Waschmaschine schäumt – was kann man dagegen tun?

Waschmaschine schäumt – was kann man dagegen tun?

Die Bedienung einer Waschmaschine ist denkbar einfach: Die verschmutzte Wäsche in die Waschmaschine räumen, Waschmittel in die dafür vorgesehene Kammer schütten und das gewünschte Waschprogramm und die Temperatur auswählen – fertig. Viel falsch machen kann man nicht, dennoch kann es passieren, dass die Waschmaschine mitten im Programm überschäumt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, ein Bedienfehler liegt jedoch in den seltensten Fällen vor. Erfahren Sie hier, aus welchem Grund die Waschmaschine überschäumt und was Sie dagegen tun können.

Das falsche Waschmittel – nicht jedes eignet sich für die Waschmaschine

Im Handel findet man inzwischen eine umfangreiche Auswahl an Waschmitteln. Neben dem Vollwaschmittel, das für alle Temperaturbereiche geeignet ist, sind auch Feinwaschmittel speziell für empfindliche Materialien und Buntwaschmittel mit einem Farbschutz erhältlich. Die verschiedenen Typen von Waschmitteln unterscheiden sich durchaus in ihrer Waschleistung. Dennoch gibt es Verbraucher, die wahllos zugreifen und nur auf den Preis, aber nicht auf die Eigenschaften des Waschmittels achten.

Eine überschäumende Waschmaschine ist in vielen Fällen auf das falsche Waschmittel zurückzuführen. So dürfen Waschmittel, die für die Handwäsche vorgesehen sind, nicht in der Waschmaschine verwendet werden. Diese beinhalten keine sogenannte Schaumbremse und verursachen eine hohe Schaumbildung, die schlussendlich dazu führt, dass der Schaum aus der Waschmaschine austritt. Auch bei Spezialwaschmitteln ist Vorsicht geboten. Waschmittel für Wolle oder Seide können ebenfalls zu einer vermehrten Schaumbildung führen, wenn diese nicht wie vom Hersteller angegeben verwendet werden. Ebenfalls eine Rolle spielen die Waschtemperaturen, für die das Waschmittel vorgesehen ist. Viele Flüssigwaschmittel sind lediglich für einen Temperaturbereich bis 60 Grad vorgesehen. Werden diese dann für Kochwäsche verwendet, kann es ebenfalls zu einer übermäßigen Schaumbildung kommen.

Falsche Dosierung des Waschmittels – Herstellerangaben unbedingt beachten

Frei nach dem Motto „viel hilft viel“ machen viele Menschen den Fehler und dosieren das Waschmittel nach eigenem Ermessen – ungeachtet der Angaben des Herstellers. Die Folge davon sind oftmals Schaumberge, die aus der Waschmaschine austreten. Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor der ersten Verwendung die Herstellerangaben zur Dosierung genau durchzulesen und die Menge danach auszurichten. Trotz richtiger Dosierung kann es teilweise vorkommen, dass zu viel Schaum entsteht. Das ist zum Beispiel bei Gardinen der Fall, die zwar sehr viel Volumen aufweisen, von der Masse aber gering ausfallen. Bei Textilien dieser Art sollte die Dosierung daher eher geringer ausfallen – sofern der Hersteller keine expliziten Angaben dazu macht.

Berücksichtigt werden sollte bei der Dosierung des Waschmittels auch der Härtegrad des Wassers. Um das Waschmittel korrekt dosieren zu können, sollte der Härtegrad bekannt sein. Den Härtegrad für die eigene Region erfährt man in der Regel beim zuständigen Wasserwerk. Alternativ dazu kann der Härtegrad mit einem speziellen Test-Set auch selbst bestimmt werden. Wenn der Härtegrad bekannt ist, sollte das Waschpulver entsprechend der Herstellerangaben dosiert werden. Auf diese Weise verhindert man eine übermäßige Schaumbildung.

Dem Geldbeutel und der Umwelt zuliebe sollte das Waschmittel immer so gering wie möglich dosiert werden. Bei leicht verschmutzter Wäsche reicht es aus, wenn man die niedrigste empfohlene Dosierung wählt. Die Wäsche wird auch mit weniger Waschmittel hygienisch sauber.

Textilien, die nicht waschmaschinentauglich sind

In manchen Fällen liegt das Überschäumen auch an den Textilien, die gewaschen werden. Nicht alle Textilien können in der Waschmaschine gewaschen werden. Hierbei können nicht nur die Materialien Schaden nehmen, sondern auch der Schaum aus der Waschmaschine heraustreten. Gerade Gardinen und imprägniere Textilien können die Schaumbremse im Waschmittel außer Kraft setzen und eine vermehrte Bildung von Schaum verursachen. Bevor die Textilien in der Waschmaschine landen, sollte man daher prüfen, dass diese auch waschmaschinentauglich sind. Angaben dazu findet man in der Regel auf den Etiketten.

Was tun, wenn die Waschmaschine schäumt?

Tritt nur wenig Schaum aus, ist dies meist noch kein Grund, um sofort zu handeln. Handelt es sich jedoch um eine große Menge Schaum, sollten entsprechende Sofortmaßnahmen ergriffen werden.

Schaumbildung stoppen

Schäumt die Waschmaschine, dann ist es sinnvoll, die Schaumbildung unverzüglich zu stoppen. Dies gelingt zum Beispiel, in dem etwas Weichspüler in die Waschmaschine gegeben wird. Ebenfalls eindämmen kann man den Schaum mit etwas Salz oder Essig. Dadurch wird der Schaum zerstört und die Schaumbildung effektiv eingedämmt.

Waschprogramm abbrechen und Wasser abpumpen

Tritt bereits Schaum aus oder hat sich eine große Menge gebildet, hilft nur die Unterbrechung des Waschprogramms. Falls die Waschmaschine keinen Pausen-Schalter hat, muss die Waschmaschine vom Strom genommen und die Schaumbildung auf diesem Wege eingedämmt werden.

Im Anschluss folgen das Abpumpen des Wassers und die Beseitigung des Schaums. Danach kann das Waschprogramm wieder gestartet werden. Allerdings sollte dann kein Waschmittel mehr hinzugegeben werden. In der Trommel befinden sich noch Reste, die für die Reinigung der Wäsche genügen.

Artikelbild: © Tyler Olson / Shutterstock

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