Waschmaschine reinigen

Waschmaschine reinigen

Wäsche waschen ist eine der am häufigsten durchgeführten Arbeiten im Haushalt. Wie gut, dass die Zeiten, in denen die schmutzigen Kleidungsstücke von Hand gewaschen werden mussten, längst vorbei sind. Heute lässt die clevere Hausfrau die lästige Aufgabe einfach von der Maschine erledigen. Lediglich das Vorsortieren der Kleidung, die Auswahl des Programms und das anschließende Trocknen müssen Sie weiterhin übernehmen. Besonders ärgerlich ist es natürlich, wenn Sie Ihre frisch gewaschene Wäsche nicht wie erhofft sauber aus der Trommel entnehmen und obendrein auch noch ein unangenehmer Geruch von der Kleidung ausgeht.

In solchen Fällen hilft es, der Waschmaschine eine gründliche Reinigung zu gönnen. Im Laufe der Zeit sammeln sich nämlich Bakterien, Ablagerungen von Kalk und sogar Schimmel im Inneren der Maschine an. Daher ist es kein Wunder, wenn die Wäsche muffelig riecht. Wie Sie Schmutz in der Maschine vorbeugen und beim Putzen der Maschine am besten vorgehen sollten, verraten wir Ihnen im heutigen Ratgeber. Außerdem erfahren Sie, welche Hausmittel für die Reinigung der Maschine gut geeignet sind und von welchen häufig gegebenen Tipps Sie lieber die Finger lassen sollten.

Wie entstehen Verschmutzungen in der Waschmaschine?

Die zwei Hauptursachen für Schmutz in der Waschmaschine und die daraus entstehenden Gerüche liegen für Experten ganz klar auf der Hand:

  1. Dauerhaftes Waschen bei niedriger Temperatur
  2. Verwendung von flüssigem Waschmittel statt Waschpulver

Mit dieser Art des Waschens sparen Sie zwar Geld und schonen natürlich auch die Umwelt, können Ihrer Waschmaschine auf Dauer jedoch schaden. Durch die niedrigen Temperaturen setzen sich Fett, Fusseln und Seifenreste nämlich nicht nur im Flusensieb fest, sondern auch in den Bereichen der Waschmaschinen, die für Sie gar nicht einsehbar sind. Häufig ist zum Beispiel der Bereich unterhalb der Trommel von Schmutzablagerungen betroffen. Aber auch Dichtungen und Schläuche weisen Rückstände auf und fangen an zu riechen. Einige Bestandteile können nach der Verwendung nicht vollständig abtrocknen, sodass sich früher oder später sogar Schimmel bildet.

Die Folge: Nicht nur die Wäsche riecht nach dem Waschgang unangenehm, sondern die komplette Maschine. Außerdem kann die Waschmaschine dadurch früher oder später im schlimmsten Fall kaputt gehen. Die Lösung liegt auf der Hand. Der bereits bestehende Schmutz muss durch eine gründliche Reinigung entfernt werden. Zusätzlich sollten Sie einige Hinweise zur Pflege der Waschmaschine berücksichtigen, um solche Verschmutzungen in Zukunft zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren.

Vorbeugende Maßnahmen zur Pflege der Waschmaschine

Im Idealfall sollten Sie es gar nicht erst so weit kommen lassen, dass Schmutz innerhalb der Waschmaschine ihre Funktionalität beeinträchtigt. Wir haben daher ein paar Tipps für Sie zusammengefasst, die Ihnen dabei helfen, Ablagerungen und Schimmelbildung in der Maschine zu vermeiden.

Tür der Maschine nach der Wäsche offen lassen

Denken Sie auf jeden Fall daran, die Tür der Maschine nach jeder Verwendung einen Spalt weit offen zu lassen. So stellen Sie sicher, dass die Restfeuchte aus der Trommel entweichen kann und auch der Dichtungsgummi gut abtrocknet. Sie können zusätzlich ein wenig Küchenpapier verwenden und nach jeder Wäsche den Dichtungsgummi manuell abtrocknen, um ganz sicher zu gehen, dass sich kein Schimmel bildet. Auch das Einfüllfach, in welches Sie das Waschmittel und den Weichspüler geben, sollte nach jeder Benutzung offen bleiben, damit es austrocknen kann.

Dosieren Sie Waschmittel und Weichspüler immer genau nach der Anleitung und nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“. Wenn zu viel Reiniger in das Einfüllfach gegeben wird, kann die Waschmaschine ihn nicht komplett in die Trommel spülen und die Rückstände beginnen zu schimmeln.

Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, sorgen Sie dafür, dass Schimmelsporen keine optimalen Bedingungen vorfinden und Ihrer Maschine deshalb fernbleiben.

Ab und zu bei 95 Grad Celsius waschen

Außerdem empfehlen wir Ihnen, wenigstens einmal im Monat im höheren Temperaturbereich zu waschen. Zwar haben moderne Waschmittel eine sehr gute Wirkung und entfernen schon bei niedrigen Temperaturen die meisten Flecken, allerdings werden Keime bei 30 oder 40 Grad nicht ausreichend abgetötet. Lassen Sie die Maschine daher in regelmäßigen Abständen bei 95 Grad Celsius laufen, etwa wenn Sie Ihre Bettwäsche oder die Handtücher reinigen möchten. So werden Rückstände von Fett , Schmutz und Seife gelöst. Alternativ sollten Sie zumindest hin und wieder einen Hygienespüler verwenden, der ebenfalls Keime abtötet.

Kalkablagerungen vorbeugen

Sie leben in einer Region, in der das Wasser besonders hart, also kalkhaltig ist? Dann ist es für Sie extrem wichtig, Kalkablagerungen vorzubeugen. Viel Kalk in der Maschine verhindert nicht nur, dass Ihre Wäsche strahlend rein wird, sondern setzt Ihrer Waschmaschine auch stark zu. Ein Gerät, das stark verkalkt ist, hat eine deutlich kürzere Lebenszeit als kalkfreie Waschmaschinen. Der Gummi an der Tür ist dann zum Beispiel nicht mehr richtig dicht, die Pumpe geht kaputt oder Schläuche verstopfen. Verwenden Sie daher bei jedem Waschgang einen speziellen Wasserenthärter und denken Sie daran, Ihre Waschmaschine regelmäßig mit einem handelsüblichen Entkalker aus der Drogerie zu entkalken.

Grundreinigung der Maschine – So geht's

Wir empfehlen Ihnen zusätzlich zu den vorbeugenden Maßnahmen ungefähr einmal im halben Jahr eine Grundreinigung Ihrer Waschmaschine durchzuführen. Gehen Sie dabei am besten nach der folgenden Anleitung vor:

  1. Wischen Sie die Maschine äußerlich mit einem feuchten Tuch ab.
  2. Reinigen Sie das Flusensieb.
  3. Säubern Sie alle Dichtungen mit einem feuchten Lappen gründlich.
  4. Bürsten Sie den Einfüllbehälter für das Waschmittel und den Weichspüler sorgfältig aus.

Wie die einzelnen Arbeitsschritte konkret vonstatten gehen, erfahren Sie jetzt.

Schritt 1: Waschmaschine äußerlich reinigen

Die erste Maßnahme der Grundreinigung besteht darin, die Maschine äußerlich zu säubern. Dabei geht es vor allem darum, Staub zu beseitigen. Außerdem sollten Sie verschüttetes Waschmittel abwischen.

Schritt 2: Fremdkörper aus dem Flusensieb entfernen

Die Säuberung des Flusensiebs ist die wichtigste Maßnahme der Grundreinigung. Das Flusensieb dient dazu, Fremdkörper aufzufangen, damit sie nicht ins Innere der Maschine gelangen können. Ein vergessenes Taschentuch, Münzen oder Knöpfe werden dort aufbewahrt, bis Sie das Sieb entnehmen und die Fremdkörper entfernen. Sofern Sie die Reinigung des Flusensiebs vernachlässigen, verstopft es mit der Zeit und führt zu schwerwiegenden Fehlern beim Waschen.

Öffnen Sie die Klappe, die sich unten an der Sockelleiste Ihrer Maschine befindet. Dort können Sie das Sieb je nach Hersteller mit einem Hebel oder einer speziellen Drehung entnehmen. Beim Herausnehmen des Siebs entweicht der Maschine ein Rest Wasser, den Sie mit einer flachen Schale oder einem saugstarken Schwamm auffangen sollten.

Nun können Sie das Sieb auf Fremdkörper untersuchen. Nicht selten werden Sie Fundstücke wiederfinden, die Sie schon lange vermissen. Spülen Sie das Sieb unter dem Wasserhahn ab oder lösen Sie hartnäckige Verstopfungen mit der Duschbrause. Setzen Sie das saubere Flusensieb nun wieder ein und ziehen Sie es fest an, damit beim nächsten Waschgang kein Wasser auslaufen kann.

Schritt 3: Dichtungsgummi säubern

Gerade bei Frontladern sollten Sie daran denken, regelmäßig den Dichtungsgummi zu säubern. Er befindet sich vor der Trommel und dient dazu, die Tür so abzudichten, dass kein Wasser austreten kann. Naturgemäß sammelt sich dort nach dem Waschgang Feuchtigkeit, die nur schwer abtrocknet. Daher entsteht schnell Schimmel. Verwenden Sie einen feuchten Lappen und tränken Sie ihn in ein wenig verdünnter Zitronensäure. Reiben Sie den Gummi anschließend mit dem Tuch ab, um Ablagerungen zu beseitigen. Anschließend trocknen Sie den Dichtungsgummi mit Küchenpapier sorgfältig ab.

Schritt 4: Waschmittelrückstände aus dem Einfüllfach entfernen

Insbesondere dann, wenn Sie hauptsächlich mit Flüssigwaschmittel waschen, bleiben bei jedem Waschgang Rückstände im Einfüllfach zurück. Auch der Weichspüler wird oft nicht komplett eingespült, sodass sich feuchte Ablagerungen bilden, die früher oder später zu schimmeln beginnen. Wenn Ihre Wäsche nach dem Waschen unangenehm und nicht mehr so frisch riecht, ist das meist ein Indiz dafür, dass das Einfüllfach wieder einmal gesäubert werden muss.

Der Grund: Die feinen Düsen sind durch den Schmutz und den Schimmel verstopft, sodass das Waschmittel gar nicht mehr richtig eingespült werden. Außerdem gelangen schimmelige Partikel in den Waschkreislauf und sorgen für einen unangenehmen Geruch. Für die Reinigung können Sie das Fach entnehmen:

  • Falls sich im hinteren Bereich ein farbiger Nippel befindet, drücken Sie ihn einfach ein.
  • Alternativ üben Sie ein wenig Druck auf den hinteren Einsatz aus, bis er sich absenkt, woraufhin Sie das Fach problemlos herausziehen können.

Nun lassen Sie das Einfüllfach einige Zeit in einem Eimer mit Wasser einweichen. Anschließend bürsten Sie hartnäckige Rückstände mit einer alten Zahnbürste aus. Wichtig ist außerdem, dass Sie das Fach nach der Reinigung gut trocknen lassen.

Waschmaschinenreinigung – Diese Hausmittel haben sich bewährt

Neben den handelsüblichen Reinigern, die Sie zum Säubern Ihrer Maschine verwenden können, haben sich auch Hausmittel bewährt. Sie sind oft preiswerter und besser für die Umwelt. Zum Entkalken können Sie neben herkömmlichem Entkalker zum Beispiel verdünnte Zitronensäure verwenden.

Immer wieder wird der Tipp gegeben, zum Entkalken und Reinigen der Waschmaschine Essig oder Essigreiniger zu verwenden. Wir raten jedoch davon ab, da die Säure extrem aggressiv ist und unter Umständen die Schläuche und Dichtungen Ihrer Maschine zersetzt und porös werden lässt.

Zitronensäure entfernt Kalkablagerungen deutlich sanfter, ohne die Technik Ihrer Waschmaschine anzugreifen. Alternativ bietet sich auch Chlorreiniger an. Außerdem können Sie auch versuchen, dem Schmutz in der Waschmaschine mit normalen Spülmaschinentabs den Kampf anzusagen. Geben Sie zwei Tabs in die Trommel und waschen Sie anschließend bei 95 Grad Celsius, um die gröbsten Verschmutzungen in der Maschine zu zersetzen. Wenn Sie beim Reinigen Ihres Einfüllfachs mit wirklich hartnäckigen Ablagerungen zu kämpfen haben, können Sie es in Gebiss-Reiniger einweichen. Er zersetzt die Rückstände, sodass Ihr Einfüllfach ohne Kraftaufwand wieder sauber und schimmelfrei wird.

Tierhaare, Sand und Erde aus der Waschmaschine entfernen

Neben der regelmäßigen Grundreinigung kann es hin und wieder vorkommen, dass aus bestimmten Gründen eine spezielle Reinigung erforderlich ist. Das gilt zum Beispiel, wenn sich Tierhaare oder Sand in der Maschine festgesetzt haben. Doch auch auf die Frage, wie Sie Hunde- und Katzenhaare aus der Waschmaschine entfernen oder Sand aus der Trommel bekommen, haben wir natürlich die passenden Antworten für Sie.

Was tun bei Tierhaaren in der Waschmaschine?

Tierfreunde kennen das folgende Problem: Durch das Kuscheln mit den tierischen Mitbewohnern bleiben Haare auf der Kleidung zurück, die beim Waschen von der Wäsche abfallen und sich so in der Trommel sammeln. Nun sind die Tierhaare zwar erst einmal von der Kleidung entfernt, allerdings haften sie dann an den Shirts und Hosen des nächsten Waschgangs.

Um dieses Phänomen aus der Welt zu schaffen, ist es sinnvoll, die Maschine regelmäßig leer bei einer Temperatur von 95 Grad Celsius laufen zu lassen. Das Fett, das an den Haaren der Tiere klebt, löst sich so auf und die Tierhaare wandern mit in das Flusensieb. Sobald die Haare im Sieb angekommen sind, ist es dann kein Problem mehr, die Haarballen zu entfernen. Durch diese Vorgehensweise können Sie sich in Zukunft an haarfreier, sauberer Wäsche erfreuen.

So entfernen Sie Sand aus der Waschmaschine

Egal, ob Ihre Kinder beim Spielen im Freien jede Menge Sand und Erde an der Kleidung mit nach Hause schleppen oder ob beim letzten Strandurlaub die Kleidungsstücke sandig geworden sind: Sand kann in der Waschmaschine zu einem echten Problem werden, denn er kann Schläuche verstopfen und so die komplette Maschine lahmlegen.

Auch anderer grober Dreck wie etwa Erde kann zu schwerwiegenden Störungen der Waschmaschine führen und sollte daher sofort entfernt werden.

Um Sand wieder aus der Waschmaschine zu bekommen, müssen Sie zunächst das Flusensieb abbauen. Anschließend nehmen Sie eine flexible Bürste zur Hand und biegen sie am vorderen Ende im 45-Grad-Winkel. Führen Sie die Bürste an das Zulaufloch zum Flusensieb und bürsten Sie den Schlauch gründlich durch, bis das sandige Wasser abläuft.

Zusammenfassung

Die Reinigung der Waschmaschine sollte nicht unterschätzt werden. Mit regelmäßigen Maßnahmen zur Vorbeugung und Vermeidung von Schimmel, Kalk und Schmutzablagerungen tragen Sie dazu bei, dass nur selten ein großer Aufwand für die Reinigung notwendig ist. Verwenden Sie zum Beispiel nicht ausschließlich flüssiges Waschmittel und waschen Sie auch hin und wieder im hohen Temperaturbereich. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen einmal halbjährlich eine Grundreinigung Ihrer Waschmaschine. Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, werden Sie sich lange an Ihrer Maschine erfreuen können.

Artikelbild: © Sander van der Werf / Shutterstock

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