Druckentlastung, Formstabilität und Einsinktiefe: Drei wichtige Eigenschaften beim Matratzenkauf

Druckentlastung, Formstabilität und Einsinktiefe: Drei wichtige Eigenschaften beim Matratzenkauf

Damit Sie erholsam, gut und gesund schlafen können, kommt es maßgeblich auf eine hochwertige und ideal aufeinander abgestimmte Bettausstattung an. Das bedeutet, dass die verschiedenen Elemente Ihrer Bettausstattung bestimmte Eigenschaften mitbringen sollten, die nicht nur auf Sie als Schläfer angepasst sind, sondern auch aufeinander.

In diesem Artikel von Heimhelden.de widmen wir uns insbesondere dem Matratzenkauf und gehen auf drei wichtige Eigenschaften ein, denen Sie bei der Anschaffung einer neuen Matratze Ihre Aufmerksamkeit widmen sollten. Die Rede ist von der Druckentlastung, der Formstabilität und der Einsinktiefe.

Die Eigenschaften der Bettausstattung sind wichtig für einen gesunden Schlaf

Wenn Sie eine Schlafstätte in Ihrem Schlafzimmer einrichten und gestalten, stehen Sie vor einer großen Herausforderung. Es reicht nicht, einfach ein Bettgestell anhand optischer Vorlieben auszusuchen. Stattdessen sollten Sie gerade beim Kauf von Bett, Matratze und Lattenrost immer die Anforderungen an ein ergonomisches Liegen im Hinterkopf behalten.

So ist es beispielsweise von hoher Bedeutung, dass das Bettgestell mit einer hochwertigen Schlafunterlage in Form einer Matratze ausgestattet ist. Zudem sollten Sie auf eine geeignete Unterfederung achten. Wichtig ist, dass Lattenrost und Matratze perfekt aufeinander abgestimmt sind. Darüber hinaus sind auch die Bettwäsche, die Decke, die Kissen und das Laken bedeutsame Bestandteile der Bettausstattung, die sich erheblich auf Ihre Schlafqualität auswirken und das Bettklima beeinflussen können.

Drei wichtige Aspekte beim Matratzenkauf: Druckentlastung, Formstabilität und Einsinktiefe

Insbesondere der Matratzenkauf stellt viele Verbraucher vor eine große Hürde. Soll die Matratze hart oder weich sein? Welches Material eignet sich? Und wie findet man ein Modell, auf dem man ohne Rückenschmerzen schlafen kann? Um diese Fragen beantworten zu können, ist es wichtig zu wissen, dass vor allem die folgenden drei Punkte bei der Auswahl einer Matratze eine gewichtige Rolle spielen:

  1. Druckentlastung
  2. Formstabilität
  3. Einsinktiefe

Wir erläutern Ihnen in den folgenden Abschnitten dieses Heimhelden.de-Ratgebers die einzelnen Begriffe und verraten Ihnen, worauf Sie in diesem Zusammenhang beim Matratzenkauf achten sollten. Darüber hinaus lohnt sich ein Blick ins Lexikon von betten.de. Dort gibt es zu allen Fachbegriffen rund um die Themen Betten und gesunder Schlaf ausführliche Erläuterungen, Beispiele und Ratgeber.

Auf dieser Website wird auch noch einmal genau erläutert, worauf es neben der Druckentlastung, der Formstabilität und der Einsinktiefe beim Kauf einer neuen Matratze noch ankommt.

1. Die Druckentlastung

Wenn Sie sich auf eine Matratze legen, wirkt insbesondere dort ein hoher Druck, wo Ihr Körper aufliegt. Das betrifft in aller Regel die Hüften und die Schultern. Als Druckentlastung wird die Fähigkeit einer Matratze bezeichnet, diesen starken punktuellen Druck zu reduzieren. Möglich ist eine Druckentlastung dadurch, dass die Matratze an den stark belasteten Punkten weicher und softer ist, sodass sie besser nachgibt. Auf diese Weise kann sich der Druck gleichmäßiger auf Ihren gesamten Körper verteilen.

Die Druckentlastung einer Matratze ist entscheidend, denn ein zu hoher Druck auf die Schultern oder die Hüfte kann Verspannungen und Schmerzen nach sich ziehen. Bei einer Matratze mit schlechter Druckentlastung kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass Ihnen nachts immer wieder die Arme einschlafen, weil durch den zu hohen Druck auf die Schulter die Blutzufuhr im Arm eingeschränkt wird.

Sie erkennen eine Matratze mit einer guten Druckentlastung vor allem an zwei Merkmalen: Erstens verfügt sie über eine ausgezeichnete Punktelastizität und zweitens über eine gute Zonierung.

Durch die Punktelastizität sinkt der Körper nur punktuell ein. Insbesondere der Visco-Schaum, der Gelschaum oder Latex sind Materialien, die für eine gute Punktelastizität bekannt sind.  Dieser Effekt wird von einer guten Zonierung noch weiter unterstützt. Sie trägt durch Bohrungen oder sehr softes Material in bestimmten Bereichen dazu bei, dass der Körper gut einsinkt. Gleichzeitig ist es aber wichtig, den unteren Rückenbereich gut zu stützen.

Aus diesem Grund treffen Sie mit Matratzen, die über eine Schulterzone und sogenannte Lordose-Einleger verfügen, eine gute Wahl. Außerdem ist die Druckentlastung bei einem Wasserbett optimal, weshalb Menschen, die schon unter Rückenschmerzen leiden, von der Anschaffung eines solchen Betts häufig in hohem Maße profitieren.

2. Die Formstabilität

Von einer guten Formstabilität ist bei einer Matratze die Rede, wenn sie sich während der Belastung zwar gut an den Körper anpassen und ihn optimal stützen kann, sich nach der Belastung aber wieder in ihre ursprüngliche Form zurückbewegt. Je besser die Formstabilität einer Matratze ist, umso geringer ist das Risiko dafür, dass sie schon beizeiten durchgelegen ist.

Dieses Problem, das häufig für nächtliche Rückenschmerzen verantwortlich ist, kommt gerade bei minderwertigen Matratzen oft vor. Eine hohe Formstabilität ist nicht nur bedeutsam für einen gesunden und schmerzfreien Schlaf, sondern auch immer für eine lange Lebensdauer der Matratze.

Die Formstabilität einer Matratze wird insbesondere vom Raumgewicht und der Stauchhärte beeinflusst. Grundsätzlich gilt: Die Matratze ist umso formstabiler, je höher diese beiden Eigenschaften sind.

Das Raumgewicht (RG) sollte mindestens 40 Kilogramm pro Kubikmeter betragen, während eine Stauchhärte von wenigstens 30 Kilopascal bei einem Körpergewicht von maximal 80 Kilogramm empfehlenswert ist. Als besonders formstabil gelten die folgenden Matratzenarten:

  • Kaltschaummatratzen
  • Latexmatratzen
  • Naturlatexmatratzen

Sie sind daher auch äußerst langlebig.

3. Die Einsinktiefe

Sobald Sie sich auf eine Matratze legen, werden Sie je nach Matratzentyp unterschiedlich stark einsinken. Die Zonen-Einteilung in fünf oder sieben Zonen trägt dazu bei, dass die Matratze in weichere und festere Bereiche gegliedert ist. Demzufolge sinken einige Körperpartien stärker ein, während andere eher gestützt werden. Eine gute Einsinktiefe spielt eine Rolle, wenn Sie auf der Seite schlafen, denn nur dann ist eine optimale Wirbelsäulenlagerung möglich.

Wenn eine Person für eine Matratze zu schwer ist, sinkt sie zu stark ein. Es kommt zum Hängematten-Effekt. Eine zu leichte Person hingegen wird kaum einsinken, sodass sich die Matratze nahezu gar nicht an den Körper anpasst.

Achten Sie in Bezug auf die Einsinktiefe daher auf den Härtegrad und die angegebene Gewichtsempfehlung.

Zusammenfassung

Eine Matratze mit guter Druckentlastung sorgt dafür, dass die Hüfte und die Schultern nicht zu stark belastet werden. Durch eine gute Formstabilität wird das Problem des Durchliegens verhindert. In puncto Einsinktiefe gilt es, auf den Härtegrad und die Gewichtsempfehlung der Matratze zu achten.

Artikelbild: fizkes / Bigstock.com

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