Winterharte Pflanzen – Praktische Pflege- und Überwinterungstipps

Winterharte Pflanzen – Praktische Pflege- und Überwinterungstipps

Viele Gärtner wünschen sich robuste Pflanzen für ihren Garten, die mehrere Jahre überstehen und auch mit dem Winter gut zurechtkommen. In diesem Fall eignen sich winterharte, mehrjährige Pflanzen perfekt. Es gibt sie im Handel in vielen Ausprägungsformen, Blütenfarben und Größen. Wir verraten Ihnen jetzt, welche Anforderungen diese Gewächse haben und wie Sie sie am besten pflegen.

Winterharte Pflanzen überstehen auch eisige Temperaturen

Mehrjährige, winterharte Pflanzen ziehen die oberirdischen Pflanzenteile in der kalten Jahreszeit meistens ein oder lassen diese absterben. Im Frühjahr kommt es dann zu einem erneuten Austrieb. Einige Pflanzen sind sogar immergrün. Sie werfen ihr Laub erst ab, wenn es im Frühling zu einem Neuaustrieb kommt. Speziell für Gartenbesitzer, die mit der Pflege und Überwinterung ihrer Pflanzen im Winter nicht mehr viel zu tun haben möchten, sind winterharte Pflanzen ideal.

Auf den richtigen Standort kommt es an

Natürlich ist die Standortwahl auch bei winterharten Gewächsen sehr wichtig. Einige Pflanzen benötigen einen sonnigen Platz, wie etwa:

  • Fetthenne
  • Chinaschilf
  • Schleierkraut
  • Rittersporn

Die meisten winterharten Stauden fühlen sich an halbschattigen oder schattigen Orten aber wohler. Das gilt für Fingerhut, Christrosen und Akeleien.

Die meisten winterharten Stauden sind Überlebenskünstler, die auch mit mageren Böden oder heißen, trockenen Sommerstandorten gut zurechtkommen.

Gerade niedrige Stauden wie Bartnelken eignen sich dabei gut als Beet-Einfassung.

Winterharte Pflanzen richtig pflegen

Es bietet sich an, die Erde der Pflanzen mit Mulch abzudecken. Dann wird die Nässe länger im Boden gespeichert, sodass Sie die Gewächse seltener gießen müssen. Bei immergrünen winterharten Stauden ist es nicht erforderlich, sie zurückzuschneiden. Gerade die Schleifenblume und die Golderdbeere tragen dann dazu bei, dass Ihr Beet im Winter nicht komplett kahl wirkt. Nur Pflanzen, die zu faulen beginnen oder stark wuchern, müssen im Herbst geschnitten werden. Das trifft beispielsweise auf Storchschnabel, Taglilie, Frauenmantel und Aster zu.

Lassen Sie beim Schneiden immer zwei Handbreit der Pflanzen über dem Boden stehen, damit die Knospen nicht völlig bloßliegen.

Gräser wie Rutenhirse oder Chinaschilf werden überhaupt nicht geschnitten, da sie erst in der kalten Jahreszeit ihre ganze Pracht entfalten und ohne Schnitt einen besseren Schutz vor der Kälte haben. Übrigens: Die braunen Blätter müssen nicht unbedingt entfernt werden. Die sich zersetzenden Pflanzenteile sind gleichzeitig eine natürliche Schutzschicht gegen den Frost.

So überstehen die winterharten Gewächse die kalte Jahreszeit unbeschadet

Viele winterharte Stauden kommen ohne Winterschutz durch die eisige Jahreszeit. Bei einigen Pflanzen bietet es sich aber an, sie zusammenzubinden, damit der Regen nicht ins Innere eindringen und dort für Fäulnis sorgen kann.

Einige Pflanzen sind in kälteren Breiten nicht wirklich winterhart, weshalb es notwendig ist, sie in der kalten Jahreszeit mit Fichtenzweigen oder Tannenreisig zu schützen. Das gilt etwa für Provence-Lavendel und Fuchsien.

Keinesfalls vergessen sollten Sie, dass Ihre Pflanzen auch im Winter ein wenig Wasser benötigen. Zwar ist die notwendige Gießmenge deutlich geringer als in den warmen Monaten, nichtsdestotrotz kann auf eine Wasserzufuhr nicht komplett verzichtet werden. Wenn winterharte Pflanzen unter Wassermangel leiden, zeigen sie das schnell an eingerollten Blättern. Im Idealfall sollten Sie die Pflanzen vor dem ersten Frost und wenn möglich gelegentlich an frostfreien Tagen etwas gießen.

Zusammenfassung

Winterharte Pflanzen sind bei vielen Gärtnern beliebt, weil sie auch bei Kälte und Frost draußen bleiben können. Im kommenden Frühjahr treiben sie dann neu aus, weshalb sie sehr pflegeleicht sind. Es gibt auch immergrüne Pflanzen, die winterhart sind und dem Garten in der kalten Jahreszeit ein paar grüne Farbtupfer verleihen.

Artikelbild: © Kira_Yan / Bigstock.com

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