Wie topft man seine Pflanze richtig um?

Wie topft man seine Pflanze richtig um?

Im Winter kommen Zimmerpflanzen selten in den Genuss von warmem Sonnenlicht und leben deshalb sozusagen „auf Sparflamme“. Sobald die Tage dann wieder länger werden und die natürliche Lichtintensität zunimmt, sollte man den geliebten Zimmerpflanzen durch eine gut geplante Umtopfaktion ein wenig Unterstützung beim Wachsen und Gedeihen zukommenzulassen. Wann sollten Pflanzen umgetopft werden und wie erkennen Sie die Anzeichen dafür? Diese und andere Fragen beantworten wir Ihnen in diesem Artikel. Viele Menschen stehen damit allerdings immer wieder vor einem scheinbar unlösbaren Problem. Wir haben für Sie eine unkomplizierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengestellt, mit deren Hilfe das Umtopfen Ihrer Zimmerpflanze zum Kinderspiel wird.

Punkt 1: Die richtige Vorbereitung

Im Idealfall werden Zimmerpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse umgetopft. Steht eine solche Plattform allerdings nicht zur Verfügung, muss in der Wohnung umgetopft werden. Dafür bedarf es einiges an Vorbereitung, denn die feuchte Erde verursacht leicht Flecken im Teppich und Dreck in der gesamten Wohnung. Bestenfalls schützt man den Fußboden und die Möbel in dem Bereich, in dem die Pflanzen umgetopft werden sollen, mit einer Plastikplane aus dem Baumarkt. Um diesen Aufwand nicht ständig betreiben zu müssen, topft man am besten so viele Pflanzen wie möglich auf einmal um. Nun stellt man sich die neuen Blumentöpfe (die in der Regel im Durchmesser maximal 4 cm größer als die alten Töpfe sein sollten), die benötigte Erde, Drainagematerial sowie das benötigte Zubehör wie Gartenhandschuhe, Gartenscheren und Handschaufeln bereit.

Punkt 2: Die Drainage einfüllen

Die Drainage am Boden des Blumentopfes verhindert Staunässe, da sie das überschüssige Wasser leichter abfließen lässt. Diese Drainage wird in der Regel bei Töpfen mit vielen kleinen Löchern nicht benötigt. Verfügt der neue Topf über ein großes Wasserabzugsloch, reicht eine große Tonscherbe am Boden des Topfes, die dort mit der Wölbung nach oben platziert wird. Bei Töpfen, die keine Abflussmöglichkeit bieten, werden grober Splitt, Kieselsteine oder einige Tonscherben auf dem Boden des Topfes platziert.

Punkt 3: Die Erde einfüllen

Nun wird die angefeuchtete Erde eingefüllt. Hierbei muss beachtet werden, dass zwischen der Oberseite des Wurzelballens und der Kante des Topfes wenige Zentimeter Platz bleiben, um die Pflanze optimal gießen zu können.

Punkt 4: Die Pflanze aus dem alten Topf entfernen und untersuchen

Nun gilt es, die Pflanze mitsamt ihrem Wurzelballen aus dem alten Topf zu entfernen. Bei kleineren Pflanzen sollte dies noch ganz einfach vonstattengehen, indem man die Pflanze kurz über der Erdoberfläche greift und sanft daran zieht. Größere oder „hartnäckigere“ Pflanzen werden zuvor gründlich bewässert, wodurch sich die Erde vom Topf löst. Hat man die Pflanze aus dem alten Topf entfernt, klopft man vorsichtig die lose Erde aus dem Wurzelballen. Nun entfernt man grobe Verunreinigungen wie Kiesel oder Tonscherben und schneidet faule oder vertrocknete Wurzelteile sorgfältig ab. Danach untersucht man die Pflanze auf Ungezieferbefall und ergreift gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen. Ist der Wurzelballen schließlich gereinigt, kann die Pflanze ihren Platz im neuen Topf finden.

Punkt 5: Die Pflanze in den neuen Topf einsetzen

Die Pflanze wird nun mittig im neuen Topf platziert und der Topf wird mit Erde aufgefüllt. Zwischendurch sollte der Topf mitsamt der Pflanze immer wieder auf einem stabilen Untergrund aufgestoßen werden, damit die Erde ihren Weg auch in die kleinsten Zwischenräume finden kann. Genügend Erde ist im Topf, wenn an der Oberkante noch ein etwa 1 cm breiter Rand übrig bleibt.

Punkt 6: Das „Einschlämmen“

Beim Einschlämmen wird die Pflanze so lange bewässert, bis das eingefüllte Wasser durch die Abflusslöcher wieder abfließt. Dadurch verbindet sich die alte Erde aus dem Wurzelballen mit der neuen Erde im Topf. Um die Pflanze bestmöglich einzuschlämmen, platziert man sie im Idealfall in der Badewanne und gießt sie so lange, bis das Wasser aus dem Boden herausläuft. Anschließend kommt die Pflanze wieder an ihrem Platz und wird in der ersten Zeit nur gegossen, wenn die Oberfläche wirklich trocken ist.

Haben Sie immer noch Fragen zum Thema „Eintopfen“? Die FAQ von gartenakademie.rpl.de sollte sämtliche Fragen beantworten.

Artikelbild: © Cora Mueller / Shutterstock

 

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