Wie man den Hausrasen richtig pflegt – Teil 2

Wie man den Hausrasen richtig pflegt – Teil 2

Im zweiten Teil der Ratgeber-Reihe „Wie man den Hausrasen richtig pflegt“ geht es weiter mit praktischen Tipps rund um die Pflege des grünen Paradieses im heimischen Garten. Wer den ersten Teil verpasst hat, findet ihn hier: Wie man den Hausrasen richtig pflegt Teil 1.

Vertikutieren: Raus mit dem Filz

Häufig bleiben abgestorbene Pflanzenteile der Rasenfläche zurück. Diese nicht vollständig abgestorbenen Pflanzenteile bilden dann Rasenfilz, der mehrere Zentimeter dick anwachsen und den Wachstum der Gräser behindert. Das Resultat: Luftaustausch, Wasser- und Düngerzufuhr werden behindert, Moose vermehren sich besser und verdrängen den Rasen. Hausbesitzer und Mieter, die Wert auf ihren Rasen legen, müssen ihn regelmäßig vertikutieren, um den Rasenfilz wirksam zu beseitigen. Beim Vertikutieren wird nicht nur die Grasnarbe durchschnitten, sondern gleichzeitig auch Filz, Moos und Wildkräuter entfernt. So erreichen Wasser, Luft und Nährstoffe erneut die Graswurzeln und die Rasengräser wachsen in gewohnter Manier.

Es ist empfehlenswert, mindestens einmal jährlich, am besten im Frühling, zu vertikutieren. Beim zusätzlichen Vertikutieren im Spätsommer (August und September) können Gärtner besonders flach wachsende Unkräuter, zu denen die Veronica gehört, entfernen. Nicht erschrecken: Nach der Prozedur sieht der Rasen ramponiert aus, doch keine Sorge, die kleinen Löcher schließen sich im Laufe der Zeit. Eine nachfolgende Düngung unterstützt den „Heilungsprozess“. In größere Lücken sollten Gärtner jedoch unbedingt nachsäen.

Die speziellen Vertikutiergeräte besitzen scharfe Messer. Beim Kauf dieser Produkte ist darauf zu achten, dass die Klingen den Boden berühren, ihn aber nicht aufschneiden. Gleichzeitig müssen sie aber den Filz restlos entfernen. Schlechte Geräte vertikutieren zu tief, schädigen dabei die Rasenwurzeln und sorgt für einen hohen Verschleiß des Gerätes.

Auch der Rasen benötigt Luft

Zwar ist diese Aufgabe nicht zwingend notwendig, er ist aber eine sinnvolle Ergänzung zur Rasenpflege. Rotierende Federn kämmen beim Lüften den Zwischenraum zwischen den Rasenpflanzen durch. Das Resultat: Durch die luftigere Rasennarbe erreichen Wasser und Nährstoffe besser die Rasenwurzeln. Deshalb ist dieser Schritt vor dem Düngen empfehlenswert, insbesondere vor der Sommersaison, wenn die Rasenfläche besonders viel Wasser benötigt.

Beseitigung von Unkraut und Moos

Das nervige Moos tritt dann auf, wenn sich der Rasen aufgrund schlechter Wachstumsbedingungen zurückzieht. Für vermooste Rasenflächen gibt es mehrere Gründe:

  • ungünstige Standortbedingungen
  • undurchlässige Böden
  • der pH-Wert im Boden
  • Lichtverhältnisse (Lage im Schatten)

Moos lässt sich zum einen durch das Anheben der Schnitthöhe in Kombination mit einer guten Düngung bekämpfen. Liegt die Vermoosung dagegen an schattigen Lagen oder einem ungeeigneten Boden, benötigt man eine gezielte Düngung, einen verbesserten Boden sowie eine schattenverträgliche Rasenmischung.

Achtung: Im Handel sind chemische Moosbekämpfungsmittel, die nicht empfehlenswert sind. Sie fügen mehr Schaden an, als sie helfen.

Mindestens genauso unbeliebt wie Moos ist Unkraut. Wenn diese Übeltäter den feinen „Englischen Rasen“ zieren, wird jeder Gartenliebhaber ungeduldig. Weder Gänseblümchen noch Klee, weder Butterblume noch Wegerich werden geduldend. Wer allerdings so streng ist, muss seinem Rasen viel pflegerische Aufmerksamkeit schenken. Regelmäßiges Mähen, Düngen, und hohe Wassergaben sind die Grundvoraussetzungen für eine saubere Rasenfläche wie aus Bilderbüchern.

Unbeliebte Tierchen

Gartenliebhaber sind nicht immer die größten Tierfreunde, gerade wenn es sich um Maulwürfe, Erdraupen, Drahtwürmer, Wühlmäuse, Schneckenlarven, Ameisen und andere unbeliebte Tierchen handelt. Die Bekämpfung ist häufig schwierig: Bei der Anwendung von chemischen Stoffen entstehen Gefahren für andere Tiere sowie das Grundwasser. Aus diesem Grund sollten Gartenfreunde auf Gegenspieler und unbedenkliche Hausmittel setzen, um die ungebetenen Gäste von ihrem grünen Paradies fernzuhalten.

Artikelbild: © topseller / Shutterstock

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