberfläche eine wunderbare Alternative. Gerade der niedrige Preis lässt viele Handwerker auf sie zurückgreifen. Doch auch bei diesem Material lauern so manche Kostenfallen, die den Geldbeutel letztendlich dennoch empfindlich schrumpfen lassen.

Darum ist der Preis von Waschbetonplatten so günstig.

Sie sind ebenso wie teurere Varianten robust und einfach zu handhaben. Waschbetonplatten sind wie andere Natursteinplatten sicher gegen Frost, beständig gegen Tausalz und rutschfest. Dennoch sind diese Platten meist deutlich günstiger als andere. Warum? Sie stellen einfache Betonplatten dar, die lediglich einer speziellen Oberflächenbehandlung unterzogen werden.

Die einfache Herstellung ermöglicht den Preis. In der Gussform bekommt die Oberfläche einen Stoff, der die Erstarrung des Zementes verzögert. Während der Rest der Platte aushärtet, geschieht das an der Oberfläche nicht. Kiesel, Steine oder Splitt verbinden sich dennoch mit der Platte und der nicht gebundene Zement kann anschließend durch einfaches Abspülen entfernt werden. Übrig bleibt die Kiesel- oder Steinoberfläche. So entsteht eine Betonplatte, die optisch jedoch nicht nach Beton aussieht.

Diese Kriterien bestimmen den Waschbetonplatten-Preis

Auch bei Waschbetonplatten unterschieden sich die Preise, denn einige Kriterien können die Herstellungskosten verändern. Dazu gehören unter anderem:

  • Format
  • Stärke
  • Materialien der Oberflächengestaltung
  • Bearbeitung der Oberflächenmaterialien

Großformatige Waschbetonplatten sind zwar teurer im Stückpreis, jedoch rechnen sie sich auf den Quadratmeterpreis, sobald die Fläche groß genug ist. Daher sollte der Heimwerker eventuell angegebene Stückzahlen immer umrechnen. Je dicker die Platte, desto teurer wird sie ebenso.

Gängige Formate sind quadratische Ausmaße wie 50 x 50 Zentimeter oder 40 x 40 Zentimeter. Aber auch länglich Formate mit 60 x 40 Zentimetern Länge und Breite gibt es. Die größten Formate haben oft Maße von 100 x 100 Zentimeter.

Die Oberflächenbearbeitung und der verwendete Kies bestimmen ebenfalls letztendlich den Preis der Waschbetonplatten. Grundsätzlich bietet der Handel Platten mit grober Körnung an, die meist am günstigsten sind. Rund 12 Euro pro Quadratmeter müssen hier eingeplant werden. Dicht darauf folgen die Waschbetonplatten mit feiner Körnung. Am teuersten wird es, wenn geschliffener Edelsplitt verwendet wird. Diese Platten sind so dicht mit Split beschichtet, dass sie sich kaum noch von Naturstein unterscheiden.

Je hochwertiger die Splittsteine, desto teurer das Produkt. Handelt es sich um Bruchstein, wird hier ein „Abfallprodukt“ aus Steinbrüchen verwendet. Dann kann der Preis unter 30 Euro pro Quadratmeter liegen. Hochwertige Steine für Oberflächen lassen solche Platten jedoch nicht selten auch mehr als dreißig Euro pro Quadratmeter kosten. Ausschlaggebend ist zudem, ob die Steine geschliffen oder gestrahlt werden.

Quadratmeterpreis: Beispiele für Waschbetonplatten

Anhand der unterschiedlichen Kategorien lassen sich folgende Beispielpreise aufstellen, die alle mit Mehrwertsteuer angegeben sind:

  • Waschbetonplatten mit groben Kiesel 50x50x5 Zentimeter: 15 bis 18 Euro pro Quadratmeter
  • Waschbetonplatten mit feinem Kiesel 50x50x5 Zentimeter: 18 bis 22 Euro pro Quadratmeter
  • Waschbetonplatten mit Edelsplitt gestrahlt 40x40x4 Zentimeter: 21 bis 24 Euro pro Quadratmeter
  • Waschbetonplatten mit Edelsplitt geschliffen 40x40x4Zentimeter: 26 bis 30 Euro pro Quadratmeter

Die zusätzlichen Kosten der Verlegung von Waschbetonplatten

Doch Vorsicht, nicht nur die reinen Beschaffungskosten sollte der Heimwerker kalkulieren, wenn es um den Preis für Waschbetonplatten geht. Denn auch Verlegungskosten fallen hier oft an. Je nach Unterbau sind hier unterschiedliche Preise zu planen. Braucht es Kies darunter? Wird mit Fugenkreuzen verlegt werden? Plant der Heimwerker eine Verfugung? Je nachdem wie diese Antworten ausfallen, werden noch mal durchschnittlich acht bis 15 Euro Verlegungskosten pro Quadratmeter hinzukommen.

Aber auch die Transportkosten sind nicht zu unterschätzen. Je dicker und größer die Waschbetonplatten sind, desto schwerer sind sie auch. Eine Platte mit den Maßen 50 x 50 Zentimeter kann je nach Stärke schnell 50 Kilogramm auf die Waage bringen. Ein Selbsttransport ist daher selten möglich, zum Be- und Entladen wird ebenfalls schweres Gerät, wie beispielsweise ein Gabelstapler benötigt. Diese Transportkosten müssen zu den Stück- oder Quadratmeterpreise noch hinzu gerechnet werden.

Tipps: So kann der Preis gesenkt werden

Wer günstig Waschbetonplatten beziehen will, sollte sich auf dem Gebrauchtwarenmarkt umschauen. In der 60er und 70er Jahren waren die Platten besonders beliebt und wurden häufig verlegt. Bei Renovierungen fallen sie jedoch oft dem geänderten Geschmack zum Opfer. Ihre enorme Haltbarkeit macht sie aber noch einige Jahre einsatzfähig. Daher findet der clevere Handwerker in vielen Kleinanzeigen gebrauchte Schnäppchen und Geschenke – oft lediglich gegen Selbstabholung. Dass der Käufer natürlich auf den Zustand achten und vor Ort die Platten einer genauen Inspektion unterziehen sollte, versteht sich dabei von selbst.

In vielen Fällen werden auch hier die Preise pro Stück angegeben, der Quadratmeterpreis muss dann noch errechnet werden. Aber auch Pauschalen bis hin zu kostenlosen Angeboten sind dabei zu finden.

Auch zeitliche Flexibilität kann den Preis senken. Wenn der Lieferant mehrere Fahrten und Kunden in einen Transport planen kann – der Heimwerker so also vielleicht einige Tage länger auf das Material wartet – sinken oft die Transportkosten. Wer also nicht gleich morgen mit dem Verlegen der Waschbetonplatten beginnen muss, sollte das Gespräch mit seinem Anbieter suchen.

Artikelbild: © Robert Schneider / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4.86