Zwergrosen

Zwergrosen

Zwergrosen erreichen typischerweise selten eine Höhe von mehr als 40 cm. Von vergleichsweise kleinem Wuchs sind sie die Tausendsassa unter den Rosen. Im Garten machen sie sowohl als alleinstehende Gruppen sowie als Einzelkämpfer in diversen Arrangements eine gute Figur. Überdies sind sie für die Pflanzung in Trögen, Balkonkästen sowie in Kübeln bestens geeignet, da sie nicht viel Platz brauchen. Allerdings steht dieser Vielseitigkeit eine relative Anfälligkeit gegen Pilzerkrankungen gegenüber. Dies verlangt ein rücksichtsvolles Auge für Standortwahl und Pflege ab, um dieser Anfälligkeit Rechnung zu tragen. Wie dies und alles Andere am besten zu bewerkstelligen ist, darüber informieren wir im Folgenden.

Arten der Zwergrose

Die wohl beliebtesten Zwergrosen sind jene der Sorte “Sonnenkind“. Diese aufrecht wachsende Rose leuchtet goldgelb. Daher auch der Name. Besonders resistent gegen Regen sind die Sorten “Rosmarin 89“ und “Pink Symphonie“. Beide blühen, wie die Namen erahnen lassen, in sattem Rosa. Pink Symphonie ist überdies die Zwergrose, die mit den wenigsten Sonnenstunden am Tag auskommt. Fünf Stunden Sonne reichen ihr vollends, was für eine Rose verhältnismäßig wenig ist. Dadurch ist Pink Symphonie besonders vielseitig einsetzbar (auch im Halbschatten oder in Südlagen).

Pflege von Zwergrosen

Ein Schwerpunkt bei der Pflege von Zwergrosen liegt wie bereits angedeutet auf der Vermeidung von Staunässe, da genau diese typischerweise zu jenen Pilzerkrankungen führen kann, gegen die Zwergrosen so anfällig sind. Dies fängt bereits bei der Wahl des Standorts an. Für Zwergrosen im Garten gilt, dass der Boden (wie für Rosen üblich) von eher neutralem ph-Wert sein sollte. Vor allem aber sollte der Boden lehmig-sandig und von lockerer Beschaffenheit sein, damit Wasser abfließen kann und sich in Wurzelnähe keine stehende Nässe bildet. Der Einsatz herkömmlicher Gartenerde reicht in aller Regel aus, um diese Bodenverhältnisse zu realisieren. Auch oberhalb der Erde müssen die Verhältnisse stimmen. Luftig und sonnig sollte es sein, sodass auch an den Pflanzen selbst keine Nässe lange haften bleibt. Für Zwergrosen in Kübeln, Töpfen oder Balkonkästen gilt dementsprechend besondere Umsicht beim Bewässern. Man muss etwaiges überschüssiges Wasser ausgießen, um Staunässe zu unterbinden.

Trotz ihrer Anfälligkeit gegen Pilzbefall müssen auch Zwergrosen während der Sommermonate ausreichend gegossen werden (dies gilt insbesondere für frisch gepflanzte Exemplare). Ein bis zwei mal muss die Gießkanne unter der Woche ran. Dabei empfiehlt es sich, dies in den späten Abendstunden zu tun. Denn die Kombination aus Mittagshitze und Wasser kann sonst zu unschönen Verbrennungen auf den Blättern führen.

Zwergrosen überwintern

Überwintern können Zwergrosen im Haus, durchaus aber auch im Blumenkasten (bei ausreichender Tiefe von ca. 20 cm) oder im Garten selbst, sofern man einige Vorkehrungen trifft. So sollte man schon im November um die Wurzeln herum eine 30cm hohe Schicht Erde und Kompost anhäufen. Zuzüglich hilft eine Mulchschicht, den Winter gut zu überstehen. Zusätzliche Zweige und Fichtenreisig sind nur bei besonders sensiblen Sorten notwendig. Allerdings könnte es ratsamer sein, diese über den Winter ins Haus zu holen. Dabei sollten für eine sichere Überwinterung folgende Bedingungen gewährleistet sein:

  • ein frostfreier Standort
  • Temperaturen zwischen 5 und 15°C
  • heller sowie kühler Standort

Zwergrosen schneiden

Zwergrosen schneidet man optimalerweise im Frühjahr. Dies kann man beispielsweise mit dem Entfernen der Winterschutzmaßnahmen kombinieren. Dabei geht man wie folgt vor:

  • Folgendes wird abgeschnitten
    • alle abgestorbenen/erfrorenen Pflanzenteile bodennah entfernen
    • alte Triebe
    • zu dicht gewachsene Triebe/Zweige
    • kümmerlich wachsende Triebe stark kürzen
  • Vier bis acht ausgeprägte Triebe sollte man pro Stöckchen lediglich um ein Drittel kürzen
  • Geschnitten wird wie folgt
    • Rückschnitt rund 5 mm oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe
    • Zweige sauber abtrennen, sodass keine “Stummel“ bleiben
    • diagonaler Rückschnitt, um Wachstum anzuregen und stehende Nässe zu verhindern
    • Triebe nicht quetschen

Mit welcher Häufigkeit man seine Zwergrosen abgesehen vom Frühjahr schneidet, hängt natürlich von den eigenen Zielen sowie dem Standort der Rosen ab. Vereinzelte Rosen innerhalb eines Arrangements sollen lange blühen, was regelmäßige Schnittmaßnahmen und das Abnehmen welker Blüten erfordert.

Wie auch alle anderen Rosen sollte man abgeblühte Bestandteile regelmäßig entfernen. Dies umfasst verwelkte Blüten mitsamt den darunter liegenden Blättern, die schräg abtrennt werden. Mit dieser Maßnahme sorgt man für eine abermalige Stimulation zur Blütenbildung.

Selbstverständlich sollte man beim Schneiden von Zwergrosen eine scharfe, eigens dafür vorgesehene sowie desinfizierte Rosenschere nehmen, um den optimalen Schnitt leichter zu bewerkstelligen.

Vermehren von Zwergrosen

Wie auch bei anderen Rosenarten sind Stecklinge die wohl einfachste Methode, um Zwergrosen selbständig zu vermehren. Diese schneidet man am besten zwischen Mitte August und Mitte September ab. Die Stecklinge werden jedoch nicht gleich eingepflanzt sondern sollten zunächst etwa acht Wochen in einem Mini Gewächshaus gelagert werden.

FAQ – Die häufigsten Fragen

Was sind Zwergrosen?

Darunter versteht der Gärtner Rosensorten, die in ihrer Wuchsform besonders gedrungen und kompakt sind. Selten werden sie höher als 50 Zentimeter und wachsen auch nur bis zu 60 Zentimeter in die Breite. Ihre Blüten sind klein, ihr Laub zierlich. Aber es gibt auch Zwergrosen mit größeren Blüten, diese werden als Patio-Rosen bezeichnet. Kleiner Formen werden Miniaturrosen genannt.

Welche Sorten von Zwergrosen gibt es?

Es gibt zahlreiche Sorten der Zwergrosen und die Züchter fügen immer neue hinzu. Besonders kultiviert sind derzeit unter anderem die Sorten „Sonnenkind“, „Orange Meillandina“, „Peach Meillandina“, „Rosmarin 89“ und „Pink Symphonie“. Die neueren Sorten sind meist robuster, ältere Zwergrosensorten sind oft anfällig für Blattkrankheiten.

Wo kann man Zwergrosen kaufen?

Zwergrosen gibt es im Fachmarkt, jedem Gartencenter und auch online. Wer sie im Internet bestellt, kann sie sogar nach Hause geliefert bekommen.

Wie werden Zwergrosen gepflegt?

Für die kleinen Rosen ist vor allem Feuchtigkeit wichtig. Daher ist Gießen nach dem Pflanzen und in Trockenperioden essenziell. Als Grundregel gilt, dass sie ein- bis zweimal in der Woche gewässert werden sollten. Auch Düngen gehört zu Pflege der Zwergrosen. Zwischen Mai und Juni bedarf es eines Mineraldüngers. Nach der Blüte sollte jedoch keine Wachstumshilfe mehr gegeben werden. Zur Pflege gehört zudem auch das Entfernen von Verwelktem.

Wann blühen Zwergrosen?

Zwergrosen haben ihre Blütezeit zwischen Juni und Oktober. Dann erscheinen die gefüllten Blüten, die Pflanze blüht mehrfach.

Wann sollten Zwergrosen geschnitten werden?

Ein Schnitt der Zwergrosen sollte im Frühling geschehen. Wer die Triebe im Herbst stutzt, läuft Gefahr, dass der Winterschutz der Pflanze gefährdet ist.

Wie schneidet man Zwergrosen?

Der Schnitt sollte nicht zu zaghaft vorgenommen werden. Vier bis maximal acht kräftige Triebe reichen dem kleinen Stöckchen aus. Diese sollten an einer nach außen wachsenden Knospe gestutzt werden, etwa fünf Millimeter darüber schräg abfallend. Der Gärtner sollte darauf achten, dass keine Stummel von den abgeschnittenen Seitentrieben überbleiben.

Können Zwergrosen im Topf gehalten werden?

Der kleine Wuchs macht diese Rosenform prädestiniert für eine Topfpflanzung auf Balkon und Co. Auch in Blumenkästen machen sie eine gute Figur.

Wie werden Zwergrosen im Topf gepflegt?

Grundsätzlich unterscheidet sich die Pflege von Zwergrosen im Topf nicht von Freilandgewächsen. Sie müssen ebenso gegossen und gedüngt werden. Wichtig ist hier, einen hohen Pflanzentopf zu verwenden, um dem Wurzelgeflecht eine tiefe Entwicklung zu ermöglichen. Diese brauchen sie auch zum Überwintern. Meist sind die Töpfe aus dem Handel zu klein, daher sollte auch ein Umtopfen in Erwägung gezogen werden.

Wie züchte ich Zwergrosen als Bonsai?

Rosen werden noch nicht lange als Bonsai gestaltet, doch diese Form erfreut sich immer mehr der Beliebtheit. Zwergrosen eignen sich vor allem für eine Shohin-Gestaltung. Die Formgebung wird maßgeblich durch den Schnitt erreicht. Lediglich junge Triebe können auch gedrahtet werden.

Wie winterhart sind Zwergrosen?

Zwergrosen können im Winter auch im Freien überleben. Die Rosen sollten im Herbst noch einmal gegossen werden. Im Beet empfiehlt es sich im November, eine Schicht Erde, Kompost und Mulch auf die Wurzeln zu legen. Empfindliche Sorten brauchen zudem eine Abdeckung durch Zweige und Reisig. Alternativ können Kübel- und Kastenpflanzen auch ins Haus geholt werden. Sie brauchen hier einen frostfreien Standort, der hell und kühl ist – Temperaturen zwischen fünf und 15 Grad Celsius sind optimal.

Artikelbild: © iceink / Shutterstock

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